
Damit man sich im großen weiten Netz nicht verirrt, braucht man manchmal ein bisschen Hilfe. Hier also ein paar Begriffe zum Nachschlagen. Eine kurze Anmerkung: Der Begriff „Nutzer“ wird im geschlechtlichen Plural verwendet. Viel Spaß beim Nachgucken!
Avatar
Grundsätzlich bezeichnet ein Avatar die gesamte erfundene Identität des Internet-Users, der Begriff hat sich jedoch in letzter Zeit etwas verändert und beschreibt jetzt nur noch das Anzeigebild eines Nutzers, das Bild also, was er sich selbst aussucht und mit dem er sein Profil versieht.
Chatten
Vom Englischen “to chat – sich unterhalten, plaudern“ bezeichnet chatten das Verschicken von kurzen Nachrichten an andere User, meist bei Instant Messengern. Ähnlich schnell wie beim Telefonieren erhält der Gesprächspartner die Nachrichten, die man allerdings tippen muss.
Chatten kann man auf unzähligen Seiten, in unzähligen Chatrooms, mit unzähligen Menschen.
Cyber-mobbing
Ein vor allem im Zusammenhang mit SchuelerVZ auftretender Begriff, der das gezielte Verunsichern und Schikanieren von anderen im Internet benennt. Meistens schließen sich kleine Gruppen zusammen und konzentrieren sich auf ein „Opfer“, das dann unter den Witzen und meist schlechten Absichten anderer zu leiden hat. Beliebte Werkzeuge dabei sind Foto-Bearbeitungs-Programme, das Veröffentlichen von diskriminierenden Texten und das Gründen von Gruppen (siehe SchuelerVZ) gegen Einzelpersonen.
Facebook – www.facebook.com
Facebook war ursprünglich für Studenten gedacht, ist jetzt aber auch weltweit für Nutzer ab 12 Jahren offen. Heute sind unglaubliche 250 Millionen User registriert. Man kann sich sein eigenes Profil erstellen, persönliche Informationen angeben, Fotos und Videos hochladen, verschiedene Spiele spielen, chatten, Nachrichten verschicken, Persönlichkeitstest machen, „Freundschaften“ schließen und Geburtstagskalender führen. Jobs finden und vergeben, Wohnungen suchen, Fahrgemeinschaften bilden und Kontakte knüpfen – facebook steht für unbegrenzte Möglichkeiten rund um die Welt.
Fake-Account
Als Fake-Account bezeichnet man die Profile, Nicknames und Identitäten im Internet, hinter denen keine reale Person steht, bzw. der Name des Accounts nicht der der Person ist, die ihn erstellt hat. So gibt es zum Beispiel bei facebook eine Reihe von Usern mehrere Accounts. Außerdem gibt es Profile, die sich als jemand ausgeben, der sie nicht sind. Der Begriff fiel in letzter Zeit oft im Zusammenhang mit SchülerVZ.
Icq – www.icq.com
Ein typischer Instant Messenger, abgeleitet vom Englischen „I seek you“ – „Ich suche dich“. Der User lädt sich ein Programm auf den Computer, erstellt sich im Internet einen Account und erhält eine persönliche, 6- bis 9-stellige Nummer, unter der er von anderen Usern gefunden werden kann. Hat man sich mithilfe der Nummern eine persönliche Kontaktliste erstellt, kann man mit den eigenen Kontakten Kurznachrichten austauschen. Gegründet wurde icq 1996 und hat heute über 470 Millionen aktive Nutzer.
Instant Messenger
Instant Messenger sind Programme, die man sich auf den Computer lädt und dann mit anderen Usern, meist zusammengefasst in einer Kontaktliste, Kurznachrichten austauschen kann. Das Prinzip ist ähnlich wie das des Telefonierens, der Unterschied ist, dass die Beiträge getippt werden müssen. Den Austausch von Kurzmitteilungen nennt man chatten. Typische Instant Messenger sind icq und MSN.
