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	<title>Die E.M.A. &#187; Geistreich</title>
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	<description>Das EMA-Magazin</description>
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		<title>Leitartikel: Facebook und was es mit unserem Leben anstellt&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 20:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Maggie M. hat ihren Beziehungs-Status auf „Single“ geändert. Irgendwann hat es sogar der eigene Sohn entdeckt und prompt geschrieben: „Du und Papa habt euch scheiden lassen?“

Ob diese Anekdote nun stimmt oder nicht, für viele von uns hat sich die Welt durch Facebook verändert. Das soziale Netzwerk, das 2004 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Maggie M. hat ihren Beziehungs-Status auf „Single“ geändert. Irgendwann hat es sogar der eigene Sohn entdeckt und prompt geschrieben: „Du und Papa habt euch scheiden lassen?“</p>
<p><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/01/Facebook.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5903" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/01/Facebook-292x300.jpg" alt="" width="292" height="300" /></a></p>
<p>Ob diese Anekdote nun stimmt oder nicht, für viele von uns hat sich die Welt durch Facebook verändert. Das soziale Netzwerk, das 2004 von dem damaligen Informatik-Studenten Mark Zuckerberg zunächst nur zu dem Zweck gegründet wurde, männliche Nutzer des Harvard-internen Netzwerkes darüber abstimmen zu lassen, welche die schönere von zwei Frauen sei, erfreut sich längst in aller Welt großer Beliebtheit. Über 300 Millionen Menschen weltweit nutzen Facebook regelmäßig, auch in Deutschland ist es mittlerweile üblich, einen gewissen Teil seines sozialen Lebens in den blauen Cyberspace von Facebook zu verlagern.</p>
<p>Auch das EMA-Magazin und viele seiner Redaktionsmitglieder sind aktiv bei Facebook dabei. Beschweren sich immer mehr ältere Menschen darüber, dass sich die „Jugend von heute“ doch gar nicht mehr auf den Straßen blicken ließe, weil alle nur noch zuhause vor den Rechnern hocken, lässt es sich doch nicht ganz abstreiten, dass für viele von uns das romantische Ideal einer unbeschwerten Jugend in Wald und Wiese, das unseren Eltern und Großeltern vorschwebt, einfach keine Rolle mehr spielt. Aber natürlich finden auch weiterhin Treffen „von Auge zu Auge“ und nicht „von Rechner zu Rechner“ statt. Dass heute nur noch gechattet und nicht mehr gesprochen wird, gehört ins Reich der Sagen und Mythen und hat nichts mit der Realität zu tun.</p>
<p>Dennoch ist es eine wichtige Frage, was Facebook mit uns Menschen anstellt. Immerhin ist es mehr als nur ein recht zeitaufwendiges Hobby. Durch Facebook ist jeder angemeldete User in gewisser Weise zu einem kleinen Museum geworden, das Profil eine einzige große Selbstinszenierung, jedes neu hochgeladene Bild, jeder aktualisierte Status ein neues Ausstellungsstück. Wir Facebook-Nutzer geben, wie eigentlich oft im Internet, vieles über uns Preis, was normalerweise höchstens nur Bekannte, in aller Regel jedoch Freunde, über uns wissen. Ist es für die Nutzer des sozialen Netzwerks vielleicht schon zu einer Art Zwang geworden, jede Neuigkeit über sich selbst kundzutun und um jeden Preis als erster zu erfahren, was sich Neues bei Freunden tut? Muss man sich ernsthafte Gedanken machen, wenn man sich jeden Tag mehrmals ein- und wieder ausloggt? Wird der Facebook-Zwang vielleicht doch schneller, als wir glauben, zu einer Art Sucht oder Abhängigkeit? Man könnte meinen, es wäre nicht normal, sich bereits vor der Schule, morgens um 07:30, via Handy-Web (ja – fortgeschrittene Handys werden sehr oft zum Befriedigen der Facebook-Sucht genutzt)  einzuloggen und sein eher schlechtes Befinden aufgrund zu wenigen Schlafes und mangelnder Lust auf die bevorstehenden Schulstunden, als seinen Status zu posten. Auch fällt es schwer, sich vorzustellen, dass es wirklich Menschen in unserem Umfeld (immer fast ausschließlich Facebook-Nutzer) gibt, die es interessiert, wenn wir morgens einen dreißig Minuten längeren Schulweg, aufgrund eines Staus, haben. Trotzdem wundert es Niemanden, dass mittags, wenn man sich gleich nach dem Essen wieder einloggt, drei Facebook-Freunde „gefällt mir“ geklickt haben und sich zwei Andere schon  eine sehr interessante und fast schon hitzige Diskussion über ihre persönlichen Schulwege, die öffentlichen und sehr beliebten Bonner Verkehrsmittel und deren Verspätungen liefern, während ausländische Freunde als Kommentar schreiben, dass wir doch bitte ab demnächst nur noch auf ihrer Sprache Statusnachrichten veröffentlichen, da der Google-Übersetzer zu schlecht ist, sie aber trotzdem gerne wissen würden, was bei uns so „geht“.</p>
<p>Durch die veränderten technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts haben sich zweifellos die Grenzen dessen verschoben, was möglich ist und was nötig, und der Prozess ist noch längst nicht abgeschlossen.</p>
<p>Aber wie bei allen guten Dingen gilt auch für Facebook: es kommt immer darauf an, wie man etwas benutzt. Jeder, der einmal im Ausland war, weiß, wie schwierig es ist, mit allen Menschen in der Ferne in Kontakt zu bleiben – dank Facebook jedoch ist es fast ein Kinderspiel.</p>
<p>Was also ist die Wahrheit über das soziale Netzwerk? Ist es eher eine praktische Methode zum Austausch unter Freunden oder eine Versuchung, die schnell zur Abhängigkeit werden kann?</p>
<p>Das EMA-Magazin wünscht allen Lesern ein frohes neues Jahr und viel Spaß bei der neuen Ausgabe.</p>
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		<title>Generationskonflikt &#8211; Streit um Sitzplätze?</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2010/11/24/generationskonflikt-streit-um-sitzplatze/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 15:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Geistreich]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wie jeden Morgen: Ich steige in den Bus ein- er ist fast leer. Ich setze mich nicht, da ich ja in der Schule den ganzen Tag sitze. Langsam steigen immer mehr noch müde Menschen ein. Der Bus hält-  Personen steigen aus&#8230; andere steigen ein.
