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	<title>Die E.M.A. &#187; Ema Multimedia</title>
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		<title>Geträumt wurde immer&#8230; Zukunftsvisionen aus Klassikern</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Leitthema - ZUKUNFT]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[An anderer Stelle haben wir bereits untersucht, wie unsere Zukunft in modernen Hollywoodfilmen vorgestellt wird. Doch es ist nicht so, dass sich Menschen erst seit diesem Jahrtausend darüber Gedanken machen, wie die Zukunft aussieht&#8230; nein, geträumt wurde immer, und wir möchten euch einige Klassiker näherbringen, in denen die Zukunft auf eine bestimmte, häufig pessimistische Art [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="color: #3366ff;">A</span>n anderer Stelle haben wir bereits untersucht, wie unsere Zukunft in modernen Hollywoodfilmen vorgestellt wird. Doch es ist nicht so, dass sich Menschen erst seit diesem Jahrtausend darüber Gedanken machen, wie die Zukunft aussieht&#8230; nein, geträumt wurde immer, und wir möchten euch einige Klassiker näherbringen, in denen die Zukunft auf eine bestimmte, häufig pessimistische Art dargestellt ist. </em></p>
<p>1)<strong> 1984</strong>: Eine düstere Zukunft</p>
<p>Der von <span style="color: #ff0000;">George Orwell</span> 1949 erschienene Roman <em>1984</em> handelt von einem totalitären Staat, in dem eine Partei unter Leitung des „großen Bruder“ regiert und in der das einzelne Individuum sich dem Staat unterzuordnen hat.<br />
Das Individuum wird ständig durch einen sogenannten Televisor überwacht. Dieser Staat ist einer von drei Superstaaten und befindet sich in einem Dauerkriegszustand mit einem der beiden anderen Superstaaten.</p>
<p>Die Hauptperson des Romans, Winston Smith, arbeitet im „Ministerium für Wahrheit“, in dem er jeden Tag damit beschäftigt ist, die Geschichte des Staates so zu bearbeiten, wie es der Partei passt.  Diese Hauptperson zweifelt schon länger an dem Staat und kann sich nicht mehr mit der Partei identifizieren.  Er traut sich allerdings nicht dies in irgendeiner Weise zu äußern, da dies ein „Gedankenverbrechen“ wäre, welches von der Gedankenpolizei, der Geheimpolizei des Staates, geahndet wird. Im weiteren Verlauf des Romans verstößt der Protagonist gegen immer mehr Regeln, was letztendlich zu seiner Verhaftung durch die Gedankenpolizei und Einlieferung in ein Umerziehungslager führt.</p>
<p>Orwells Vorstellung von der Zukunft ist sehr düster, sie  ist durch die Erfahrungen des zweiten Weltkrieges beeinflusst ist. So erinnert zum Beispiel der Gedanke eines totalitären Staates, gelenkt von einem Führer und seiner Partei, klar an das dritte Reich.</p>
<p>Ein Hauptthema des Romans ist das der Staat in sämtliche Lebensbereiche eingreifen kann, ohne irgendeine Rechtsgrundlage. Jeder einzelne wird total überwacht, hauptsächlich durch die Televisoren, und das überall. Das Individuum besitzt keine Privatsphäre mehr. Daneben gibt es noch die Bespitzelung des einzelnen durch andere, man kann niemandem mehr vertrauen. In einer Szene wird der Nachbar Winstons von der Gedankenpolizei verhaftet, nachdem ihn eines seiner Kinder als Gedankenverbrecher denunziert hat. Anstatt schockiert zu sein, ist dieser Nachbar sogar noch stolz darauf, dass sein eigener Nachwuchs ihn verraten hat.</p>
<p>Ein weiteres Thema, das Orwell aufgreift ist das die Vergangenheit vom Staat „kontrolliert“ wird. So ist die Aufgabe des „Ministeriums für Wahrheit „ in Orwells Roman, die die Geschichte des Staates so zu bearbeiten, das die Partei und der große Bruder immer recht haben.  Dies geschieht alles nur, damit niemand irgendwelche Beweise findet, da  alles dauernd angepasst wird.<br />
Das Motto ist <em>„Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft“ </em>(Zitat)<em><br />
</em>Die Gesellschaft in Orwells Roman ist in drei Klassen eingeteilt, es gibt erst einmal die <em>Proles</em>, die  Arbeiter, die als Untermenschen zählen und deswegen eher wenig überwacht werden.<br />
Danach die Mitglieder der „Äußeren Partei“, die für die Partei arbeiten, wie z.B. Winston Smith. Diese Gruppe wird stark überwacht und ist eigentlich nur dazu, da die Partei zu erhalten.<br />
Allerdings dadurch, dass diese Gruppe aufgrund ihrer Tätigkeit der Partei häufig gefährlich werden kann, werden viele von ihnen früher oder später „<em>vaporisiert</em>“ (spurloses Verschwinden)<br />
Und letztendlich die Mitglieder der „inneren Partei“, die sämtliche Privilegien genießen.<br />
Diese „Elite“, ist nicht den Rationierungsmaßnahmen unterworfen. (im NS Regime: <em>Parteibonzen</em>)</p>
<p>George Orwells Vision von der Zukunft ist insgesamt eine überaus düstere und obwohl das Jahr 1984 schon vorbei ist, sind die Themen die Orwell in seinem Roman behandelt, vor dem Hintergrund wie z.B dem Einsatz des sogenannten „Bundestrojaners“ durch das BKA (<span style="text-decoration: underline;">B</span>undes<span style="text-decoration: underline;">k</span>riminal<span style="text-decoration: underline;">a</span>mt), zum Teil aktueller denn je.</p>
<p>2)<strong> 2001: Odyssee im Weltraum</strong></p>
<p>Der Film 2001: Odyssee im Weltraum ist einer der einflussreichsten und bekanntesten Science-Fiction Filme, einige behaupten sogar, er sei der beste Science Fiction Film aller Zeiten. Der  Film erschien 1968, Regie führte der renommierte Regisseur <span style="color: #ff0000;">Stanley Kubrick</span> (Lolita, A Clockwerk Orange, The Shining, Full Metal Jacket) mit einem Gesamtbudget von 10,5 Millionen US-$.<br />
Der gesamte Film kann in vier Kapitel eingeteilt werden, da das Thema dieser Ausgabe „Zukunftsvisionen“ lautet, werde ich mich nur auf die Kapitel 2 und 3 beziehen.<br />
In Kapitel 2 nähert sich ein Raumschiff mit dem Wissenschaftler<br />
Dr. Heywood Floyd einer noch im Aufbau befindlichen radförmigen Raumstation. Von dieser Raumstation aus, soll Dr. Floyd zu einer anderen weiterfliegen.<br />
