AUSFLUG IN DEN ORIENT

Geschrieben von n.cheng Mai 29th, 2009 und gespeichert unter Ausflüge, EMA KREATIV, Geistreich. Erhalten Sie alle Kommentare über RSS 2.0. Hinterlassen Sie zu diesem Eintrag eine Nachricht

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Die Jahrgangsstufe 6 machte einen Tagesausflug zum Museumpark Orientalis in Nijmegen.

„Der Museumpark Orientalis wirft einen aktuellen Blick auf die drei Religionen, die die Identität unseres heutigen Europas weitestgehend geprägt haben: Judentum, Christentum und Islam. Er verdeutlicht, dass es in diesem Zusammenhang viel mehr gibt, als die heute allgegenwärtigen Spannungsfelder der drei, nämlich ihren gemeinsamen Ursprung, ihre Geschichte, ihre verwandten Traditionen, Geschichten und Rituale.

Orientalis begegnet den großen Fragen von heute mit spannenden Informationen, abwechslungsreichen Ideen und neuen Inspirationen. Der Anspruch des Museumsparks geht über den bloßen Bildungscharakter eines Museums hinaus. Ziel ist es, zu einem Ort der Zusammenkunft für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Lebensanschauungen zu werden und so einen Beitrag zu liefern zu einem Zusammenleben, wo Freundschaft und Respekt Angst und Vorurteile ersetzen.”

Schüler und Schülerinnen der 6 A berichten

Die Fahrt nach Nijmegen

Am Dienstag den 28.4. versammelten wir uns um 8:00 Uhr vor dem Hauptausgang. Mit dabei waren die gesamte sechste Jahrgangsstufe und ihre Religionslehrer. Es war etwa 08:30, als wir losfuhren. Erst gab es ein wenig Stress, weil es in dem einem Bus zu voll war, und einige in den anderen Bus umsteigen mussten. Da einige freiwillig dazu bereit waren in den einen Bus umzusteigen regelte dies sich aber schnell.

Als wir auf die Autobahn Richtung Köln fuhren, kamen wir als erstes in einen kleinen Stau. Dieser löste sich aber schnell auf. Eine halbe Stunde später kamen wir in einen zweiten, größeren Stau. Während der Fahrt lasen einige Bücher oder hörten Musik mit ihren Handys. Die meisten unterhielten sich und aßen etwas Mitgebrachtes.
Etwa anderthalb Stunden später fuhren wir bei Xanten über die Grenze in die Niederlande. Dort begannen einige von uns  den Fahrer anzufeuern schneller zu fahren, damit wir den anderen Bus überholen. Aber als dieser streng durch das Mikrofon sagte, dass wir damit aufhören sollten, war damit Schluss. Dafür sangen wir aber jetzt Quatschlieder. Nach einiger Zeit überholten wir auch endlich den anderen Bus, worauf dann lauter Jubel ausbrach.

Um ungefähr 11.30 kamen wir schließlich in Nijmegen an. Alle Schüler mussten zu ihren Lehrern gehen. Dann bezahlte eine Lehrerin den Eintritt für alle Lehrer und Schüler. Der Tag im Museumspark Orientalis konnte endlich losgehen!

Joshua Kim

Marieke schreibt zur Fahrt Anfangs gab es Probleme mit der Platzverteilung und zwei meiner Klassenkameraden mussten in den Doppeldeckerbus umsteigen, aber ich saß leider in dem ganz normalen Reisebus.

Um 8:23 Uhr fuhren wir los. Meine Religionslehrerin, Frau Cheng, und die Religionslehrerin der anderen Klasse, Frau Räuber, passten in unserem Bus auf. Meine Klassenkameradin und

ich wollten Karten spielen, doch eine Karte fehlte. Sie und ich saßen leider sogar noch zwischen vier Jungen aus der Parallelklasse, die ständig miteinander redeten. Nun konnten wir noch nicht mal mehr schlafen. Irgendwann in der Mitte der Fahrt, ich weiß es nicht mehr so genau, hat eine Klassenkameradin von mir sich übergeben, und da wo sie saß, roch es sehr nach Übergebenem. Bis wir in Holland waren, war die restliche Reise uninteressant. Nach einer Zeit, als wir in Holland angekommen waren, wurde es sehr interessant, denn dort gab es andere, lustige Namen , die Menschen, die dort leben, haben einen anderen Dialekt und sind sehr nett.