Nach und nach füllt sich der Bus und es gibt immer weniger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/11/linienbus_01_xl.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-5706" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/11/linienbus_01_xl-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Wie jeden Morgen: Ich steige in den Bus ein- er ist fast leer. Ich setze mich nicht, da ich ja in der Schule den ganzen Tag sitze. Langsam steigen immer mehr noch müde Menschen ein. Der Bus hält-  Personen steigen aus&#8230; andere steigen ein.</p>
<p>Nach und nach füllt sich der Bus und es gibt immer weniger Platz. Der Bus hält an- zwei Kinder und ein Mann steigen aus. Plötzlich steigt ein älterer Herr ein. Da kein Platz frei ist und niemand für ihn aufsteht hält er sich, so gut wie möglich es bei dem Gedränge geht, an einer der Stangen fest. Der Bus fährt (endlich) schneller, plötzlich kann der Mann sein Gleichgewicht nicht mehr halten und fällt fast um. Ich erwarte, dass spätestens jetzt jemand, der sitzt, aufsteht und dem altem Mann seinen Sitzplatz anbietet, doch niemand tut des Gleichen. Als ich aussteige hat der arme Mann immer noch keinen Sitzplatz ergattert.</p>
<p>Es gibt viele solcher Beispiele, in denen die ältere Generation rücksichtslos behandelt wird.</p>
<p>Wird auch mit der jüngeren Generation grob umgegangen?</p>
<p>Ein anderer Tag.</p>
<p>Nachmittags. Entkräftete EMAner steigen in den kleinen Bus ein. Es gibt nur noch wenige Sitzplätze- alle die sich setzen können haben Glück.  Nach ein paar Haltestellen betritt eine alte, aber noch rüstige Frau den Bus. Obwohl sie genug Kraft gehabt hätte sich an einer Stange festzuhalten, verlangt sie barsch von einem jungen Schüler er solle für sie Platz machen. Der kaputte Junge ist irritiert, verärgert, wehrt sich kurz, hat dann aber  keine Kraft mehr sich ihr zu widersetzen und macht der Frau Platz. Noch minutenlang danach meckerte die Frau weiter über die Frechheit und Respektlosigkeit der Jugend, die keinen Sitz frei macht, obwohl sie jung ist und stehen könnte.</p>
<p>Ich lasse das Verhalten der beiden Gruppen unkommentiert.</p>
<p>Sahra Qureischi</p>
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		<title>Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben &#8211; eine Filmkritik zum Zeitgeist-Biopic &#8220;The Social Network&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 19:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Milliardär im Alter von 26 Jahren? Wovon viele Jugendliche landauf, landab Träumen, ist für Mark Zuckerberg, den Gründer des allseits bekannten Internetportals Facebook, schon längst Realität. Ein schmächtiger junger Mann mit Lockenkopf und durchgeistigten Gesichtszügen gehört in einem Alter, in dem die meisten seiner Altersgenossen jede Münze zweimal umdrehen, bereits zu den reichsten Männern der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Milliardär im Alter von 26 Jahren? Wovon viele Jugendliche landauf, landab Träumen, ist für Mark Zuckerberg, den Gründer des allseits bekannten Internetportals <em>Facebook</em>, schon längst Realität. Ein schmächtiger junger Mann mit Lockenkopf und durchgeistigten Gesichtszügen gehört in einem Alter, in dem die meisten seiner Altersgenossen jede Münze zweimal umdrehen, bereits zu den reichsten Männern der Welt. Wie es dazu kommen konnte, behandelt Regisseur David Fincher in seinem neuesten Zeitgeist-Biopic „The Social Network“. Fincher, der sich hauptsächlich mit seinen spannungsgeladenen Thrillern und der skurrilen Geschichte um den rückwärts alternden Brad Pitt einen Namen gemacht hatte, spielt dabei mit verschiedenen Perspektiven des filmischen Erzählens. Er versucht, sich dem Phänomen Zuckerberg zu nähern, aber schnell wird klar, dass Zuckerberg ganz einfach eine unnahbare Persönlichkeit zu sein scheint.</p>
<p><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/11/Du-kannst-keine-500-Millionen-Freunde-haben-ohne-dir-ein-paar-Feinde-zu-machen....jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5662" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/11/Du-kannst-keine-500-Millionen-Freunde-haben-ohne-dir-ein-paar-Feinde-zu-machen...-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></a></p>
<p>Zuckerbergs Biographie liest sich dabei recht schlicht. Einem wohlhabenden jüdischen Elternhaus entstammend, studierte er bis 2006 Informatik an der renommierten Harvard University. 2004 gründete er das Unternehmen <em>Facebook</em>, zunächst nur für Harvard-internen Gebrauch gedacht, was sich jedoch rasch ändern sollte. Inzwischen ist Facebook für jedermann zugänglich, der über einen eigenen Internet-Anschluss verfügt, und dabei ist es egal, ob derjenige in Bonn, New York oder Singapur sitzt. In vielen Kreisen ist es fast schon unsittlich, nicht bei Facebook angemeldet zu sein. Für viele ist Facebook mittlerweile, im Jahr 2010, ein elementarer Bestandteil ihres Lebens. Es gibt mehr als nur eine Realität. Es kommt vor, dass Mütter ihre Kinder über Facebook fragen, was sie zu Mittag essen wollen, selbst wenn diese nur zwei Türen entfernt in ihrem Zimmer sitzen. Was noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre, erscheint in der heutigen Gesellschaft selbstverständlich. In einem Interview zu Anfang des Jahres 2010 erklärte der junge Mark Zuckerberg einem Journalisten, dass er den Begriff der Privatsphäre „nicht mehr zeitgemäß“ finde, da die Menschen ohnehin viel mehr von sich selbst im Internet preisgäben. Daran, dass dies so ist, hat Zuckerberg jedoch selbst erheblichen Anteil. Die Frage lautet nur: weiß der Zuschauer nach „The Social Network“ wirklich mehr über das Phänomen Facebook und damit verbunden auch über die Zeit, in der wir leben?</p>
<p>Im Film wird Mark Zuckerberg von Jesse Eisenberg verkörpert, nicht nur optisch eine hervorragende Wahl. Denn Eisenberg gelingt es, Zuckerberg authentisch darzustellen und gleichzeitig dermaßen unberechenbar zu sein, dass man sich von Szene zu Szene neu überlegt, was man denn von diesem Kerl halten soll. In der Einstiegsszene sehen wir ihn mit seiner Ex-Freundin, die ihm vorhält, ein egomanischer „Nerd“ zu sein – eine Einschätzung, die durch sein selbstgefälliges Auftreten unterstützt wird. Doch schon in der nächsten Szene wandelt sich das Bild von neuem. Diese gewollte Unnahbarkeit soll nach Regisseur Fincher natürlich abermals einen Verweis auf die heutige Gesellschaft darstellen und ihre Wechselhaftigkeit illustrieren. Es kommt somit immer auf die Perspektive an, aus der man eine Person betrachtet.</p>
<p>Und nun zum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2003. Um seinem Ärger über die Trennung von seiner Freundin Ausdruck zu verleihen, programmiert der genialische Harvard-Student Mark Zuckerberg ein uni-internes Internet-Portal, auf dem die männlichen Kommilitonen zwischen zwei ihrer weiblichen Mitschüler wählen können, welche von ihnen besser aussieht als die andere. Binnen weniger Stunde ist die Website dermaßen überlaufen, dass der Server abstürzt. Trotz einer Abmahnung vonseiten der Universität und reichlich Verachtung aus weiblicher Sicht fühlt sich Zuckerberg wie beflügelt und gründet gemeinsam mit seinem Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield) das „soziale Netzwerk“ <em>TheFacebook</em>. Doch dem Projekt gilt es erst mal, die Kinderkrankheiten auszutreiben, denn Konkurrenten scharren schon mit den Füßen und auch Eduardo, der als Marketingmanager tätig ist, wird bald zum unangenehmen Partner für Zuckerberg. Als er den verführerischen Branchenriesen Sean Parker (Justin Timberlake) trifft, ergreift er kurzerhand die nötigen Schritte, um sein Unternehmen an den Thron zu bringen – auch, wenn er dafür über Leichen gehen muss.</p>
<p>Man muss zugeben – die erste halbe Stunde kann auf den unvorbereiteten Zuschauer durchaus irritierend wirken. Bei dem Gebrabbel der Informatikstudenten über komplizierte Formeln oder der Zugehörigkeit zu ominösen Studentenverbindungen kommt man für gewöhnlich schon mal ins Schwitzen. Das ist ein Kompromiss, den Fincher eingehen musste, um Authentizität für sein Werk zu gewährleisten. Er zeigt das Leben in Harvard so, wie es ist, und umgeht keine unangenehmen Wahrheiten – so zum Beispiel auch, dass Facebook seinen Ursprung als eine Art Macho-Racheakt hatte und jegliche Weiterführung nur aus kommerziellen Gründen geschah. Aber naturgemäß nimmt er sich bei der Gestaltung seiner Biographie auch künstlerischen Freiraum. Im Film lebt Zuckerberg dekadent und geradezu unverschämt wohlhabend – in Wirklichkeit wohnt der Multi-Milliardär zurückgezogen in einem Reihenhaus in Palo Alto, kommt ohne überflüssiges Mobiliar und ganz ohne  Fernseher aus und sagt über sich selbst, dass er höchstens einen Bruchteil seines Geldes verbrauche. „The Social Network“ drückt sich um eine wirkliche Einschätzung des jungen Self-Made-Geschäftsmannes. Einzig kurz vor Ende des Films lässt Fincher eine junge Anwältin sagen: „Sie sind kein Arschloch. Sie geben sich nur größte Mühe, eines zu sein.“</p>
<p><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/11/Mark-Zuckerberg-Karikatur.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5663" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/11/Mark-Zuckerberg-Karikatur-241x300.jpg" alt="" width="241" height="300" /></a></p>
<p>Aber auch, wenn sich „The Social Network“ bemüht, sich auf den Menschen Zuckerberg zu konzentrieren und seine Biographie halbwegs authentisch darzustellen, bezieht der Film hieraus nicht seine Qualität. In Wahrheit geht es darum, herauszufinden, wieso es Typen wie Zuckerberg sind, picklige Genies mit null Grad sozialer Kompetenz, die unser soziales Leben im Jahr 2010 in einem solch hohen Maße bestimmen. Wären Jung-Unternehmer wie Zuckerberg auch schon vor dreißig oder vierzig Jahren so erfolgreich gewesen? Wie ist es möglich, dass die IT-Branche bereits den finanziell lukrativsten Sektor auf dem amerikanischen Markt darstellt? Jeder vierte der fünfzig reichsten Amerikaner ist durch Computer zum Milliardär geworden, allen voran natürlich Bill Gates. Mit seinen 26 Jahren ist Zuckerberg natürlich das Nesthäkchen unter den Geldriesen, und er ist der Erste, der seinen Reichtum nicht mit revolutionärer Software, sondern durch ein revolutionäres soziales Netzwerk erworben hat. Facebook hat das Miteinander der jungen Generation auf alle Zeit verändert – was als Studentenstreich begann, ist für etliche Menschen zur täglichen Gewohnheit geworden. Ob man aber wirklich  „zwei Leben“ führt, eines im Netz und eines in der Realität, kann jeder für sich selbst entscheiden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Fazit:</span> „The Social Network“ fordert seinem Zuschauer etwas ab: Interesse für die Zeit, in der er lebt. Wir sind nicht alle kleine Zuckerbergs, aber dennoch ist Zuckerberg längst Teil unseres Lebens geworden. Inhaltlich wie handwerklich bleibt Fincher seiner Linie treu und entwirft das Porträt eines Menschen, der sich kaum porträtieren lässt. Da der Film dennoch bestens unterhält und zum Nachdenken anregt, kann man Finchers Vorgabe also als erfüllt betrachten. Trotzdem ist es absolute Geschmackssache, ob einem der Film gefällt oder nicht. Er ist relativ hektisch geschnitten, in vielen Vor- und Rückblenden verschachtelt erzählt und muss ohne emotionale Bindungsfigur auskommen. Wem dies zu viel wird, sollte sich an der Kinokasse für einen anderen Film entscheiden. Wer sich aber auf eine kleine Reise ins Herz der Gesellschaft einlassen will, dem sei der Kinobesuch wärmstens ans Herz gelegt.</p>
<p>Mirko Lehmann, Stufe 12</p>
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		<title>Interview mit Ahmed Maghrebi</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/12/14/interview-mit-ahmed-maghrebi/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 17:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistreich]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich: Guten Tag Herr Maghrebi! Ich bin Victoria, und würde sie gerne interviewen, wäre das vielleicht möglich?