Man erfährt das auf der Raumstation Clavius eine Epidemie ausgebrochen zu sein scheint und das eine Nachrichtensperre verhängt wurde. Auf Clavius erfährt der Zuschauer, das auf dem Mond ein anormales Magnetfeld geortet wurde, die sogenannte „Tycho Magnetic Abnormaly“ (TMA-1). Im Zentrum dieses Magnetfeldes steht ein schwarzer Monolith, der dort vor Millionen Jahren vergraben wurde (wie es scheint). Damit scheint die Existenz Außerirdischer bewiesen. Als Dr. Heywood Floyd den Monolithen berührt, sendet dieser auf allen Frequenzen ein starkes Signal.</p>
<p>Kapitel 3 spielt 18 Monate nach den Vorfällen von Kapitel 2. Das Raumschiff „Discovery“<br />
mit der primären Besatzung David Bowman und Frank Poole befindet sich auf dem Weg zum Saturn. Die restliche Crew befindet sich im Tiefschlaf. Bis auf den Bordcomputer „HAL 9000“ weiß niemand, was ihre eigentliche Mission ist.</p>
<p>Als Gesprächspartner und einziger Vertrauter der beiden befindet er sich in einem für ihn unlösbaren Konflikt. Er muss die Mission geheimhalten, aber gleichzeitig den beiden ein guter Gesprächspartner sein. Im weiteren Verlauf wollen Bowman und Poole HAL abschalten. Dies muss HAL verhindern, da die Mission höchste Priorität hat, und versucht deshalb Bowman und Poole zu töten um die Mission alleine zu beenden. Gleichzeitig schaltet er die lebenserhaltenden Systeme der schlafenden Wissenschaftler ab.<br />
Bowman überlebt und kehrt auf die Discovery zurück, um HAL auszuschalten. Bei der Abschaltung von HAL wird die geheime Botschaft gezeigt, in der der Crew der wahre Grund für ihre Mission genannt wird.</p>
<p>In der dargestellten Zukunft sind Reisen im Weltall scheinbar kein Problem, sondern sind dabei noch überaus angenehm. Der Mensch baut riesige Raumstationen im Weltall, siedelt auf dem Mond und kann bemannte Missionen bis zum Jupiter schicken.<br />
Der Computer HAL, der die Mission leitet, hat zum Teil menschliche Züge. So ist er z.B. von seinem Erfinder erzogen worden und lernfähig. Im Verlauf des Filmes legt er ein immer menschlicheres Verhalten an den Tag, so entschließt er sich zum Beispiel die Besatzung zu töten um der Abschaltung zu entgehen. Während der Abschaltung durch Bowman versucht HAL zuerst, ihn mit Argumenten davon abzubringen. Während seiner Abschaltung äußert HAL, dass er Angst hat.</p>
<p>Das Jahr 2001 liegt jetzt schon ein Jahrzehnt zurück und wir sind immer noch weit davon entfernt riesige Raumstationen im All zu  bauen oder auf dem Mond zu siedeln.<br />
Unsere Computer sind zwar schneller geworden, übernehmen immer mehr Aufgaben in unserem alltäglichen Leben und sind nicht mehr wegzudenken. Aber bis unsere Computer anfangen eine Persönlichkeit zu entwickeln, wird noch einige Zeit vergehen&#8230;</p>
<p>Von <strong>David Hidalgo</strong></p>
<p><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</strong></p>
<p>3)<strong> „Brazil“ </strong>von<strong> </strong><span style="color: #ff0000;">Terry Gilliam</span></p>
<p>Hollywood steht nicht allzu sehr auf düstere, hoffnungslose Stoffe. Als Kultregisseur Terry Gilliam Anfang der Achtziger Jahre sein Werk „Brazil“ mithilfe der Universal Studios veröffentlichen wollte, bat deren Chefproduzent Sid Sheinberg den Regisseur, doch bitte das Ende zu verändern hin zu einem Happy End, denn schließlich wolle man die Zuschauer nicht mit so viel Hoffnungslosigkeit und Pessimismus abschrecken. Es bedurfte eines großgedruckten Zeitungsaufrufes und viel Überzeugungsarbeit, bis sich Gilliam schließlich durchsetzen konnte. Und das ist ein Glück, denn nur so entfaltet Brazil seine ganze Aussagekraft.</p>
<p>Im Zentrum der Handlung steht Sam Lowry, ein niedriger Angestellter im übermächtigen Informationsministerium in einer nahen Zukunft. Die Welt ist hoffnungslos bürokratisiert, ein jeder hat seinen Platz im System, die Hackordnung ist klar festgelegt. Überall schießen Wolkenkratzer in die Höhe, und auch die Menschen spielen verrückt: alles was zählt, sind nur noch äußere Werte. Da werden Pudel frisiert, Wangen gestrafft und ganze Tierarten zwecks Fellverarbeitung in Mänteln ausgerottet. Sam Lowry ist unglücklich, er möchte diesem System entfliehen, aber es bleiben ihm einzig seine Träume, in denen er engelsgleich durch die Lüfte über einer silbern schimmernden Stadt gleitet und eine geheimnisvolle Frau trifft. Diese Sequenzen sind unterlegt mit Einspielungen des berühmten Samba-Klassikers „Aquarela do Brasil“, woraus sich auch der Titel ableitet. Durch einen Zufall entdeckt er die Frau aus seinen Träumen auch im wirklichen Leben: sie heißt Jill und gehört offenbar dem Widerstand an. Wie es kommen muss, verliebt er sich in Jill, doch diese verschwindet bald wieder aus seinem Leben. Als er erfährt, dass Jill verhaftet werden soll, lässt er sich befördern und geht einige Wagnisse ein, um seine Liebste aus den Klauen des Systems zu befreien.</p>
<p>In seinen Träumen bedrohen übermächtige Gegner sein engelsgleiches Idyll, gigantische Abrissbirnen verwüsten die silberne Stadt. Immer mehr ist Sam seinen Träumen ausgeliefert, die Grenzen zwischen der Realität und seinen Phantasien verschwimmen. Sams Rettungsversuch schlägt fehl, er wird festgenommen und Jill getötet. Aber er ist nicht in der Lage, ihren Tod einzugestehen, und verliert zusehends den Verstand. In seiner Vorstellung wird Sam von einer Gruppe von Terroristen befreit und kann mit einer quicklebendigen Jill in eine Art Paradies flüchten, während er in Wirklichkeit angefesselt auf seinem Verhörstuhl sitzt und von grellen Lampen angestrahlt wird. „Er ist entwischt“, bemerken die Verhörungsspezialisten resigniert, und in einem gewissen Maße hat der Universal-Chef Sid Sheinberg dann doch noch sein Happy End bekommen: denn Sam ist dem totalitären System entkommen, indem er verrückt geworden ist. Dort, wo Sam ist – in seinen Träumen nämlich – dorthin können ihm seine Feinde nicht mehr folgen.</p>