Marieke Ahlborn

Der Film

Bevor unser Führer uns durch den Museumspark Orientalis führte, sagte er,  dass wir erst einen Film gucken werden. Wir gingen durch eine moderne Tür in ein alt aussehendes Gebäude, welches als Kirche geplant war, die aus Kostengründen aber nicht fertig gestellt werden konnte. Der Film hatte schon begonnen. Er wurde auf drei Bildschirmen gleichzeitig gezeigt. Man musste versuchen auf alle drei Bildschirme zu schauen. Gerade wurden unterschiedlich Gläubige nach ihrer Meinung zu Religionen gefragt. Als dieser Teil des Films zu ende war, erschien auf dem mittlerem Bildschirm die Aufschrift: „Spannungsfelder Religionen.” Plötzlich wurde alles dunkel. Der Film wurde leiser, man hörte aus der einen Ecke des Raumes jetzt die Schüsse eines Maschinengewehrs und dazu sah man grelle weiße Lichtblitze. – Viele erschreckten sich, doch dies gehörte alles zum Film. Es wurde nämlich gezeigt, dass es zwischen unterschiedlich gläubigen Menschen zu brutalen Auseinandersetzungen kommen kann. Als dieses Kapitel zu Ende war, wurde uns im Film noch etwas über Traditionen z. B. Taufe, Hochzeit und Beerdigungen in verschiedenen Religionen gezeigt. Danach endete der Film. Nun wurden einige Nischen des Raumes beleuchtet. In ihnen waren Puppen von Menschen aufgestellt, die am Anfang des Filmes nach ihrer Meinung zu verschiedenen Religionen gefragt wurden. Nun gingen wir durch den Ausgang ins Freie.

Der Film regte uns zum Nachdenken an. Es wurde mit drastischen Mitteln gezeigt, dass es zu solchen brutalen Auseinandersetzungen nicht kommen darf.  Mit Hilfe des Films haben wir viel über das Judentum, das Christentum und den Islam erfahren. Es ist wichtig sich gegenseitig zu respektieren.

Beth Juda

Nach dem Film ging es weiter nach „Beth Juda”. Dies ist ein jüdisches Dorf, das auf deutsch „Haus der Juden” heißt. Diese Häuser haben nur ein Zimmer, indem Menschen und Tiere zusammen lebten.Es gab dort eine kleine Feuerstelle. An der wurde das Brot gebacken. An dem Dach waren Querbalken und darunter Längsbalken. Zwischen diesen Längsbalken war Lehm. In dem Haus war eine feste oder bewegliche Leiter. Diese führte zum Dach. Auf dem Dach war ein Sonnenschirm, der wie ein Holzteppich war und von Vier Großen Holzbalken getragen wurde. Außerdem haben sie in besonders heißen Nächten auf dem Dach geschlafen oder sind während des Tages auf dem Dach gewesen, weil es in dem Haus so stickig war, dass man es nur dort aushielt.  Natürlich gehört zu einem Dorf auch ein Marktplatz. Dieser war nicht sonderlich groß , aber groß genug für ein so kleines Dorf. Es gab am Rand vom Marktplatz auch einige Unterdachungen, unter der meist ältere Leute saßen. Geht man weiter, dann Kommt man an einen Bauernhof, auf dem Menschen mit vielen Tieren lebten. Die Tiere waren in Ställen, oder sind auf dem Hof langgegangen. Außerhalb des Hofs, sind die Felder gewesen. Es wurden sehr viele Sachen dort angebaut. Entweder behielten sie die angebauten Sachen oder verkauften sie auf dem Marktplatz.

Marco Sander

Rebekka schreibt

Nachdem wir den Film gesehen haben, hat uns der Führer etwas über das Dorf Beth Juda erklärt. Danach haben wir uns einen Raum angesehen, wo Menschen und Tiere zusammen schliefen, außerdem gab es in dem Raum auch eine Feuerstelle. Auf dem Dach eines Hauses gab es Stellen zum Schlafen, wenn es zu heiß für diese Menschen in ihren Häusern war/wurde. Es war meistens so, dass es in einem Dorf auch noch einen Marktplatz gab. Die Fenster waren nur. sehr klein, wegen der Hitze und der Kälte. In diesem Dorf wurden die Häuser aus Lehm gebaut, aber es gab eine Ausnahme: bei den reichen Bauern waren die Häuser aus Stein.

Beth Juda wurde 800 nach Chr. erbaut. In dem Dorf gab es sehr viele Olivenbäume, woraus dann später Olivenöl gemacht wurde. Die Männer pressten die Weintrauben mit ihren Füßen, bis alles ausgepresst war und es ein großer Saft wurde.

Am Ende des Dorfes war eine Synagoge gelegen wo der Priester Rabbi auf der Kanzel den Gottesdienst leitete. Dort gab es auch eine handgeschriebene Tora (=Schriftrolle) aus der der Rabbi jedes Mal etwas vor lass. Er durfte die Tora nur mit einem Jad (=Zeigestock) berühren. Die Männer trugen ein Käpchen auf dem Kopf, als Zeichen dafür, dass sie an den Gott Jawe glaubten.