Maghrebi: Aber natürlich! Du kannst mich auch duzen und Ahmed nennen, wenn du magst.
Ich: Das ist nett von Ihnen&#8230; ähh ich meine von dir. Was bedeutet es eigentlich für dich ein Muslim zu sein?
Ahmed: Natürlich bin ich stolz auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-3797" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/12/14/interview-mit-ahmed-maghrebi/flagge-tunesien/"><img class="alignleft size-medium wp-image-3797" title="Flagge Tunesien." src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/Flagge-Tunesien.-300x199.jpg" alt="Flagge Tunesien." width="300" height="199" /></a></p>
<p><strong>Ich</strong>: Guten Tag Herr Maghrebi! Ich bin Victoria, und würde sie gerne interviewen, wäre das vielleicht möglich?</p>
<p><strong>Maghrebi</strong>: Aber natürlich! Du kannst mich auch duzen und Ahmed nennen, wenn du magst.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Das ist nett von Ihnen&#8230; ähh ich meine von dir. Was bedeutet es eigentlich für dich ein Muslim zu sein?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Natürlich bin ich stolz auf meinen Glauben, er ist mein Leben, ohne ihn hatte ich keine Richtlinien.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Ist es nicht manchmal schwer nach den ganzen Regeln zu richten, denn so weit ich weis darf man als Muslim kein Schweinefleisch essen, oder?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Nein, ob du es glaubst oder nicht schwer ist es für mich nicht auf Schweinefleisch zu verzichten, weil ich noch nie in meinem Leben welches gegessen habe.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Du lebst als Muslim in Deutschland. Hast du das Gefühl nicht richtig angenommen zu sein oder sagst du, „Ja, ich fühl mich ‚deutsch’“.</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Ich hab&#8221; manchmal das Gefühl, dass in deinem Land immer weniger Platz für Menschen wie mich ist.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Was soll ich jetzt darunter verstehen?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Nicht alle Menschen denken so wie du, zwar tun das viele, aber es gibt auch Leute, die etwas gegen Muslime haben und davon gibt es immer mehr.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Ach so &#8230;</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Wenn du noch Fragen hast kannst du mir sie mir noch stellen, du brauchst nicht so schüchtern sein.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Na gut&#8230;Was hat dich denn am meisten verärgert?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Am schlimmsten war es für mich, wenn sich andere Leute über mich lustig gemacht haben, weil ich kein Bier mittrinken wollte oder in der Kantine immer darauf geachtet habe, dass ich kein Schweinefleisch gegessen habe.</p>
<p>Ich habe mich von diesen dummen Sticheleien nicht beeinflussen lassen, doch es war immer ein Stich ins Herz.</p>
<p>Jetzt habe ich es endgültig satt und schon in einem Monat fliege ich in meine Heimat nach Tunesien zurück.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Wenn man das Wort Islam hört denken die meisten Leute nur an Vielweiberei und vor allem an Frauen Unterdrückung! Was meinst du dazu?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Weißt du, die meisten, die so etwas sagen oder denken kennen den Islam nur aus der Presse z. B. wenn ein muslimisches Mädchen weg lauft, weil es kein Kopftuch tragen und der Vater sie dazu zwinge will.</p>
<p>Diese Fälle sind Ausnahmen und das ist dann Familien bezogen. Meine Frau beispielsweise trägt ihr Kopftuch freiwillig und ist stolz darauf</p>
<p>Ein anderes Beispiel dazu wäre das Beten, immer werden wir Muslime bei der Sadscha fotografiert, wenn wir mit der Stirn den Boden berühren, am liebsten von hinten: Lange Reihen von Hintern: Erniedrigend!!!&#8217;</p>
<p>Wusstest du, dass die Sadscha nur eine von fünf Haltungen ist und noch dazu die kürzeste?</p>
<p><strong>Ich</strong>: Nein das wusste ich in der tat nicht ich habe immer gedacht das wäre eure Gebetshaltung.</p>
<p>Aber apropos Presse die Presse stellt den Islam oft als Religion des Schwertes dar.</p>
<p>Was hältst du davon?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Natürlich halte ich sehr wenig davon, denn der Islam ist keine Religion des Schwertes! Zwar sind Muslime auch in Kriege verwickelt, aber sind Christen das nicht auch?</p>
<p>Selbst in Religionskriegen geht es doch eigentlich nur am Rande um den richtigen Glauben, Oder? Die Religionen werden doch immer wieder für politische Zwecke missbraucht.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Noch eine letzte Frage: Wie interpretieren die Muslimen eigentlich die Lehre des Islams?</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: [)er Islam wird von Außen als sehr streng betrachtet, dabei ist es so, dass jeder Muslime seinen eigenen Islam hat das bedeutet, dass jeder Muslim den Islam anders interpretiert. Der Islam hat eine so große Blütenvielfalt wie es sie im tropischen Regenwald gibt. Jeder Muslim versteht den Islam anders, aber jeder gibt sich Gott hin, nur auf seine Art und Weise.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Danke Ahmed für das Interview. Es hat mir einen kleinen Einblick gegeben und großen Spaß gemacht.</p>
<p>Tschüss!</p>
<p><strong>Ahmed</strong>: Auf Wiedersehen Victoria.</p>
<p>Olivia Hangula 7A</p>
<p>(Fiktives Interview zu Friedemann Büttner, Auf einem Flug nach Tunesien. In: Islam Verstehen, 2005)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jesus &#8211; wer war Jesus? Und wen interessiert&#8217;s&#8230;</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/11/06/jesus-wer-ist-jesus-und-wen-interessierts/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 05:32:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
				<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
		<category><![CDATA[Geistreich]]></category>
		<category><![CDATA[Christus]]></category>
		<category><![CDATA[GLaube]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ist Jesus?