<p>Brazil ist eine klassische „Dystopie“, das Gegenteil einer Utopie. Das bedeutet, dass eine Welt dargestellt ist, in der sich alles zum Schlechten wandelt. Um dem totalitären System zu entfliehen, sind die Träume ein einziger Ausweg – doch dabei handelt es sich um ein Spiel mit dem Feuer, denn im Reich der Träume kann man sich auch schon mal leicht verlieren, wie Sam Lowry, der über den Verlust seiner großen Liebe verrückt wird. Gilliams Zukunftsvision zeichnet sich durch eine technologisierte, oberflächliche Welt aus, in der Moral und Mitgefühl keine Rolle mehr zu spielen scheinen. Jeder Einzelne erfüllt lediglich seinen Zweck im Machtapparat, und wer von der Norm abweicht, wird schnell mal zum Terroristen abgestempelt. Auch Sam Lowry ist zu Beginn des Films ein konformistischer Kleingeist, der aber eine Entwicklung zum Widerstandskämpfer und Regimefeind durchläuft. Sein Antrieb hierzu ist die unerfüllte, sehnsüchtige Liebe zu Jill. Somit erzählt Gilliam auch vom Kampf der Menschlichkeit gegen ein unmenschliches, mechanisiertes System. Dass Sam letztlich daran scheitert, seine Welt zu verändern, und sich deshalb eine Neue schaffen muss, in der all die Dinge möglich sind, von denen er nur träumen kann, zeigt wiederum den gepfefferten Pessimismus, dessentwegen sich Sid Sheinberg bis zuletzt gegen den Film gewehrt hatte.</p>
<p>Doch warum ist <em>Brazil</em> so entscheidend, dass es in dieser Liste auftauchen muss? Das liegt vor allem einmal daran, dass die Welt, die Gilliam darstellt, im Gegensatz zu manch anderen Zukunftsvisionen überaus realistisch ist. Denn trotz der von Edmund Stoiber geleiteten EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau – bewegen wir uns nicht auf eine heillos bürokratisierte Welt zu? Und haben nicht längst Schönheits-Operationen, Pudel-Maniküre und Kleiderordnungen die westliche Hemisphäre erobert? Dadurch, dass sich alles immer schneller bewegt, wird auch alles oberflächlicher. Ob Menschen jemals zu solch oberflächlichen Abreißfiguren verkommen können wie in Gilliams Film – hoffentlich lautet die Antwort Nein. Aber wir sollten uns in Acht nehmen, dass aus Gilliams düsterer Zukunftsvision nicht irgendwann bittere Realität wird.</p>
<p>Von <strong>Mirko Lehmann</strong></p>
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		<title>Wie Hollywood unsere Zukunft sieht</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zukunftstheorien aus modernen Fimen -
In den heutigen Hollywood-Filmen werden viele Theorien dargestellt, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Es gibt Katastrophenfilme, Roboterfilme und Filme über Zeitreisen, in denen es ganz unterschiedliche Ansichten der Zukunft gibt. Wir haben uns mit vier solchen Filmen beschäftigt und einen Überblick geschaffen, was davon realistisch ist und welche Theorien eher unwahrscheinlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zukunftstheorien aus modernen Fimen -</p>
<p>In den heutigen Hollywood-Filmen werden viele Theorien dargestellt, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Es gibt Katastrophenfilme, Roboterfilme und Filme über Zeitreisen, in denen es ganz unterschiedliche Ansichten der Zukunft gibt. Wir haben uns mit vier solchen Filmen beschäftigt und einen Überblick geschaffen, was davon realistisch ist und welche Theorien eher unwahrscheinlich sind.</p>
<p><em>The Time Machine (2002)<br />
</em></p>
<p>In dem Zukunftsfilm „The Time Machine“ werden verschiedene Theorien der Zukunft gezeigt. Es fängt damit an, dass Emma, die Freundin von Alexander Hartdegen, einem Dozent aus New York, bei einer Verabredung mit ihm im Park von einem Räuber getötet wird. Vier Jahre später erfindet Hartdegen eine Zeitmaschine und reist damit in die Vergangenheit, um seine Freundin zu retten. Doch dies scheitert mehrmals. Mit der Erkenntnis, dass man das Schicksal nicht beeinträchtigen kann, reist er dann in die Zukunft – und dies gleich mehrere Male. Seine erste Station spielt in der frühen Zukunft im Jahre 2030. Dort sieht er Bauplanungen für einen Mondpark, Auskunftsgeräte, die mit allen Datenbanken der Erde verbunden sind, und andere High-Tech-Maschinen. Die Menschen in der Zukunft gehen jedoch davon aus, dass Zeitreisen nicht möglich sind. Nach unserer Meinung wird es High-Tech-Geräte wie Super-Roboter wahrscheinlich noch nicht um 2030 geben, vielleicht eher noch ein halbes Jahrhundert später. Doch bestimmt wird es bis dahin einige Fortschritte in der Forschung und Technik geben, da die Wissenschaftler intensiv an neuen Erfindungen und Entwicklungen arbeiten. Im Jahr 2037, also sieben Jahre später, wird das Mondprojekt namens Lunar Luxuspark vollendet. Da es einen Unfall auf dem Mond gab, fällt der Mond auf die Erde, die Menschen werden evakuiert. Dies ist sehr weit hergeholt und sehr unlogisch. Von der Polizei verfolgt, flüchtet Hartdegen in dieser Katastrophensituation zur Zeitmaschine und reist weiter. Er landet im Jahre 802.701, wo zu seiner Verwunderung die Zeit wieder „zurückgespult“ ist. Die Behausungen, in denen die Menschen wohnen, sind wie Muscheln geformt und an steile Berge gehängt. Außerdem sprechen nur noch wenige Menschen Hartdegens &#8220;Sprache&#8221;, die zu dieser Zeit genannte Steinsprache. Nach einiger Zeit erfährt er, dass es gefährliche Kreaturen gibt, die aus der Unterwelt kommen und die oberirdischen Menschen mithilfe von Blasrohren und Seilen in die Unterwelt transportieren um sie aufzufressen oder zu Monstern entwickeln. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass es tatsächlich ein solches Riesenunglück geben wird, sodass die Kultur von neuem anfängt. So welche &#8220;Monster&#8221; wird es sehr wahrscheinlich auch nicht geben, sie existieren eher in den Gedanken der Alien und Fantasy Fans. Die Theorien im Film sind sehr interessant, auch wenn manches auch in der Zukunft wohl kaum real umsetzbar zu sein dürfte.</p>
<p><em>I,Robot (2004)<br />
</em></p>