Beth Juda heißt übersetzt: Jüdisches Haus (Beth =Haus; Juda=Jüdisch)

Saskia schreibt zu Beth Juda

Danach sind wir nach Beth Juda, einem jüdischen Dorf, dass nachgebaut worden war gegangen. Stadt der Lehmwände, die hier schon längst eingesackt worden wären:Wir haben uns
eines der Häuser genau angesehen und sind hineingegangen. Herr Kwant hat uns dann genau erklärt, wie die Juden damals gelebt haben. Dann sind wir zu einer Viehzucht gegangen und haben sie auserkundigt. Es gab Ziegen, Schafe, Pfaue und Hühner, die wir uns angeguckt haben. Eine Ziege hatte sogar ein Lamm bekommen, dass fanden alle direkt voll niedlich und süß.

Pauline schreibt

Die Häuser die es in dieser Stadt gab waren teilweise aus Lehm und teilweise aus Stein. Die Lehmhäuser gehörten den ärmeren Bauern und die reicheren Bauern besaßen die Steinhäuser. In den Häusern gab es einen Raum, der in der Mitte mit einem Zaun in zwei Teile getrennt wurde. In dem Teil, in dem auch die Tür war, standen die Schafe und andere Tiere. In dem anderen Teil wohnte der Bauer mit seiner Familie. Da es in den Häusern aus Lehm immer etwas stickig war, gab es oben auf dem Dach einen Schlafplatz, der mit einem aus Pflanzen gebautem Schirm gut vor Regen oder zu viel Sonne geschützt war. Eine Leiter führte nach oben und oben war dann ein Zaun damit die Kinder, aber auch Erwachsene, nicht herunter fielen. Damit es im Winter nicht so kalt wurde und im Sommer nicht so heiß, hatten die Häuser nur ein bis drei kleine Fenster. In der Mitte des Hauses gab es eine Feuerstelle auf der z.B. Brot gebacken wurde.

Olivenbäume in Holland

Im Dorf gab es aber auch noch andere Sachen als nur Häuser. Wie z. B. viele Olivenbäume, da sehr viel Olivenöl zum Kochen und für die Öllampen gebraucht wurde. Natürlich wurden die Oliven auch gegessen. Außerdem gab es eine Weinpresse, in der der angebaute Wein meisten von dicken Männern selber gepresst wurde. Auf dem Marktplatz wurde mit Lebensmitteln, Stoffen, Tonkrügen und vielen anderen Sachen gehandelt.

Da in der Stadt Juden wohnten, gab es natürlich auch ein jüdisches Gotteshaus, eine Synagoge. In dieser Synagoge gab es eine Kanzel auf der der Rabbi stand und aus Schriftrollen vor las. Damit er sich nicht in der Zeile vertat, gab es einen Stab, an dem vorne eine kleine, goldene Hand steckte. Die Rollen durften nicht mit der Hand am Pergament berührt werden, weil sie von Hand geschrieben wurden und der Inhalt Worte des Gottes “JHWE” waren. Damit das auch nicht aus versehen passierte, gab es einmal den Zeigestab und jede Rolle war an Griffen befestig an denen man die Rolle festhalten konnte. Die Synagoge hatte 13 Fenster. 12 von ihnen waren für die Propheten, für jeden Prophet eins. Die Juden dachten, dass der Messias noch kommen würde. Für ihn hatten sie das 13. Fenster eingebaut.

Der Bauernhof von Orientalis

Der Museumspark Orientlis hat nicht nur nachgebaute historische  Dörfer, die zeigen, wie Menschen früher gelebt haben, sondern auch Nutztiere, die mit, den die Menschen zusammengelebt haben. Beispielsweise lebten in jüdischen Häusern Menschen und Tiere in einem Raum. Im Museumspark Orientalis sind die Tiere aber nicht wie damals untergebracht, sondern sie leben alle in einem Bauernhof aus dem 20. Jahrhundert. Im Museumspark gibt es: Schafe, Dromedare aus der arabischen Karavanserei, zwei Pfaue, Hühner und einen Hahn. Schweine werden dort aber nicht gehalten, weil die Juden Schweinefleisch als unrein bezeichnen und es deshalb nicht essen. Im Park gibt es  Tierpfleger, die sich ausschließlich um die Tiere kümmern.

Von Christian

Karawanserei

Eine Karawanserai ist ein „Campingplatz” für Karawanen. Die Karawanserai steht meistens in der Nähe einer Oase. Dort finden Karawanen einen Unterschlupf, wenn die Nacht anbricht. Die Kamele und Dromedare wurden festgebunden. Man bereitete die Nahrungsmittel über einer Feuerstelle zu. Dann setzte man sich um die Feuerstelle und aß. Man war nie alleine dort, weil es viele Diebe gab. Wenn man Durst hatte, trank man aus einem Brunnen. , der in der Nähe stand. Wenn es wieder hell wurde ritt man weiter.

Lukas Gast

Mehr Informationen auf der Homepage des Museums

http://www.museumparkorientalis.nl

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