Mein erster Gedanke als ich diese Frage hörte war: „Keine Ahnung, woher soll ich das wissen?“ Ich muss zugeben, ich habe mir diese Frage eigentlich noch nie wirklich gestellt. Jesus war einfach Jesus. Punkt. Keine große Diskussionen, aber jetzt muss ich mich mit dieser Frage auseinander setzen und bin auf der Suche nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-3256" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/11/06/jesus-wer-ist-jesus-und-wen-interessierts/jesus-christus/"><img class="alignleft size-full wp-image-3256" title="jesus-christus" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/11/jesus-christus.jpg" alt="jesus-christus" width="250" height="355" /></a>Wer ist Jesus?</span></p>
<p>Mein erster Gedanke als ich diese Frage hörte war: „Keine Ahnung, woher soll ich das wissen?“ Ich muss zugeben, ich habe mir diese Frage eigentlich noch nie wirklich gestellt. Jesus war einfach Jesus. Punkt. Keine große Diskussionen, aber jetzt muss ich mich mit dieser Frage auseinander setzen und bin auf der Suche nach einer befriedigenden Antwort. Werde ich die denn je finden? Im Augenblick scheint es mir sehr unwahrscheinlich, denn wen kann man fragen? Jesus ist schon lange tot und die einzige Quelle, die mir Informationen über sein Leben gibt, ist die Bibel. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass er gelebt hat, aber ob er wirklich diese „Wunder“ vollbracht hat, weiß keiner.</p>
<p>Jetzt, wo ich mich mit dieser Frage auseinander setze, weiß ich eigentlich noch weniger als vorher. Ich fühle mich irgendwo am Anfang und habe nicht das Gefühl, dass ich jemals das Ende erreichen werde, denn es gibt keine gültige Antwort darauf. Jesus sieht auf vielen Bildern sehr ähnlich aus, aber warum? War es einfach nur die „Männermode“ zur damaligen Zeit, wo die meisten Jesus-Bilder entstanden sind? Man weiß es nicht oder besser gesagt ich weiß es nicht. Aber Bilder helfen mir auch nicht wirklich weiter, denn sie sind alle fiktiv. Keiner der Maler hat ihn jemals wirklich gesehen. Wo fange ich denn dann an, wenn ich mich auf die Suche nach dem weltberühmten Jesus begebe? Die Bilder fallen weg, die Bibel fällt auch weg, da ich kein besonders großes Vertrauen in sie habe, aber wo soll ich dann suchen?</p>
<p>Wenn man diese Frage auf einer rationalen Ebene betrachtet, dann ist sie wesentlich einfacher. Jesus war gelernter Zimmermann und der Sohn von Josef und Maria (sei mal dahingestellt, ob man an die jungfräuliche Geburt glaubt oder nicht). Er muss ein guter Redner gewesen sein, zumindest hatte er ein Talent dafür, dass Menschen ihm zuhören und ihr Vertrauen schenken. Die Frage nach den Wundern, die er möglicherweise vollbracht hat, bleibt ungeklärt. Viele der sogenannten „Wunder“ kann man heute auf wissenschaftliche/medizinische Art und Weise erklären. War Jesus also ein Mann, der ein unglaubliches Wissen über Krankheiten hatte? Oder war er einfach zur rechten Zeit am rechten Ort? Diese Fragen werden wahrscheinlich für immer ungeklärt bleiben, denn es gibt keine Zeitzeugen, die man befragen könnte.</p>
<p>War denn Jesus wirklich der Sohn Gottes oder war er sogar Gott selber? Für mich hört sich das total absurd an, denn ich persönlich glaube nicht an Gott. Für mich war Jesus ganz sicher nicht Gott, aber war er dessen Sohn? Kann Gott einen Sohn haben? Wer oder was ist Gott?</p>
<p>Die Frage „Wer ist Jesus?“ ist ziemlich komplex, denn sie wirft immer wieder neue Fragen auf. Fragen, die ich nicht beantworten kann, denn ich habe, wie schon erwähnt, Probleme mit dem Glauben. Ich glaube nicht an Gott und wenn ich mir Gott vorstellen müsste, dann wäre Gott ein „Etwas“, nichts lebendiges, nichts, das ein Sohn haben kann. Aber zurück zur eigentlichen Frage:</p>
<p>Wer ist Jesus? Ich kann keine bessere Antwort geben als das Jesus ein Zimmermann war und vermutlich ein guter Redner, der in der Lage war, Menschen zu begeistern. Aber warum glauben wir immer noch an ihn? Was war so besonders an Jesus? Warum konnte das Christentum bestehen?</p>
<p><em>Vivien Stüttgen</em> (Jg. 12)</p>
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		<title>Kreatives Schreiben zu Christine Nöstlingers &#8220;Bonsai&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
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		<category><![CDATA[Christine Nöstlinger]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Schreiben]]></category>

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Christine Nöstlinger: Bonsai (2001)
„Sebastian, genannt &#8220;Bonsai&#8221;, ist 15 Jahre alt und kleiner als das kleinste Mädchen in der Klasse. Nicht gerade schmeichelhaft für einen, der sich seit frühester Kindheit vorgenommen hat, Philosoph zu werden.“ (Zit. http://www.amazon.de/Bonsai-Christine-N%C3%B6stlinger/dp/3407788215)
&#8220;Ein so heiterer, lebenskluger und zupackender Jugendroman mit sarkastischem Witz, dass selbst den Qualität gewöhnten Nöstlinger-Fans die Spucke wegbleibt. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-3247" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/11/06/kreatives-schreiben-zu-christine-nostlingers-bonsai/bonsai_by_dagmar-ronczka_pixelio/"><img class="alignleft size-medium wp-image-3247" title="Bonsai_by_Dagmar-Ronczka_pixelio" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/11/Bonsai_by_Dagmar-Ronczka_pixelio-239x300.jpg" alt="Bonsai_by_Dagmar-Ronczka_pixelio" width="239" height="300" /></a></p>
<p><strong>Christine Nöstlinger: Bonsai (2001)</strong></p>
<p>„Sebastian, genannt &#8220;Bonsai&#8221;, ist 15 Jahre alt und kleiner als das kleinste Mädchen in der Klasse. Nicht gerade schmeichelhaft für einen, der sich seit frühester Kindheit vorgenommen hat, Philosoph zu werden.“ (Zit. <a title="Bonsai" href="http://www.amazon.de/Bonsai-Christine-N%C3%B6stlinger/dp/3407788215" target="_blank">http://www.amazon.de/Bonsai-Christine-N%C3%B6stlinger/dp/3407788215</a>)</p>
<p>&#8220;Ein so heiterer, lebenskluger und zupackender Jugendroman mit sarkastischem Witz, dass selbst den Qualität gewöhnten Nöstlinger-Fans die Spucke wegbleibt. Was so leicht dahingeplaudert erscheint, ist raffiniert komponiert und sprachlich auf dem Punkt.&#8221; (Birgit Dankert, DIE ZEIT)</p>
<p><strong>Der Antimaterie-Kerl<br />
</strong></p>
<p>Aus unerträglichen Situationen hilft Bonsai sein imaginärer Freund, der Antimaterie-Kerl.</p>
<p><strong>Fragestellung: Wie stellt ihr euch diesen Antimaterie-Kerl vor?</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Der Antimaterie-Kerl </span><br />
</strong></p>
<p>Ich bin der Antimaterie-Kerl und existiere nur in Bonsais Gedanken. Bonsai geht nicht gerne in der Stadt einkaufen. Ich bin ein kleiner Junge, so wie Bonsai , doch ich habe Schuhgröße 51 .</p>
<p>,,Da bist du ja! Ich habe so lange auf dich gewartet. Endlich bist du hier , kannst mich beschützten und mir helfen &#8221; , sagt Bonsai als er mich erblickt . ,, Ja , wo du so lange auf mich gewarte hast &#8221; antworte ich . ,, Komm hierher! In die Umkleidekabine. Auch wenn ich nicht existiere , kannst du trotzdem fest daran glauben. Denn auch deine Gedanken können dir helfen.&#8221; Nun steht Bonsai in der Umkleidekabine eines Jugendladens und redet mit mir obwohl ich garnicht existiere.</p>
<p>Er erzählt mir etwas :,,Dort draußen steht ein wunderhübsches Mädchen. Ich würde sie so gerne ansprechen , aber sie würde mich bestimmt nur blöd anschauen, weil ich so klein bin !&#8221;Ich versuche ihm Mut zu machen :,,Geh einfach zu ihr herüber und sprich sie an .Sie wird schon nicht komisch reagieren.&#8221;,,Okay, ich versuche es!&#8221;</p>
<p>Jetzt geht Bonsai zu dem Mädchen herüber und spricht sie an. Ich beobachte das Ganze von der Kabine aus . Aber leider kann ich nichts verstehen . Nach etwa 7 Minuten und  vor?&#8221;</p>
<p><em>Max Jahn</em> (7B)<em><br />
</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Das Problem an Silvester</span></strong></p>
<p>Ich bin der Antimaterie-Kerl und helfe meinem Freund Bonsai in schwierigen Situationen in seinem Leben. Und die gibt es nicht selten, denn Bonsai ist ein kleiner Junge für sein Alter. Sehr klein, sogar kleiner als das kleinste Mädchen aus seiner Klasse. Dafür ist er wunderschön! Klein aber fein! Er wird oft geärgert oder ausgelacht, und dann kann nur ich ihm helfen! Ich übernehme die Kontrolle und er kann abschalten. Mit meinem Selbstbewusstsein und meiner innerlichen Größe kann ich ihm aus fast jeder Situation raushelfen.</p>
<p>Letzten Samstag vor Silvester zum Beispiel ging Bonsai in den Supermarkt. Er wollte Raketen und Böller kaufen. Ich ging neben ihm her und konnte mir schon fast denken was passieren würde. Ich hätte ihn erinnern müssen, dass&#8230; Ups, jetzt hätte ich schon fast zu viel verraten. Wir kamen also in den Supermarkt und Bonsai und Bonsai suchte sich Böller aus. Er guckte auf die Altersbeschränkung: Ab 12 Jahren! Na dann, er war ja auch schon 13. Langsam schlenderte er zur Kasse und legte seine Sachen auf das Band. Düt düt piep. Der Mann vor ihm bezahlte und ging. Dann war Bonsai dran. ,,Morgen Kleiner“, sagte die Verkäuferin. Bonsai guckte sie böse an, er hasste es. ,,15,93€ bitte.“, ,,Hier.“ Bonsai wollte schon gehen als die Frau fragte: ,,Hey, du darfst das doch noch gar nicht kaufen. Du bist doch höchstens 10 Jahre alt. Du musst das sofort zurück geben!“ Oh nein, dachte ich und bereitete mich auf meinen Auftritt vor. Bonsai hatte schon abgeschaltet und sackte zusammen. Schnell richtete ich ihn wieder auf und redete mit der Verkäuferin. ,,Und ob ich alt genug bin. Ich bin schon 13!“ Hast du auch einen Ausweis dabei?“ Ich überlegte. ,,Ja klar“, sagte ich, denn mir war der Schülerausweis den ich immer dabei habe eingefallen. ich zeigte ihn der Verkäuferin und sie ließ mich erstaunt gehen.</p>
<p>Ja, ja so geht das öfter. Aber er wird sicher bald wachsen, und dann kann er auch Top-Modell werden. Ich kann mich ausruhen und Ferien machen. Ja das wäre schön, aber na ja, das dauert ja noch was.</p>
<p><em>Maite Görtz Lizarraga </em>(7B)<em><br />
</em></p>
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		<title>Der Podcast Tipp: Die neue Freundlichkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 22:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[
Rezension vom Hörspiel „Die Neue Freundlichkeit“
Das Hörspiel „Die Neue Freundlichkeit“ von Till Müller-Klug, produziert vom WDR im Jahr 2006, handelt von der Modernisierung und Maschinisierung der Arbeitswelt, wodurch die einzelnen Menschen zunehmend wie Dinge behandelt werden und nicht mehr auf sie eingegangen wird.