<p>Der Film spielt in Chicago im Jahre 2035. Mittlerweile werden Roboter als Arbeiter und Helfer eingesetzt. Sie sind mechanische Wesen mit künstlicher Intelligenz. Die Roboter sind so programmiert, dass sie jedem Menschen gehorchen müssen, aber keinem Schaden zufügen können. Zusätzlich sind sie dazu verpflichtet, ihre eigene Existenz zu bewahren. Als der Chef der Entwicklerfirma U.S. Robotics, Dr. Lanning, tot aufgefunden wird, denken alle an Selbstmord. Nur der Polizist Del Spooner ist der Überzeugung, dass er von einem Roboter ermordet wurde. Der von ihm verdächtigte Roboter, der sich selbst Sonny nennt, ist Typ der neuen Roboterreihe NS-5. Spooner findet heraus, dass Sonny im Gegensatz zu den anderen Robotern nicht mit dem Zentralcomputer V.I.K.I, einem intelligenten Controller der Geböude und Roboter von U.S.R. verbunden ist. Damit hat er auch auch als einziger die Chance , sich seinen Befehlen zu widersetzen. Zusätzlich hat er auch als einziger eigene Gefühle und Emotionen entwickelt, die er aber noch nicht vollständig steuern kann. Während Roboter mehrmals versuchen Spooner umzubringen, findet er heraus, dass der Chef von U.S.R., Dr. Lanning vom Zentralcomputer V.I.K.I., welcher das ganze Gebäude steuert, in seinem Büro gefangen gehalten wurde. Schließlich wusste er keinen Ausweg mehr und beauftragte Sonny ihn umzubringen. Spooner verbündet sich mit Sonny und versucht die Roboter aus der Kontrolle von V.I.K.I. zu befreien und zu verhindern, dass der Zentralcomputer mit seinen gehorsamen Helfern die Weltherrschaft an sich reißt. Am Ende zerstören Spooner und Sonny das Zentrum von V.I.K.I. und sorgen dafür, dass die Roboter wieder zu ihrem normalen Verhalten zurückkehren. Dass ein Computer ein Gebäude steuert kann ich mir im Jahre 2035 noch nicht vorstellen, doch in einem halben Jahrhundert ist dies eventuell möglich. In der Zukunft werden Roboter und Maschinen mehr unseren Alltag bestimmen, aber dass sie einen eigenen Willen, Gefühle und Emotionen entwickeln, ist sehr unwahrscheinlich. Auch dass sie die Weltherrschaft an sich reißen wollen, um die Menschheit zu beschützen, ist eher unlogisch. Außerdem ist die Entwicklung von Robotern, die so funktionieren wie im Film, noch nicht sehr weit vorgeschritten.</p>
<p><em>2012 (2009)<br />
</em></p>
<p>Der Film „2012“ spielt, wie der Name schon sagt, in der frühen Zukunft. Er handelt von Naturkatastrophen, die im Maya-Kalender vorhergesagt wurden, und angeblich die Erde zerstören werden. Dieser Kalender endet am 21. Dezember 2012 mit dem Weltuntergang. Wissenschaftler messen deutlich erhöhte Temperaturen der Erdkruste und außergewöhnlich starke Sonneneruptionen und bestätigen damit, dass ein größeres Unglück bevorsteht. Außerdem soll es zahlreiche Vulkanausbrüche und Erdbeben geben. Die tektonischen Platten beginnen sich aufzulösen und man fängt an große Gebiete vollständig zu evakuieren. Der Präsident der USA veranlasst riesige Archen in China zu bauen, da eine Flut, wie es sie noch nie gab, erwartet wird. Die Archen sind Ergebnisse neuartigster Technik und als sehr luxuriöse U-Boote eingerichtet. Nach einer Woche beruhigt sich der neue riesige Ozean und die Archen nehmen Kurs auf Afrika, den einzigen Kontinent, der von den Naturkatastrophen verschont und angehoben wurde. Die Drachenberge in KwaZulu-Natal (Afrika)sind nun der neue höchste Punkt der Erde. Es war laut Regierungssprecher kein Weltuntergang, sondern lediglich ein Neuanfang.  Der Film ist an manchen Stellen sehr unlogisch, aber die Idee ist gar nicht so abwegig, dass die Erde durch Naturkatastrophen zerstört wird. Dies wird jedoch nicht schon in einem Jahr geschehen, sondern vermutlich erst in Tausenden von Jahren, da wir unseren blauen Planeten immer mehr durch Abgase und Umweltverschmutzung gefährden. Im Film gibt es ein Happy End, doch wer weiß, wie wir reagieren werden, wenn dieser Zustand wirklich eintreten wird.</p>
<p><em>Planet der Affen: Prevolution (2011)<br />
</em></p>
<p>Nach dem Roman „Planet der Affen“ von Pierre Boulle und dessen zahlreichen Verfilmungen in den 70ern und 2001 folgt nun die Verfilmung der Vorgeschichte (Prevolution). Im Film wird gezeigt, wie die Affen es schaffen, die Welt zu erobern. Im Gegensatz zu den anderen Filmen, in denen es nur um die Affen-Herrschaft geht. Der Film spielt in der Zukunft, allerdings ist nicht klar, wann. Will Rodman, ein junger Wissenschaftler, arbeitet in einem Pharmaunternehmen und entwickelt eine Medizin namens ALZ-112, die Alzheimer-Kranken helfen soll ihr Gedächtnis zu verbessern, um ein schöneres Leben zu führen. In seiner Firma wird mit Affen experimentiert, die auch nach mehreren Testversuchen Fortschritte zeigen, d.h., dass sie zum Beispiel schnell Puzzle lösen können. Da die sehr intelligente Affenfrau Bright Eyes ausbricht und den Menschen gegenüber sehr aggressiv wird muss ein Mitarbeiter sie erschießen. Die Untersuchungen für ALZ-112 werden abgeschlossen. Will nimmt den Sohn von Bright Eyes mit, damit er nicht getötet wird und tauft ihn mit auf den Namen Caesar. Er stellt später fest, dass die Intelligenz weiter vererbt wurde, sodass auch Caesar außergewöhnlich intelligent ist. Außerdem verabreicht Will  seinem Vater Charles, der unter Alzheimer leidet das Medikament ALZ-112 und stellt fest, dass sein Vater zum ersten Mal seit vielen Jahren richtig glücklich ist.  Lange lebt er ohne Probleme mit Caesar unter einem Dach. Doch als Caesar eine Auseinandersetzung mit dem Nachbarn hat, wird er in ein Tierheim verbannt. Auch Charles wird immer kranker da sein Körper Antikörper gegen ALZ-112 gebildet hat. Er weigert sich das neuere, aggressivere Medikament ALZ-113 zu nehmen und stirbt. Caesar sieht wie die Affen wirklich behandelt werden und klaut daraufhin ein paar Medikamente aus Wills Wohnung. Danach versprüht er sie in den Käfigen sodass alle Affen intelligenter werden. Sie brechen in der Nacht aus und wollen über die Golden Gate Bridge flüchten. Auf der Brücke kommt es zu einem erbitterten Kampf zwischen Affen und Polizei, bei dem jedoch die Affen keine großen Verluste erleiden. Der Nachbar Hunsiker, der sich mit ALZ-113 angesteckt hatte, reist nun nach Europa, von wo aus sich das tödliche Virus über die ganze Menschheit ausbreitet. Wir halten den Film nicht für realistisch, da es noch lange dauern wird, einen Stoff zu entwickeln, der die Intelligenz steigert. Außerdem glaube ich nicht, dass es die Affen danach schaffen würden, auszubrechen, zu flüchten und Kämpfe gegen gut bewaffnete Polizei zu gewinnen. Auch wenn ein solches Virus tatsächlich ausbrechen würde, könnte ich mir nicht vorstellen, dass die Menschheit es nicht unter Kontrolle bekommt, da es schon viele Krankheiten oder Viren auf der Welt gab, die ohne sehr viele Opfer bewältigt werden konnten.</p>