Knuddels – www.knuddels.de
Eine Internetplattform, auf die User sich ein Profil inklusive Nickname erstellen, und mit über 5 Millionen Nutzern chatten können. Knuddels wurde 1999 gegründet und sieht sich selbst als Flirtcommunity für Kinder und Jugendliche. Kritiker beklagen sich wiederholt über die Gefahren für Kinder, die noch nicht mit dem Internet, insbesondere mit Chatrooms wie Knuddels umgehen können.
meinVZ – www.meinVZ.net
Nachfolger von SchülerVZ und StudiVZ. MeinVZ soll nun auch alle Nicht-Schüler und –Studenten mit ins „VZ-Boot“ holen und den Erfolg der VZnet Netzwerke Ltd. ausweiten. Es wurde 2008 gegründet und verzeichnet heute mehr als 3,8 Millionen Nutzer. Dank einer engen Vernetzung können User auch mit denen des StudiVZ‘ Kontakte knüpfen. Allgemein sind die Funktionen denen des SchülerVZ‘ sehr ähnlich.
Windows Live Messenger / MSN – www.msn.com
Ein typische Instant Messenger. MSN ist ein Programm, das sich der User auf den Computer lädt. Er erstellt sich mittels seiner E-Mail-Adresse einen Account und kann dann andere User seiner Kontaktliste hinzufügen. Der Messenger ist an eine Seite gebunden, die zu den ersten webbasierten E-Mail-Sites gehört, die E-Mail-Adressen mit dem Ende „…@hotmail.de“ sind keine Seltenheit mehr.
Myspace – www.myspace.com
Eine weltweite Internet-Plattform für jeden, oft genutzt für Werbezwecke, vom Englischen „My space“ – „Mein Platz“. Bands, Unternehmen und Künstler nutzen Myspace um bekannt zu werden. Fotos, Videos, Lieder hochladen, „Freundschaften“ schließen und Nachrichten austauschen sind die wichtigsten Funktionen. Die Community wurde 2003 gegründet und umfasst heute über 260 Millionen (!) Mitglieder.
nickname
Ein Nickname (Englisch: „Spitzname“) ist der Name, den ein User sich auf einer Seite gibt. Über Nicknames wird Anonymität gewahrt. SchülerVZ zum Beispiel verzichtet darauf und ist deshalb persönlicher, aber auch gefährlicher.
Profil
Das Profil bezeichnet die Identität eines Users. Auf der sog. Profil-Seite kann man persönliche Daten angeben, ein Profil-Foto, ein Anzeigebild also, hochladen und meist auch von anderen Usern kommentiert werden.
schülerVZ – www.schuelerVZ.net
Das SchülerVZ, von Schüler-Verzeichnis, ist eine deutschlandweite, kostenlose Internet-Plattform für SchülerInnen ab 12 Jahren. Die User können sich ein Profil erstellen, ein Anzeigebild hochladen, Schule, Klasse, Geburtsdatum, Hobbies, Beziehungsstatus, Nebenjobs und Vorlieben angeben, Fotos hochladen, Nachrichten verschicken, chatten und sog. „Freundschaftseinladungen“ an andere senden. Anfang 2007 gegründet umfasst es schon über 5 Millionen Nutzer, ist es seit 2008 die meistgeklickte Seite Deutschlands und erfreut sich größter Beliebtheit. Um sich anmelden zu können, braucht man die Einladung eines bereits aktiven Users, einen Link, den man per E-Mail zugeschickt bekommt. Wie man am enormen Erfolg des SVZ` sehen kann, funktionierte dieses Schneeball-Prinzip bestens. Damit sollte sichergestellt werden, dass nur Schüler Zugang haben. Es hinderte allerdings weder besorgte Eltern, noch Lehrer daran, sich selbst ein Bild zu machen.
Die beliebtesten Funktionen sind das Gründen von sog. Gruppen, in denen sich 1-1000000 Leute zu bestimmten Themen äußern können, das Verlinken von Usern auf Fotos und anderen auf die sog. „Pinnwand“ schreiben, also das Profil desjenigen zu kommentieren.
Die von Selbstdarstellung geprägte Seite ermöglicht es den Usern, soviel wie möglich über andere zu erfahren. Zwar lässt sich die eigene Seite so schützen, dass fremde User sie nicht sehen können – „Freunde“ aber haben Zugang. Und der Begriff „Freunde“ kann sowohl die tatsächlich engsten Freude, als auch entfernte Bekannte und reine Internet-Bekanntschaften meinen.