Die neue Jobvermittlungssoftware MultiJOB soll Arbeitslosen effizienter und freundlicher neue Jobs vermitteln. Große [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-2592" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/09/21/der-podcast-tipp-die-neue-freundlichkeit/die-neue-freundlichkeit_screenshot/"><img class="alignleft size-full wp-image-2592" title="die neue freundlichkeit_screenshot" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/die-neue-freundlichkeit_screenshot.jpg" alt="die neue freundlichkeit_screenshot" width="772" height="588" /></a></p>
<p><strong>Rezension vom Hörspiel „Die Neue Freundlichkeit“</strong></p>
<p>Das Hörspiel „Die Neue Freundlichkeit“ von Till Müller-Klug, produziert vom WDR im Jahr 2006, handelt von der Modernisierung und Maschinisierung der Arbeitswelt, wodurch die einzelnen Menschen zunehmend wie Dinge behandelt werden und nicht mehr auf sie eingegangen wird.</p>
<p>Die neue Jobvermittlungssoftware MultiJOB soll Arbeitslosen effizienter und freundlicher neue Jobs vermitteln. Große Anhängerin von diesem Programm ist Sylvia Novak, eine der beiden Hauptpersonen des Hörspiels. Sie ist Bereichsleiterin in einer Arbeitsagentur und denkt an nichts anderes als ihre Vermittlungsquote. Um diese zu steigern und sich in den Top 100 des Vermittlungsrankings zu halten, engagiert sie die arbeitslose, vor Ideen sprühende Motivatorin Holly Heinze als Wartezonenforscherin. Diese erkennt das Problem der unmotivierten Arbeitslosen und gestaltet mithilfe der Sängerin Adriana Jakobi eine freundliche Vermittlungslounge. Als diese aber  nicht die erhoffte Wirkung zeigt, vereinigt Sylvia Novak kurzerhand die Vermittlungssoftware MultiJOB mit dem Partnervermittlungsprogramm MaxiLOVE. Hiermit erreicht sie eine Vermittlung sämtlicher Arbeitslosen und ihre Arbeitsagentur wird aufgrund von Vollbeschäftigung geschlossen.</p>
<p>Eine weitere Person ist der Langzeitarbeitslose Bernd Schönemann, welcher von der Fussfessel Freddie Bewerbungs- und Motivationstrainings erhält. Letztendlich schafft er es, eine neue Stelle zu bekommen.</p>
<p>Dieser Handlungsstrang ist in mehrere Teile gegliedert. Zunächst wird in der Eingangsszene die Problematik dargestellt: Fehlende Motivation und falsche Freundlichkeit, womit die Menschen wieder motiviert werden sollen. Über einen Spannungsbogen, während dem der Hörer immer neue, überraschende Details, Probleme und erstaunliche Lösungen erfährt, führt das Hörspiel zum Schluss, dem Höhepunkt, wo alles in sich zusammenfällt.</p>
<p>Der Handlungsort ist meistens das Arbeitsamt, nur kurz führt das Hörspiel ins Haus von Bernd Schönemann.</p>
<p>Das Hörspiel wird von mehren Sprechern vorgetragen und ist mit Musik und Geräuschen untermalt. Die Musik stellt den aktuellen Ort und die Person dar, und stimmt so den Hörer auf das Geschehen ein. Auch Geräusche werden verwendet, so werden beispielsweise neue Einfälle von Holly Heinze von einer aufsteigenden Tonfolge begleitet.</p>
<p>Till Müller-Klug will mit diesem Hörspiel die moderne, gefühllose und rein nach Effizienz und Nutzen orientierte Arbeitswelt kritisieren. Dabei geht er insbesondere auf die Arbeitslosenermittlung ein, wo es laut ihm nur um Quantität, nicht aber um Qualität geht. Die Einzelschicksale der Arbeitslosen werden in den Hintergrund gestellt, allein die Statistik muss stimmen. Die Menschen werden dabei wie Dinge behandelt, mit teils absurden Maßnahmen werden ihnen Jobs zugeteilt.</p>
<p>Des weiteren kritisiert Till Müller-Klug den fortschreitenden Einsatz vom Computer in sämtlichen Bereichen, alles wird vom Computer erledigt, hoch effizient und günstig. Menschen braucht es nicht mehr, damit geht aber auch die persönliche Nähe und die Freundlichkeit verloren.</p>
<p>Abschließend kann ich das Hörspiel sehr positiv bewerten, da es sich durch interessante Ideen und eine abwechslungsreiche Gestaltung deutlich von anderen Hörspielen abhebt, es bestreitet neue und unkonventionelle Wege. Das Hörspiel kritisiert wichtige Probleme und stellt diese anschaulich dar. Es wird von guten Sprechern vorgetragen und passend mit Hintergrundmusik und -geräuschen untermalt. Die Handlung ist interessant und immer wieder von Überraschungen geprägt.</p>
<p>Es ist ein empfehlenswertes Hörspiel!</p>
<p><strong>Tilmann Bihler</strong></p>
<p><strong>Download</strong></p>
<p><a title="Die neue Freundlichkeit" href="http://www.radio-today.de/hoerspiel-player.php/529/Die%20Neue%20Freundlichkeit" target="_blank">http://www.radio-today.de/hoerspiel-player.php/529/Die%20Neue%20Freundlichkeit</a></p>
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		<title>&#8220;Liebe Jelena&#8221; &#8211; Theater, das Jugendlichen gefällt</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l.schroeter</dc:creator>
				<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
		<category><![CDATA[Foto-Galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Geistreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA["Liebe Jelena" ist ein Theaterstück, gespielt von dem Theaterensemble Allyouneed, welches von der Beziehung zwischen Schülern und ihrer Lehrerin Jelena handelt.
Das Stück spielt in der Wohnung der Lehrerin. Die vier Schüler besuchen Jelena um ihr zum Geburtstag zu gratulieren.