<p><strong>Julian Roth, Lennart Heydweiller</strong></p>
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		<title>Träumen tun alle &#8211; ein paar Kindheitsträume von Prominenten!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kindheitsträume der Prominenten im Vergleich zu heute
Jeder bekannte/r Schauspieler/-in oder Sänger/-in hat mal klein angefangen. Sei es in der Schauspiel- oder Musikschule. Doch nicht bei jedem war sofort zu erkennen, dass er/ sie mal hochhinaus möchte. Es ist sehr schwer zu sagen, was in der Zukunft passiert und wer Glück in seinem Leben, wie z.B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Kindheitsträume der Prominenten im Vergleich zu heute</span></strong></p>
<p>Jeder bekannte/r Schauspieler/-in oder Sänger/-in hat mal klein angefangen. Sei es in der Schauspiel- oder Musikschule. Doch nicht bei jedem war sofort zu erkennen, dass er/ sie mal hochhinaus möchte. Es ist sehr schwer zu sagen, was in der Zukunft passiert und wer Glück in seinem Leben, wie z.B. im Beruf, haben wird. Darum stelle ich euch vier verschiedene Prominente vor, die genauso wie normale Menschen auch Kindheitsträume hatten und vergleiche diese dann mit dem, was sie heute sind.</p>
<p>Zunächst gibt es den Typ Mensch, die schon immer bekannt werden wollten. Wie bei Karl Lagerfeld. Dieser wusste schon in Kindesalter, dass er eine Legende werden wollte. Er kam zwar vom Lande, doch hatte eine Begabung für das Zeichnen. So ist er dann später nach Paris gezogen, um dort für eine wohlhabende Gesellschaft designen zu können. Auch Selena Gomez entwickelte schon sehr früh Interesse an der Schauspielerei. Doch das lag auch an ihrer Mutter, die im Theater arbeitete. Daraufhin sind Selena und ihre Mutter nach Los Angeles gezogen, um Jobangebote für die Tochter anzunehmen. Ihr Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen und sie ist heute ein erfolgreicher Teeny-Star. Dies hat sie sich ganz alleine zu verdanken, im Gegensatz zu Drew Barrymore, die schlagartig mit dem Film E.T. berühmt wurde. Sie war damals gerade erst sieben Jahre alt und konnte ihren Erfolg gar nicht genießen. Dadurch fiel sie in ein tiefes Loch mit Drogen und psychischen Problemen. Glücklicherweise hat sie ein Comeback gestartet und spielt heute in vielen verschiedenen Komödien mit. Man kann nur rätseln ob es für sie besser gewesen wäre, wenn sie eine ganz normale Kindheit erlebt hätte oder, ob der Durchbruch genau der richtige Weg für sie war. Außerdem weiß man nicht genau, ob es wirklich ihr Traum von der Schauspielerei war oder einfach der der Eltern. Zuletzt gibt es noch eine ganz andere Gruppe: die Leute, die eigentlich gar keine Schauspieler werden wollten. Wie zum Beispiel Colin Farrell. Zunächst verfolgte er ganz andere Ziele als die Schauspielerei und wollte in die Fußstapfen seines Vaters Eamon treten, der in den 60ern als Profi-Fußballer bei den &#8220;Shamrock Rovers&#8221; spielte. Doch er kam nicht mit den strengen Regeln an seiner früheren Schule klar und hat sie ohne Abschluss abgebrochen, da er dann doch den Wunsch hatte eine Schauspieler-Karriere einzuschlagen. So wurde sein Kindheitstraum als Fußballer zwar nicht erfüllt, doch er wurde trotzdem bekannt und hat eine sehr erfolgreiche Karriere.</p>
<p>Alles in allem bleiben Kindheitsträume nun mal nur Träume, die sich bei den wenigsten erfüllen. Doch wenn diese wahr werden, dann ist es jedes Mal schön zu wissen, dass es auch Wunder auf der Erde gibt.</p>
<p>Sophia Jelena Bobic/ Roxana Böhmer</p>
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		<title>Erdbeben in London&#8230; am Bonner Theater</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Lydia Reisch
„Erdbeben in London“: 
Die deutschsprachige Erstaufführung am Bonner Theater
 
„Das Stück wird mit so viel Bühnenbild, Musik, Licht, Projektionen, etc. wie möglich präsentiert. Alles kommt vor. Es ist zu viel. Im Stück geht es um Maßlosigkeit, und wir sollten das spüren. Szenen prallen aufeinander, rücksichtslos. Sie fließen ineinander, überlappen sich. Die Produktion soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von<strong> Lydia Reisch</strong></p>
<p><strong>„Erdbeben in London“: </strong></p>
<p><strong>Die deutschsprachige Erstaufführung am Bonner Theater</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><em><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/bild2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6339" title="THEATER BONN: ERDBEBEN IN LONDON" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/bild2-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>„Das Stück wird mit so viel Bühnenbild, Musik, Licht, Projektionen, etc. wie möglich präsentiert. Alles kommt vor. Es ist zu viel. Im Stück geht es um Maßlosigkeit, und wir sollten das spüren. Szenen prallen aufeinander, rücksichtslos. Sie fließen ineinander, überlappen sich. Die Produktion soll immer in Gefahr sein, ins Chaos abzugleiten, es soll jedoch nie wirklich dazu kommen.“</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>So legt es Mike Bartlett in seinem 2010 uraufgeführten Stück „Erdbeben in London“ fest, das das Bonner Theater nun unter der Regie von Johannes Lepper als deutschsprachige Erstaufführung ins Programm aufgenommen hat.</p>