Als Statussymbole gelten möglichst viele „Freunde“, Verlinkungen auf Fotos, Pinnwandeinträge, Kommentare zu den selbst hochgeladenen Fotos und eine möglichst hohe Besucherzahl auf dem eigenen Profil.
Das SchülerVZ ist eine Tochter des StudiVZ, sowie Vorgänger von MeinVZ.
Skype – www.skype.com
Skype ist ein Programm, das der User sich auf seinen Computer lädt und es dann sowohl als Instant Messenger, als auch als Telefon benutzen kann. Hat man einmal ein Profil erstellt, kann man mit Leuten in der eigenen Kontaktliste chatten, sowie von Skype zu Skype kostenlos telefonieren („skypen“). Um ins Fest- oder Mobilfunk-Netz zu telefonieren, muss man allerdings ein Konto anlegen und es mit Guthaben aufladen. Gegründet wurde Skype 2003, heute verzeichnet es rund 220 Millionen Nutzer.
studiVZ – www.studiVZ.net
StudiVZ ist die erste Plattform der VZ-Gruppe (SchülerVZ, MeinVZ). Gegründet 2004 verfügt es heute über 5,5 Millionen aktiver Nutzer. Die Funktionen sind gleich denen des SchülerVZ‘, der Unterschied: Es handelt sich bei den Usern um Studenten. Insgesamt sind über 15 Millionen Deutsche Mitglied in einer der drei VZ-Plattformen.
twitter – www.twitter.com
Twitter, vom Englischen „to tweet“ – „zwitschern“, ist eine weltweite Seite, in der die User mit 140 Zeichen lediglich die Frage „What are you doing?“ – „Was machst du gerade?“ beantworten sollen. Hat man einmal ein Profil erstellt, lässt sich diese Frage per SMS, Sofort-Nachricht oder im Internet beantworten. Die zweite Hauptfunktion Twitters ist, anderen Usern zu folgen („follow“), und damit immer darüber informiert zu sein, was andere gerade tun. Das ist vor allem beliebt, weil auch viele Stars und Prominente twittern. Gegründet wurde das Erfolgskonzept 2006, 2009 verzeichnet es über 6 Millionen aktive Nutzer. Vor allem in Bereichen wie Wahlkampf und Nachrichtenservice, aber auch zum Thema Privatsphäre sorgte es für reichlich Diskussionsstoff. In Deutschland ist es zwar bekannt, die Hauptnutzung findet allerdings ins den USA statt.
User
User, vom Englischen „to use“ – „benutzen“, ist der zusammenfassende Begriff für alle Nutzer des Internets, einzelner Seiten oder Programme.
wer-kennt-wen? – www.wer-kennt-wen.de
Ein weiteres „Social-Network“, soziales Netzwerk für User deutschlandweit. 2006 gegründet, heute über 6,5 Mio. Mitglieder stark. Eine Einladung eines bereits aktiven Nutzers ist nicht erforderlich zur Registrierung. Man kann sich ein Profil erstellen, Fotos hochladen, „Freundschaften“ schließen, und in Kontakt bleiben. Unter Schülern ist „wkw“ regional zwar beliebt, am EMA jedoch eher unbekannt.
Youtube – www.Youtube.com
Ein hocherfolgreiches – aber auch umstrittenes – weltweites Videoportal mit über 100 Millionen Nutzern weltweit, obwohl erst 2005 gegründet. Jedermann kann sich ohne ein Profil zu erstellen Milliarden von maximal 10-minütigen Videos anschauen, mit eigenem Profil selbst welche hochladen und Nachrichten an andere User verschicken. Diskussionen entstanden rund um anstößige, gewaltverherrlichende und extremistische Videos. 2006 verkündete Google die Übernahme.
Hoffentlich hat euch dieses kleine Register ein wenig helfen können!
Die EMA-Redaktion









Twittern? SchülerVz? Facebook? Was ist was? Kurze Erklärungen,
finde ich gut da ich manche Begriffe noch nicht kannte und ales sehr anschaulich beschrieben wird.