Der zuerst gewonnene Eindruck über die lieben Schüler verblasst, denn sie tragen nur Masken. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-2683" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/09/20/liebe-jelena/liebe-jelena1/"><img class="alignleft size-full wp-image-2683" title="Liebe Jelena1" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/Liebe-Jelena1.jpg" alt="Liebe Jelena1" width="184" height="169" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Wer hätte gedacht,dass auf einem sauberen, unschuldigen, weißen Sofa ein so hässlicher Akt geschieht?</strong></p>
<p><strong>Die meisten unserer 11er Deutschkurse nicht.</strong></p>
<p><strong>&#8220;Liebe Jelena&#8221; ist ein Theaterstück, gespielt von dem Theaterensemble </strong><strong>Allyouneed, welches von der Beziehung zwischen Schülern und ihrer Lehrerin Jelena handelt.<br />
Das Stück spielt in der Wohnung der Lehrerin. Die vier Schüler besuchen Jelena um ihr zum Geburtstag zu gratulieren.<br />
Der zuerst gewonnene Eindruck über die lieben Schüler verblasst, denn sie tragen nur Masken.</strong> Ihre wirkliche Absicht bei Jelena ist nicht ihr zum Geburtstag zu gratulieren, sondern sie zu erpressen, da sie die Einzige ist, die über den Aufhaltsort des Schlüssels, Bescheid weiß. Dieser Schlüssel öffnet einen Tresor, in dem die Klausuren der Schüler liegen.</p>
<p>Jelena ist zuerst sehr überrascht und freut sich über die Geschenke, als sie aber die wahre Absicht erfährt, verändert sich ihre Offenheit in Zurückhaltung und am Ende in Hilfslosigkeit. Trotz der Ermahnungen und der Befehle die Wohnung zu verlassen, bleiben die Schüler hartnäckig. Jeder Weg sie zu beeinflussen, zu manipulieren, zu verängstigen oder ihr zu schmeicheln, scheitert. Doch der schlaue Kopf der Gruppe ist voller Ehrgeiz und Ideen, grenzenloser Ideen:<br />
Er überredet seinen Komplizen, die eigene Freundin zu vergewaltigen, vor Jelenas Augen. Sollte Jelena ihnen nicht den Schlüssel geben.</p>
<p><strong>Offene Fragen bleiben</strong><br />
Hat sich Jelena nach der Vergewaltigung umgebracht?<br />
Könnte ich jemals in so eine Situation geraten?<br />
Wie hätte ich an Jelenas Stelle gehandelt?<br />
Ist das Stück überhaupt realistisch?</p>
<p><strong>Im Gespräch mit den Schauspielern</strong></p>
<p>Das nachfolgende Gespräch mit den Schauspielern ermöglichte Austausch vom Verständnis des Stückes und den unterschiedlichen Sichtweisen. Jeder interpretierte alles etwas anders, im Endeffekt kann sich jeder diese Fragen nur selbst beantworten.</p>
<p><strong>Dieses Stück regt Fragen an, man fragt sich, wo die eigenen Grenzen liegen und wie weit man für seine Ziele gehen würde.</strong></p>
<p>Zwei Gesichter vereint in einem Charakter &#8211; dieses Theaterstück macht es fühlbar!</p>
<p>Lynn Schroeter</p>
<p><strong>Interesse mitzumachen?</strong></p>
<p><strong>&#8220;Drama, Baby, Drama!&#8221;</strong></p>
<p><strong>Das TheaterAllYouNeed sucht für seine neue Produktion (Premiere vorauss. Februar 2010) junge, engagierte und Schauspieler zur Erweiterung des Ensembles.</strong><br />
Hast Du Interesse, Lust und Zeit, eine Theaterproduktion mitzugestalten?<br />
Die Proben beginnen im September´09 in der Brotfabrik, Bonn-Beuel; Geprobt wird in den Herbstferien und an Wochenenden.</p>
<p><strong>Infos und Anmeldung unter:</strong><br />
sazalu@gmx.de</p>
<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-2684" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/09/20/liebe-jelena/liebe-jelena2/"><img class="alignleft size-full wp-image-2684" title="Liebe Jelena2" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/Liebe-Jelena2.jpg" alt="Liebe Jelena2" width="459" height="671" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der besondere Filmtipp: Matrix &#8211; ein religiöser Film?</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/26/matrix/</link>
		<comments>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/26/matrix/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 08:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
		<category><![CDATA[Ema Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Geistreich]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Matrix


Ist Matrix ein religiöser Film?
„You take the red pill: you stay in wonderland and I show you how deep the rabbit hole goes.&#8221;
Matrix ist einer der Filme, die viele verschiedene Ebenen der Betrachtung offen lassen und viele Möglichkeiten zum Diskutieren geben.
Eine dieser Diskussionen dreht sich um die Frage, ob Matrix ein religiöser Film ist oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-1800" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/26/matrix/matrix_test/"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1800" title="matrix_test" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/matrix_test-150x150.jpg" alt="matrix_test" width="150" height="150" /></a>Matrix</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Ist Matrix ein religiöser Film?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>„You take the red pill: you stay in wonderland and I show you how deep the rabbit hole goes.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Matrix ist einer der Filme, die viele verschiedene Ebenen der Betrachtung offen lassen und viele Möglichkeiten zum Diskutieren geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine dieser Diskussionen dreht sich um die Frage, ob Matrix ein religiöser Film ist oder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">In der heutigen Zeit ist es keines Wegs ungewöhnlich, wenn Filme eine Masse von Symbolen und Zitaten enthalten, die sich auf verschiedene Religionen beziehen. Dies muss nicht bedeuten, dass der Film eine tiefere Bedeutung hat oder zum tieferen Philosophieren anregen will.</p>
<p style="text-align: justify;">Matrix enthält eine Fülle von Anspielungen auf verschiedene Religionen, philosophische Lehren und insbesondere auch auf andere Filme und Bücher. Im Vordergrund steht die Beziehung zu Jesus&#8217; Lebensgeschichte.</p>
<p style="text-align: justify;">Um diese Zusammenhänge deutlich zu erkennen, sollte man sich an den Hauptfiguren des Films orientieren</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mittelpunkt steht Thomas Anderson, der im Verlauf des Filmes erst zu Neo und schließlich zum Auserwählten oder the One wird. Auffällig ist, dass Neo im Griechischen „neu&#8221; bedeutet und One ein Annagram von Neo ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Name Thomas bezieht sich auf den ungläubigen Thomas, der erst an Jesus&#8217; Auferstehung glaubte, als er dessen Wunden sieht. Neo fühlt seine Wunden nicht, als er erschossen wird, bis er diese sieht.  Anderson heißt anders ausgedrückt „Son of Man&#8221;, genau wie Jesus häufig genannt wird. Man erkennt also leicht einen direkten Bezug der Namen zueinander. Allerdings wird die Verbindung von Jesus und Neo noch durch weitere Abläufe im Film verstärkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau wie bei Jesus wird Neos Ankunft vorausgesagt, was durch das Orakel geschieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Neos Geburt in die reale Welt ist wie die jungfräuliche Geburt von Jesus. Der Kokon symbolisiert dabei den Mutterleib und die Abwasserrutsche einen Geburtskanal.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin opfert sich Neo ganz bewusst wie Jesus, um die Menschen zuretten. Als er dann erschossen wird, ist er ca. 3 Minuten lang tot, bis er wieder aufersteht. Diese 3 Minuten kann man mit den 3 Tagen gleichsetzten, die von Jesus Tod bis zu seiner Auferstehung vergingen. Die Auferstehung bringt Neo und Jesus zu vollkommener Macht, indem beide an bestimmten Punkten (Matth 17,2 und nachdem Neo Mr Smith zerstört hat) als strahlend helle Person beschrieben bzw. dargestellt werden. Nachdem sie beide der Welt eine Botschaft hinter lassen haben (Neo tut dies durch ein Telefongespräch zum Zuschauer des Films), fliegen sie gen Himmel.</p>
<p style="text-align: justify;">Man findet also viele Verbindungen von Neo zu Jesus, doch auch die anderen Figuren im Film werden passend eingeordnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Morpheus Name findet man nicht in der Bibel, sondern in der griechischen Mythologie. Morpheus ist dort der Gott der Träume und des Schlafs. Dieser Name passt zu ihm, denn er ist einer der Anführer der Rebellen und will die Menschen aus dem Traum der Matrix und ihrem Schlaf erwecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Morpheus verbinden aber auch Parallelen zu Johannes dem Täufer und Gott, als Vaterfigur.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Orakel prophezeit Morpheus, dass er der jenige sein wird, der den Auserwählten finden wird. Er entwickelt so einen starken Glauben an diese Prophezeiung und an den Auserwählten, dass er Neos Weg vorbereitet und jedem erklärt Neo sei der Auserwählte. Er tritt so wie Johannes als Zeuge oder Vorläufer des Auserwählten ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Morpheus wird auch von den Mitgliedern seiner Crew als Vater bezeichnet (Tank sagt, dies, als sie Morpheus verabschieden wollen), was einen gewissen Bezug auf die Vaterrolle Gottes herstellt. Morpheus ist demnach vor allem für Neo auch so etwas wie ein Vater.</p>