<p>Es geht um eine Familie, eine zerrüttete Familie mit Namen Crannock. Die drei Schwestern Sarah (Tatjana Pasztor), Freya (Birte Schrein) und Jasmine (Maria Munkert) wurden nach dem Tod ihrer Mutter Grace (Sabine Wegmann) von ihrem Vater Robert (Wolfgang Rüter) vor die Tür gesetzt. Robert Crannock ist heute ein erfolgreicher Autor wissenschaftlicher Werke. In ihnen prophezeit er herannahende Klimakatastrophen, die totale Zerstörung der Erde, wie wir sie heute kennen. Mutter Natur werde sich für die Zügellosigkeit und die Ausbeutung durch die Menschheit sehr bald rächen, so Crannock:</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„Der beste Weg den CO</em><em>2-Fußabdruck zu verringern? Kein Fuß. Sie wollen grün sein? Hören Sie auf zu atmen. Der Planet kann eine Milliarde Menschen aushalten. Wir haben gegenwärtig sieben Milliarden. Also wird er in den nächsten hundert Jahren die Bilanz ausgleichen. Sechs Milliarden Menschen werden innerhalb einer Generation von der Erdoberfläche verschwinden. Massenmigration weg vom Äquator, Weltkriege, Hungersnöte…“</em></p>
<p>Doch Robert muss auch mit einem Sündenfall leben. In den frühen 1970er Jahren wurde er von einer Fluggesellschaft dafür bezahlt, die Ergebnisse seiner Nachforschungen bezüglich des Schadens für die Umwelt bei wachsendem Flugverkehr zu fälschen. Fliegen habe keine negativen Auswirkungen auf die Natur, stand da plötzlich in den überarbeiteten Dokumenten. Robert musste eine Familie ernähren, da kam das angebotene Geld gerade recht.</p>
<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/bild1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6338" title="THEATER BONN: ERDBEBEN IN LONDON" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/bild1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Sarah, die arbeitende Business-Frau, setzt sich als Umweltministerin für den Ausbaustopp von Flughäfen ein und vernachlässigt dabei völlig ihre Ehe. Jasmine, die Jüngste, betäubt sich mit Sexgeschichten, Drogen und Alkohol. Freya ist hochschwanger und das instabilste Glied der Familie. Die Prognosen ihres Vaters lassen sie daran zweifeln, dass es gut ist, ein Kind in diese Welt zu setzten. Sie driftet mehr und mehr in eine Traumwelt ab, in der ihr groteske Gestalten begegnen, die ihr ein Erdbeben mit zerstörerischem Ausmaß voraussagen. Auf ein Erdbeben wartet der Zuschauer aber vergeblich.</p>
<p>So, wie es der Autor vorgesehen hat, wird das Stück durch schnelle Szenenwechsel bestimmt. Es entsteht eine Dynamik, die dafür sorgt, dass der Zuschauer trotz der enormen Länge des Theaterabends niemals unaufmerksam wird, oder mit den Gedanken abschweift. Die Geschichte erschließt sich einem ganz allmählich, was das Fesselnde der Produktion ausmacht, wenn es auch keinen ersichtlichen Spannungsbogen gibt.</p>
<p>Video- und Toneinspielungen sorgen zusätzlich für eine gewisse Reizüberflutung, die zur Thematik und dem Stil des Stücks passt, so sollen uns ja Zügellosigkeit und Maßlosigkeit vor Augen geführt werden. Im Kontrast dazu steht die schlicht gehaltene Bühne. Das Bühnenbild, bestehend aus Sofa, Schreibtisch und Kühlschrank verliert sich etwas auf der riesigen schwarz-weiß gehaltenen Bühne. Dafür gilt die gesamte Aufmerksamkeit den Schauspielern, die es schaffen, den Charakteren Leben einzuhauchen und den leeren Raum auszufüllen.</p>
<p>Die Dynamik des Stücks wird auch durch den Wechsel zwischen surrealer Phantasiewelt Freyas und trister Realität bestimmt, wobei die Grenzen teilweise verwischen. Trotz der düsteren Grundstimmung sorgen ein gewisser Sarkasmus und Humor dafür, dass kein beklemmendes Gefühl entsteht.</p>
<p>Diese düstere Stimmung ist genau wie das Wasser, das in Freyas Phantasiewelt häufig vorkommt (das Bonner Theater lässt es sogar auf der Bühne regnen), ein roter Faden, der sich durch den Abend zieht, am Ende allerdings jäh abreißt. Freyas Kind wird plötzlich zu einer Erlöserfigur, die Menschheit scheint gerettet und hat aus ihren Fehlern gelernt. Dieses kitschige Ende passt nicht zum Rest der Geschichte und irritiert. Der befürchtete Appell mit erhobenem Zeigefinger bleibt dafür aus.</p>
<p>Alles in Allem lohnt es sich, dem neuen Stück einen Besuch abzustatten, man muss allerdings die dreistündige Dauer inklusive Pause einplanen. Das behandelte Thema ist aktuell, denn wir alle müssen uns mit der Zukunft des Planeten auseinandersetzten. Trotzdem steht es nicht im Mittelpunkt, wie man vielleicht annehmen könnte. Es schafft vielmehr den Rahmen für ein gelungenes Familiendrama.</p>
<p><strong>Nächste Termine: </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Mi. 23.11.11 // 19:30 Uhr // Kammerspiele</p>
<p>Fr. 30.12.11 // 19:30 Uhr // Kammerspiele</p>
<p>Sa. 14.01.12 // 19:30 bis 21:30 Uhr // Kammerspiele</p>
<p><strong>Internetlink des Bonner Stadttheaters:</strong></p>
<p><a href="http://www.theater-bonn.de/">www.theater-bonn.de</a><br />
<strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn ich Du wär… eine Theaterkritik</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ema Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
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Am 14.10.2011 waren wir mit unserer Klasse(9c) in dem Theaterstück „Wenn ich Du wär…“. Es wurde im Jungen Theater Bonn aufgeführt. Das Stück ist nach dem Spiel „wenn ich du wäre“ benannt, was sicher einige von euch kennen.  Bei dem Spiel geht es darum, seine Freunde in die peinlichsten oder lustigsten Situationen zu bringen. Jan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Wenn ich du wär..." src="http://www.junges-theater-bonn.de/img/db/0_1019.jpg" alt="Szene aus dem Theaterstück" width="440" height="313" /></p>
<p>Am 14.10.2011 waren wir mit unserer Klasse(9c) in dem Theaterstück „Wenn ich Du wär…“. Es wurde im Jungen Theater Bonn aufgeführt. Das Stück ist nach dem Spiel „wenn ich du wäre“ benannt, was sicher einige von euch kennen.  Bei dem Spiel geht es darum, seine Freunde in die peinlichsten oder lustigsten Situationen zu bringen. Jan, die Hauptperson, hat vier Wochen sturmfrei, da seine Mutter nach einem Unfall zur Kur geht. Er hat vor, mit seiner Freundin Lea zu schlafen und freut sich auf vier Wochen „Bunga-Bunga Party“ mit seinen Freunden Robin und Mark. Allerdings kommt etwas dazwischen, denn auf einmal klingelt eine alte Frau bei ihm, die behauptet seine Großmutter zu sein. Nachdem sie lange Zeit in Indien in einer Hippie-Kommune gelebt hat, möchte sie sich jetzt um ihren Enkel kümmern. Jan erfreut das natürlich gar nicht und er ist genervt von seiner Großmutter.</p>
