Zweiohrküken Filmkritik

Geschrieben von Tim Dez 14th, 2009 und gespeichert unter Allgemeines, Frisch getippte Highlights. Erhalten Sie alle Kommentare über RSS 2.0. Hinterlassen Sie zu diesem Eintrag eine Nachricht

Zweiohrküken – Til Schweigers neuester Kinofilm – ist genauso wie sein Vorgänger. Das heißt er ist witzig, voll besetzt mit guten Schauspielern mit einer netten Geschichte. zweiohrküken

Das heißt aber auch, er ist teilweise recht albern, mit einer vorhersehbaren Story und ziemlich schmalzig. Trotzdem lohnt sich der Besuch, einfach weil man gute Unterhaltung geboten bekommt.

Die Story

Die Story ist recht schnell erzählt: Anna (Nora Tschirner) und Ludo (Till Schweiger) führen eine glückliche Beziehung  und müssen die täglichen Probleme des Miteinanders Ertragen. Welche Schuhe zieht sie an? Wieso bringt er die Flaschen nicht weg und lässt seine schmutzige Wäsche in der Wohnung liegen? Das wird noch verstärkt durch gegenseitiges Misstrauen durch alte bekanntschaften beiderseits. Am ende kommt es sogar zu einer kurzzeitigen Trennung, nach dem beide ihren Partner mit einer/einem Ex betrogen haben.

Am Ende gibt es jedoch (wie auch sonst?) ein Happy End auf einer Insel in der Nordsee.

An Klischees wird hier also sicher nicht gespart und in der Hinsicht wärmt der Film nur Altbewährtes neu auf. Aber das kennt man ja schon vom Vorgänger…

Die Schauspieler

Neben den Hauptrollen, die ja beide sehr hochkarätig besetzt sind, haben viele Gaststars ihr Auftritte. Der schon aus „Keinohrhasen“ bekannte Mathias Schweighöfer als Frauenversager Moritz, Uwe Ochsenknecht als Flirtpapst oder Heiner Lauterbach als lüsterner alter Mann, der mit dem als Frau verkleidetem Til Schweiger eine Nacht verbringt. Diese Szene ist auch ein gelungenes Beispiel für das ungefähre Niveau der Witze, von denen es im Film ziemlich viele gibt. Des Weiteren haben wieder Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld als (fiktives?) Traumpaar ihren auftritt.

Fazit

Wer über die oft etwas niveaulosen Witze lachen kann und darüber hinwegsieht, das die Story nicht besonders spannend ist und vor Klischees nur so strotzt dem wird über 2 Stunden gute Unterhaltung mit besseren Schauspielern geboten. Kurz gesagt: „Zweiohrküken“ ist ein netter Film für die ganze Familie ohne allzu hohen Anspruch. Nichtsdestotrotz lohnt sich der Besuch, vor allem wenn man schon den Vorgänger mochte.

Für alle Fans gibt es eine gute Nachricht: Schweiger plant einen dritten Teil, in dem es dann vorwiegend um Kinder gehen soll.

Tim Hemmrich

2 Antworten zu “Zweiohrküken Filmkritik”

  1. Bea sagt:

    Mensch, da warsta ja richtig begeistert, Tim! :D

  2. Karin sagt:

    Ich finde, dass du noch fast zu nett warst. Bei dem Film hat mir noch einiges nicht gefallen, angefangen bei der Musik, die wohl eher nur nach Chartsplatzierung eingesetzt wurden, über unwichtige Nebenstorys, bis hin zu der Lösung eines Beziehungsproblems, die es höchstens in den Köpfen von irgendwelchen harmonieverrückten Menschen (manche mögen behaupten, das ist ein Synonym für Frauen) gibt … ach ich könnte mich stundenlang noch darüber auslassen ;)
    Aber ich finde deinen Artikel gut, auch wenn ich den Film auf keinen Fall als “netter Film für die ganze Familie” beschreiben würde. Mit den ganzen Anspielungen a la Eiffelturm, Delfin, Buschland o.ä. möchte ich mir gerne die Mutter vorstellen, die ihrem Kind die genaue Bedeutung erklärt.

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