<p style="text-align: justify;">Seinem Schiff gab Morpheus den Namen Nebukadnezar nach dem König in der Bibel, der nach der Bedeutung seines Traum sucht, und er besuchte das Orakel, um sich die Realität erklären zulassen, die wiederum nur ein Traum ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere der Hauptfiguren ist Trinity, was übersetzt Dreieinigkeit bedeutet. Sie hilft Neo mit ihrer Liebe und ihrem unerschütterlichen Glauben zum Auserwählten zu werden und holt ihn mit einem Kuss ins Leben zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings ist sie nicht nur eine Wegweiserin, sondern sie vervollständigt die Beziehung zwischen Morpheus und Neo. Die Dreieinigkeit von Neo als Sohn, Morpheus als Vater und Trinity als Heiliger Geist wird somit komplett.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den Hauptfiguren ist auch der Name der letzten Stadt der Menschen, Zion, bemerkenswert. In der Bibel steht: „Zion ist das Königreich Gottes, in welchem die Rechtschaffenden gerettet werden nach der Zerstörung der Erde&#8221;. Im Film ist Zion der letzte Zufluchtsort der Rebellen im Kampf gegen die Maschinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings gibt es nicht nur Parallelen der guten Hauptpersonen zu biblischen Gestalten, sondern auch der bösen.</p>
<p style="text-align: justify;">Cypher, der die Crew an die Agenten verrät, bildet den Gegensatz zu Neo. Sein Name klingt im Englischen wie Luzifer. Und auch bestimmt äußerliche Merkmale weisen auch im Film auf eine Beziehung zum gefallen Engel Luzifer der Bibel hin. Zum Beispiel ist Cypher der einzige Charakter, der rote Kleidung trägt und durch verschiedene Effekte sieht es manchmal so aus, als hätte er rote Augen oder Hörner.</p>
<p style="text-align: justify;">Cypher schließt einen Pakt mit den Agenten, ähnlich wie einen Vertrag mit dem Teufel, denen er seine Seele für irdisches Vergnügen verkauft. Ach bezeichnet er sich selbst als Bote („Hasse mich nicht Trinity. Ich bin nur der Bote!&#8221;), als was auch Luzifer sich häufig bezeichnete.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch diese Parallelen wird klar, dass der Film Matrix eine christliche Ebene hat, aber er besitzt auch Bezüge zu philosophischen Themen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wird nicht nur durch manche Namen aus der griechischen Mythologie (Morpheus, das Orakel) deutlich. Es ist zum Beispiel auch ein eindeutiger Bezug zu Platons Höhlengleichnis zu erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bei Platon leben die Menschen in der Matrix in einer Welt, die durch andere bestimmt ist und die nicht die Wirklichkeit ist. Wenn man nun einen dieser Menschen aus der Matrix befreit ist er wie geblendet von der neuen Wahrheit. Neo fragt Morpheus nachdem er langsam in der realen Welt erwacht, warum seine Augen so weh tun. Worauf Morpheus ihm antwortet, er hätte sie noch nie zuvor benutzt. Wenn dieser Mensch nun die Wirklichkeit erkannt und verstanden hat, wird er zurück gehen wollen, um auch seine Freunde und alle anderen Menschen zu befreien. Doch diese werden ihn nicht ernst nehmen und verhöhnen, da sie nicht aus ihrer vertrauten, sicheren Welt weg wollen. Genau so verhält es sich mit der Matrix, die ja auch nur eine Scheinwelt ist, doch trotzdem wollen die meisten Menschen nicht aus ihr heraus und nur wenige erkennen die Wahrheit. Wenn diese jedoch zurückkehren wollen, wird ihnen nicht geglaubt und sie werden verfolgt und gejagt, wie Verbrecher.</p>
<p style="text-align: justify;">Man sieht also, dass der Film nicht nur Parallelen zur christlichen Glaubenslehre zieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Er beinhaltet er auch „normale&#8221; Interpretationsmöglichkeiten, die sich in jedem Film finden lassen. Diese beziehen sich auf allgemeine Symbole und die Farben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Farben in Matrix haben im Grunde dieselbe Bedeutung, wie in den meisten anderen Filmen auch, in denen bestimmte Farben in den Vordergrund treten.</p>
<p style="text-align: justify;">Beherrscht wird Matrix von den Farben Grün und Schwarz.</p>
<p style="text-align: justify;">Grün, als die Farbe der Illusion, ist besonders wichtig, da der Film auf der Matrix, als Illusion einer ganzen Welt, basiert. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Matrixcode grün ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Schwarz, die Farbe der Realität, steht für das Gegenteil der Illusion und somit für die reale Welt. In ihr haben die Menschen den Himmel verdunkelt und leben nun unter der Erde, wodurch die natürliche Helligkeit fehlt. Auch die Kleidung der Rebellen in der Matrix und der Agenten ist schwarz, was verdeutlich für was sie stehen, nämlich die Wirklichkeit, sie aber auch in der Masse der Menschen unter gehen lässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese beiden Farben dominieren den Film, weshalb andere Farben wie Rot, Blau und Weiß wiederum besonders hervorstechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Farbe Rot fällt wegen ihrer Intensität und Seltenheit am meisten auf. Sie steht für das Leben und Energie. Die rote Pille , die hilft einen Menschen aus der Matrix auszuklinken und ihn so zum richtigen Leben erweckt, und die Kokons, in denen die Menschen zum Anbau und zur Energiegewinnung liegen, sind unter anderen die wenigen Dinge, die im Film rot sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegenüber Rot steht Blau, die Farbe des Traums und des Todes. Am deutlichsten wird dies an der blauen Pille, die im Gegensatz zur roten Pille dafür sorgt, dass man wieder alles vergisst und am nächsten Morgen wie aus einem Traum erwacht. Die Bedeutung Tod der Farbe Blau wird als Tod durch die Maschinen verkörpert, die in dieser Farbe gestaltet sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die letzte besonders hervorstechende Farbe ist Weiß, die Farbe der Leere und Geheimnisse. Also Neo aus dem Abwasser in die Nebukadnezar gezogen wird, verschwindet er in eine strahlend weiße Öffnung, die den Beginn eines neuen Abschnitts der Geschichte einleitet, was viele Fragen aufwirft. Auch die Ladeprogramme sind weiß, was keine bestimmten Vorschriften liefert und verdeutlich, dass man wirklich alles laden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den Farben gibt es weitere allgemeine Symbole, wie zum Beispiel das Wasser, das Altes wegwäscht. Diesen Aspekt kann man in der Nacht finden, in der Neo Morpheus das erste Mal trifft und sich für die Matrix entscheidet, und in der es stark regnet. Auch der Abwassertank, in den Neo gespült wird, verdeutlicht dieses Symbol.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin spielen die Sonnenbrillen, die eines der Merkmale des Films sind, eine Rolle. Die Verdunklung der Welt erinnert die Rebellen an die reale Welt und die Agenten tragen sie, um möglichst anonym zubleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Farben und diese Symbole haben wenig mit christlichen oder anderen religiösen Aspekten zutun, sondern dienen eher dazu, den Film zu gestalten und bestimmte Dinge zu verdeutlichen und hervor zu heben.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus diesem anderen Blickwinkel kann man auch die Namen betrachten. Manch ein Zuschauer des Films mag in dem Namen Thomas Anderson keine Anspielung auf Jesus oder den Ungläubigen Thomas sehn, sondern einfach einen normalen bürgerlichen Namen, der aus der Masse nicht hervorsticht.</p>
<p style="text-align: justify;">Demnach ist die Fragestellung, mit dem man den Film betrachtet, entscheidend für die Symbole und Bedeutungen, die man in ihm sehen mag.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man in Matrix religiöse Bezüge finden will und mit solchen auch vertraut ist, so wird man welche finden, seien sie absichtlich gesetzt oder nicht. Man kann sich immer weiter in seine Sichtweise verstricken und am Ende sogar in Verschwörungstheorien landen, die in jeder kleinen Geste eine tiefere Bedeutung sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man allerdings Matrix ohne Vorraussetzungen sieht, weil man gehört hat, dass dieser Film gut sei, oder weil einen die Vorschau angesprochen hat, so muss man all dies nicht sehen. Der Film wird dann zu einer Unterhaltung und wie viele andere Filme ist er auch so konzipiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Was man in einem Film sieht, beruht auch immer auf den persönlichen Lebensumständen. Wenn man gläubig ist und sich mit den Aspekten, Schriften und Lehren seiner Religion auskennt, wird man eher religiöse Symbole in Filmen erkennen, als wenn man sich auf diesem Gebiet nicht auskennt. Wenn man nur geringe Kenntnisse von Religionen hat, so wird man höchst wahrscheinlich nicht an religiöse Bedeutungen denken, wenn man einen Film wie Matrix sieht. Man erkennt zwar, dass es sich nicht nur um einen banalen Film ohne tiefere Hintergründe und Sinn handelt, aber man wird diese Hintergründe eben nicht entdecken, außer man beschäftigt sich intensiver mit diesem Themen.</p>