<p>Als diese ihn beauftragt Gras für sie zu besorgen, lernt er Jeremiah kennen. Ein gleichaltriger, aus dem Sudan geflüchteter Junge. Seine Eltern wurden vor einiger Zeit abgeschoben. Aus Neugier folgt Jan ihm und entdeckt, dass er in einem heruntergekommenen Bretterhaus lebt und sich vor der Polizei verstecken muss, da er illegal in Deutschland lebt. Jan gewinnt langsam das Vertrauen von Jeremiah und überredet ihn, für einige Zeit bei ihm zu wohnen. Allerdings darf Jan die Lebenssituation Jeremiahs gegenüber niemandem erwähnen. Deswegen vernachlässigt er seine Freunde und seine Freundin, welche jedoch bald herausfinden, dass ein fremder Junge bei Jan wohnt. Sie stempeln Jan damit als schwul ab. Durch Facebook weiß das auch bald die ganze Klasse. Die Situation spitzt sich zu, weil auch Jans Großmutter bald merkt, dass Jeremiah nicht, wie Jan behauptet, ein Klassenkamerad ist. Auch Jeremiah wird von alten Bekannten bedroht.</p>
<p>Das Thema des Stückes ist gut gewählt, denn es vereint viele aktuelle Themen. Es geht um soziale Netzwerke, die Frage wie sie das heutige Leben bestimmen und wie wichtig sie für Jugendliche sind. Außerdem spielen Homosexualität und der Umgang damit, illegale Einwanderung, Liebe und Freundschaft eine große Rolle. Dies spricht eigentlich jeden an, denn es ist aktuell und realitätsnah. Jedoch ist die Sprache speziell auf Jugendliche ausgerichtet. Trotz der ernsten Themen gab es viel zu lachen.</p>
<p>Die schauspielerischen Leistungen waren ebenfalls sehr gut, niemand hatte Textprobleme und die Situationen wurden von allen authentisch rübergebracht. Leider wurde es im Saal etwas unruhig, was auch mit den lustigen Stellen zusammenhing und auch damit, dass eine große Menge an Schülern zugeschaut hat.</p>
<p>Insgesamt war es ein sehr gelungenes Stück, welches durch Humor aufgelockert wurde. Durch die realitätsnahe Handlung, brachte es einen trotzdem zum Nachdenken außerdem harmonierten die Schauspieler sehr gut miteinander und die Kulisse war gut gemacht.</p>
<p><strong>Von Lena Schneider und Franca Geich-Gimbel</strong></p>
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		<title>Der Kerl mit dem Schmetterlingsnetz &#8211; Filmkritisches zu &#8220;The Tree of Life&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 21:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt kein Seiendes ohne das Sein. So oder so ähnlich haben wir das im Philosophie-Unterricht in der Stufe 11 gelernt. Manch einem steht die Erfahrung noch bevor, andere haben sie bereits wieder verdrängt. Dieses Prinzip des Philosophen Martin Heidegger dürfte aber einer Person sehr geläufig sein. Die Rede ist von Terrence Malick, dem Enfant [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt kein Seiendes ohne das Sein. So oder so ähnlich haben wir das im Philosophie-Unterricht in der Stufe 11 gelernt. Manch einem steht die Erfahrung noch bevor, andere haben sie bereits wieder verdrängt. Dieses Prinzip des Philosophen Martin Heidegger dürfte aber einer Person sehr geläufig sein. Die Rede ist von Terrence Malick, dem <em>Enfant terrible</em> des amerikanischen Kinos. Wenn der mal nicht gerade dabei ist, Heidegger zu übersetzen, wie er es in seiner Zeit als Philosophie-Student mit Promotionsansprüchen an der Harvard-Universität tat, dreht er nämlich hin und wieder mal einen Film. Wobei, hin und wieder ist schon zu viel gesagt. In den vierzig Jahren, in denen er zum Filmgeschäft gehört, hat er nämlich ganze fünf Filme fertig gestellt. Zwischendurch hat sich der als öffentlichkeitsscheu bekannte Regisseur mal eben für zwanzig Jahre zurückgezogen. So richtig genau weiß eigentlich keiner, was diesen Terrence Malick so umtreibt. Aber alle Schauspieler, die je mit ihm gearbeitet haben, sind völlig von der Rolle und beschreiben ihre Zusammenarbeit als inspirierende Erfahrung. Brad Pitt zum Beispiel, der den Cast zu Malicks neuestem Machwerk <em>The Tree of Life</em> anführt, schwärmt: „<em>Er ist wie ein Kerl mit einem Schmetterlingsnetz, der wartet, um den richtigen Moment einzufangen.</em>“ Malick zaubert keine Schmetterlinge herbei, er wartet darauf, bis sie ihm freiwillig ins Netz gehen. Aber vielleicht ist ihm ja dieses Mal eine Motte ins Netz gegangen?</p>

<a href='http://schulmagazin.ema-bonn.de/2011/07/15/der-kerl-mit-dem-schmetterlingsnetz-filmkritisches-zu-the-tree-of-life/terrence_malick/' title='terrence_malick'><img width="150" height="150" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/07/terrence_malick-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="terrence_malick" title="terrence_malick" /></a>
<a href='http://schulmagazin.ema-bonn.de/2011/07/15/der-kerl-mit-dem-schmetterlingsnetz-filmkritisches-zu-the-tree-of-life/admiral/' title='Admiral'><img width="150" height="150" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/07/Admiral-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Admiral" title="Admiral" /></a>

<p><img src="/Users/Mirko/Documents/Mirko/Mirko%20Dateien/Spielereien/terrence_malick.jpg" alt="" /></p>
<p>Der Film beginnt mit einem Zitat aus dem Buch Hiob. W<em>o warst du, als ich die Erde gründete? Sag an, wenn du Bescheid weißt! Wer hat die Maße bestimmt … als die Morgensterne frohlockten und alle Gottessöhne jubelten? </em>Ein flackerndes Licht breitet sich langsam auf der Leinwand aus. Dazu mystische Musik. Das Licht erlischt, Mrs. O’Brien (Jessica Chastain) geht in ihrem gutbürgerlichen Eigenheim zur Tür und nimmt lächelnd vom Briefträger die Post entgegen. Eine Minute später krümmt sie sich schluchzend zu Boden. Jemand ist gestorben, ihr mittlerer Sohn. Aufmunternde Worte, Tränen, Verzweiflung. Mr. O’Brien (Brad Pitt) reckt das Kinn hervor, er lässt sich keine Erschütterung anmerken. Es gibt zwei Wege durchs Leben, spricht eine Frauenstimme in das Dunkel hinein. Den Weg der Natur, und den Weg der Gnade. Die Natur ist rachsüchtig, egoistisch, grausam. Die Gnade ist menschlich, uneigennützig, liebevoll. Es ist unschwer zu erraten, welcher der beiden Eheleute welchen der Wege symbolisiert. Der Bildschirm wird schwarz, ein Zeitsprung findet statt. Der älteste Sohn Jack (Sean Penn) ist bereits erwachsen und ein erfolgreicher Architekt. Aber ihm fehlt etwas im Leben, das er nicht in seinen futuristischen Hochhausbauten finden kann. Und er erinnert sich zurück…</p>