<p style="text-align: justify;">So kann man zu dem Schluss kommen, dass Matrix ein religiöser Film ist, wenn man ihn zu einem machen will und über genug Kenntnisse verfügt, um klare Parallelen zu erstellen. Man kann so den Film zu einer Botschaft formen und in ihn als Leitfaden und Erinnerung an christliche Lehren in unserer modernen Welt sehen, doch man kann ihn auch zu einer philosophischen Lehre machen oder ganz andere Ding ein ihm sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine andere Darlegung neben der Neuschreibung Jesus&#8217; Lebensgeschichte könnte zum Beispiel sein, dass wir uns nicht zu sehr auf Maschinen verlassen sollten, denn sie könnten sich irgendwann gegen uns richten.</p>
<p style="text-align: justify;">Matrix kann aber auch einfach nur ein Actionfilm sein, der nicht stumpf und niveaulos sein will, und deshalb das Ganze mit einer ansprechenden Geschichte auskleidet.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt viele Möglichkeiten den Film Matrix zudeuten und man kann keine Deutung festlegen, da jeder einen ganz eigenen Blickwinkel auf die Geschichte hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Also, kann Matrix ein religiöser Film sein, wenn man ihn als solchen sehen will und sich mit religiösen Symbolen auskennt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist übrigens nicht nur bei Filmen so, sondern gilt gleichermaßen auch bei der Betrachtung von Gemälden aus früherer Zeit. Sie können einem als Bild ästhetisch gefallen, man kann aber auch versuchen, die in ihnen enthaltenen Symbole, die die Maler meistens bewusst gesetzt haben, zu entdecken.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Ewa Strubelt</p>
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		<title>Robert Koch – „Bekämpfer des Todes“</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 18:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils van den Boom</dc:creator>
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Robert Koch (1843-1910)
Dieser Artikel entstand während der Projektwoche am EMA 2009, geschrieben von Franziska Schmitz (9c) und Daniel Freese (8a)
Robert Koch, geboren am 11. Dezember 1843, ist bekannt als Hauptbegründer der Bakteriologie (= Wissenschaft von den Bakterien). Er war der Sohn von Hermann und Mathilde Koch und eines von 13 Kindern. Seine Familie zeichnete sich [...]]]></description>
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<div id="attachment_1669" class="wp-caption alignright" style="width: 316px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-1669" title="koch1" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/koch1.jpg" alt="Robert Koch (1843-1910)" width="306" height="419" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Robert Koch (1843-1910)</p></div>
<p><strong>Dieser Artikel entstand während der Projektwoche am EMA 2009, geschrieben von Franziska Schmitz (9c) und Daniel Freese (8a)</strong></p>
<p>Robert Koch, geboren am 11. Dezember 1843, ist bekannt als Hauptbegründer der Bakteriologie (= Wissenschaft von den Bakterien). Er war der Sohn von Hermann und Mathilde Koch und eines von 13 Kindern. Seine Familie zeichnete sich schon immer durch Fleiß und Streben nach Erfolg aus. So auch Robert Koch. Nach seinem Abitur studierte er in Göttingen ein Semester Physik und danach Medizin. Schon damals forschte er, führte Tierversuche durch und nahm an wissenschaftlichen Wettbewerben teil. Da er schon in seiner Studienzeit einige der Forschungsergebnisse veröffentlicht hatte, wurde ihm die schriftliche Prüfung erspart und er wurde 1866, mit 23 Jahren, vorzeitig promoviert und bestand sein Staatsexamen mit Auszeichnung.<br />
Bis 1867 arbeitete er in einem Krankenhaus in Hamburg, doch schon nach einem halben Jahr zog er nach Hannover und heiratete seine erste Frau Emmy Fraatz.<br />
Während des Deutsch-Französischen Krieges meldete Koch sich freiwillig als Lazarettarzt zum Sanitätsdienst. Erstaunlicherweise bereute er niemals in den Krieg gezogen zu sein, da er viele neue Lebenserfahrungen sammeln konnte. Koch bezeichnete seine Zeit im Krieg sogar als eine „wichtige Erfahrung für die Wissenschaft“!<br />
Nach dem Krieg nahm er eine Stelle als Amtsarzt in Wollstein an und begründete durch seine experimentellen Arbeiten zu Milzbrand seine wissenschaftliche Laufbahn. Dazu be-nutzte er neue optische Instrumente, die unter anderem von Carl Zeiss und Ernst Abbe entwickelt worden waren. Koch schuf wichtige methodische Grundlagen zur bakteriologi-schen Forschung. Dazu gehörten die Entwicklung von Nährböden zur Züchtung von Bakterien und die Einführung der Mikrofotographie.<br />
Als „ einen unübertroffenen Meister der wissenschaftlichen Forschung“ wurde Koch von Ferdinand Julius Cohn, einem ausgewiesenen Fachmann der Mikrobiologe des 19.Jahrhunderts, bezeichnet. Cohn war neben Koch Mitgründer der modernen Bakteriologie.</p>
<div id="attachment_1670" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><img class="size-medium wp-image-1670" title="koch2" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/koch2-191x300.jpg" alt="Bildtafel aus der Milzbrandarbeit von 1876" width="191" height="300" /><p class="wp-caption-text">Bildtafel aus der Milzbrandarbeit von 1876</p></div>
<p>1876 entdeckte Koch die Milzbrandsporen und erklärte in seiner Arbeit „ Die Ätiologie der Milzbrand-Krankheit, begründet auf die Geschichte des Bacillus Anthracis“ die Infektionskette und die Widerstandsfähigkeit der Bakterien. Somit war er der erste, der Mikroorganismen im Zu-sammenhang mit eine Infektionskrankheit nachgewiesen hat. Seine Milzbrandarbeit weckte die Aufmerksamkeit vieler Forscher. Koch wurde zu Präsentationen eingeladen, auf denen er seine Arbeiten vorstellen sollte. 1878 bewies er durch weitere Tierversuche, dass verschiedene Wund-infektionen durch jeweils andere Erreger verursacht wer-den. Er verfasste weitere Arbeiten, wie „Wundinfektionskrankheiten“ und „Untersuchungen über Bakterien“.<br />
1880 wurde er an das Kaiserliche Gesundheitsamt in Berlin berufen. Dort baute er seine bakteriologische Methodik zur Erforschung von Seuchen aus, die er 1881 veröffent-lichte.<br />
Die Entdeckung des Tuberkuloseerregers zwei Jahre später war ein weiterer großer Erfolg für Robert Koch. Aufgrund systematischer Studien mit speziellen Nährböden und Farbtechniken fand er Bazillen und bewies die Identität verschiedener Krankheitsformen, wie Lungentuberkulose oder Miliartuberkulose. Er versuchte Übertragungswege und Ab-stammung der Parasiten nachzuvollziehen.<br />
Die in seinem Aufsatz, „Ätiologie der Tuberkulose“, aufgestellten Kriterien, dass ein Mik-roorganismus als Erreger einer Infektionskrankheit anzusehen ist, sind noch heute in me-dizinischen Lehrbüchern aufgeführt. Diese Arbeit geht auf seinen Hauptlehrer Jakob Henle aus dem Jahr 1840 zurück.<br />
1883 war Robert Koch wegen einer Cholera-Epidemie auch in Indien auf einer Forschungs-reise und entdeckte den Choleraerreger. Sein Ziel war es, die Epidemien einzudämmen und einen Weg zu finden die Infektionskrankheiten zu verhüten. Seine neue Forschungsrich-tung war die so genannte Immunitätsforschung. So schied er 1885 aus dem Gesundheits-amt aus und wurde Direktor des neuen Hygienischen Instituts in Berlin. Kochs Forschungsarbeiten galten nun ausschließlich der Tuberkulose. 1890 verkündet er die Entwicklung eines Tuberkulose-Heilmittels, Tuberkulin. Der Erfolg seines Konkurrenten Louis Pasteur veranlasste ihn zu vielen Versuchen. Da Tuberkulose immer noch eine verheerende Volks-krankheit war, wollte Koch als Entdecker des Erregers auch derjenige sein, der als erster ein Medikament entwickelte. Als Tuberkulin schließlich in den Handel kam, sprach man von einem „Tuberkulinschwindel“ und die Unwirksamkeit des Medikamentes führte zu einem großen Misserfolg, der seinem Ruf erheblich schadete. Doch Koch gab nicht auf. Er ging sogar so weit, dass er seine 17-jährige zweite Frau, Hedwig Freiberg, zu heiklen Experi-menten überredete, durch die sie seinen Worten nach „ möglicherweise recht krank“ hätte werden können, „sterben, würde sie voraussichtlich nicht“. 1897 folgte ein abgewandeltes Tuberkulin, das jedoch nicht wirksamer war als das erste.</p>
<div id="attachment_1671" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1671" title="koch3" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/koch3-300x256.jpg" alt="Deutsche Cholera-Expedition nach Ägypten, 1883" width="300" height="256" /><p class="wp-caption-text">Deutsche Cholera-Expedition nach Ägypten, 1883</p></div>
<p>Bis zu seinem Tod reiste er oft nach Indien, nach Ägypten, erforschte Malaria in Italien, bekämpfte die Rinderpest in Südafrika, wurde Mitglied der Deutschen Pestkommis-sion und machte viele Expeditionen nach Afrika um die Übertragungswege der Schlaf-krankheit zu ermitteln. Der Nobelpreis für Medizin wurde ihm schließlich 1905 für die Entdeckung des Tuberkuloseerregers verliehen.</p>
<p>Im Alter von 67 Jahren starb er in Baden-Baden nach einem Herzanfall, bleibt jedoch noch heute als ein wichtiger Mediziner in Erinnerung, nämlich als Wegbereiter der modernen Medizin und Bakteriologie.</p>
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