<p>Abschnitt. Das flackernde Licht kehrt zurück, und andere Bilder. Faszinierende Bilder, die von der Entstehung der Welt erzählen. Es ist der Urknall, das Leben erwacht auf der Erde. An einem Flussufer liegt ein Dinosaurier, verletzt, geschwächt. Ein anderer Dino kommt hinzu und drückt ihn zu Boden. Ihre Dinosaurieraugen treffen sich, sie schnaufen lautstark. Der Jäger verschont sein Opfer. Seit es Leben auf der Erde gibt, hat es immer über den Tod triumphiert, will das bedeuten. Es geht darum, dass ewige Gnade und vergängliche Herrschsucht zu einer ausgeglichenen Einheit verschmelzen. Wieder wird der Bildschirm schwarz, die eigentliche Handlung beginnt. Es geht um das Schicksal der Familie O’Brien in einer texanischen Kleinstadt der fünfziger Jahre. Alles ist in bester Ordnung, das Gras im Vorgarten ordentlich gerupft, die kleinbürgerliche Idylle wird allerhöchsten von Kindergeschrei gestört. Der kleine Jack (Hunter McCracken) und seine beiden jüngeren Brüder toben herum. Es ist eine unbeschwerte Kindheit voller kleiner Wunder und versteckter Wünsche. Die gnadenvolle Mutter schwebt wie eine Engelsgestalt über dem Geschehen. Helft einander, rät sie ihren Jungen. Liebt einander. Vergebt einander.</p>
<p>Dagegen steht der Vater, Mr. O’Brien. Er wirft einen Schatten auf Jacks Kindheit, gefällt sich in der Rolle des Haustyrannen. Seine Kinder müssen zu ihm „Sir“ sagen, er straft mit Härte und zwingt seine Jungen, ihn zu schlagen, damit sie zu echten Männern heranreifen und eines Tages ihr eigener Herr sein können. Wo die Mutter Gnade zeigt, predigt er Gewalt. Er ist das traurige Abbild eines Mannes, der seinen Traum verkauft hat. Er hätte ein großer Musiker werden können, aber nun ist er Kirchenorganist und betätigt sich in einer Raffinerie. Das Spannungsverhältnis ist unerträglich für die Jungen. „Vater. Mutter. Ewig ringt ihr in mir“, flüstert Jack dem Zuschauer zu, die Augen blitzen gefährlich. Je älter Jack wird, desto ähnlicher wird er seinem Vater. Der mittlere Sohn, genau jener, der zu Beginn des Films stirbt, hat die Gnade seiner Mutter geerbt. Jack lässt seine Aggressionen an ihm heraus, die eigentlich auf den Vater gerichtet sind. Die meiste Zeit steht er im Mittelpunkt des Geschehens, er und seine Irrwege in der späten Kindheit. Und immer wieder kommt dieses flackernde Licht…</p>
<p>„The Tree of Life“ ist ein anstrengender Film. In jeder Hinsicht. Es ist anstrengend, jedem Gedankengang zu folgen, aber auch schon anstrengend, ihn zu sehen. Kein Wunder, dass bei der Premierenvorstellung in Cannes viele Zuschauer schon vorher den Saal verließen. Und von denjenigen, die sitzen blieben, bis das flackernde Licht zum letzten Mal auftaucht, straften nicht wenige den Film mit Buhrufen und höhnischem Applaus. Dennoch gewann der Film in Cannes die Goldene Palme als bester Film des Festivals. Und das ist auch zu einem gewissen Teil nachvollziehbar, denn eines gelingt dem Film mit Sicherheit: er wird den Menschen im Gedächtnis bleiben. Vor allem schafft es Malick, unvergessliche Bilder zu erzeugen und mit beeindruckender Kameraarbeit zu arbeiten. Der lange Mittelteil des Films rund um Jacks Kindheit ist ein nicht enden wollender Bewusstseinsstrom, dessen Einzelelemente teilweise nur lose oder gar nicht miteinander verknüpft sind. Es handelt sich um Erinnerungen, kindliche Erinnerungen, und es gelangt der Kamera meisterhaft, diese völlig subjektive Perspektive eines heranreifenden Jungen einzunehmen, der sich irgendwo zwischen Liebe und Wahnsinn bewegt und nach seinem Platz in der Welt sucht. Gefühle, Berührungen, Gedanken – in Malicks Universum ist nichts zu klein. Aus dieser Grundhaltung zieht „The Tree of Life“ auch eine außergewöhnliche Schönheit.</p>
<p>Beeindruckend sind auch die Bilder von der Entstehung des Universums, die Malick zum Teil durch chemische Reaktionen in der Petrischale entstehen ließ. In tausendfacher Vergrößerung lassen sich aus den Molekularteilchen Bilder lesen, die das ganze Leben in sich spiegeln. Während dieser Momente entwickelt der Film eine ganz eigene Dynamik und Sogkraft, die er leider nicht bis zum Ende hin durchhält. Jacks Kindheitserinnerungen verblassen, und der erwachsene Jack findet sich in einer Art Jenseits wieder, wo ihm all die Menschen begegnen, die ihm im Leben etwas bedeutet haben. Wo der Film bis dahin verschiedene philosophische und psychologische Interpretationsebenen angeboten hatte, wird nun seine spirituelle Natur endgültig offenbart. Malicks Naturgott ist grausam und ungerecht, aber er hat den Menschen geschaffen, um auf Erden Gerechtigkeit und Gnade herrschen zu lassen. Zum Ende hin wirkt „The Tree of Life“ immer mehr wie Malicks cineastische Selbstfindung, wie sein Weg zu Gott und Erkenntnis. Was sich da auf der Leinwand abspielt, ist reine Selbstdarstellung, erkennt der gelittene Zuschauer, und das raubt diesem Film einiges an Aussagekraft. Die guten Ansätze werden in Spiritualismus und Mystik buchstäblich ertränkt. Hätte sich Malick nicht zu sehr auf die religiöse, pantheistisch anmutende Ebene eingeschossen und wäre bei seiner ursprünglichen Deutungsvielfalt geblieben, hätte „The Tree of Life“ ein besserer Film werden können.</p>
<p>Überhaupt wäre ein bisschen mehr Subtilität keine schlechte Idee gewesen. Mit fortschreitender Laufzeit befreit Malick den Zuschauer immer mehr von der Aufgabe, den Film selbst deuten zu wollen, und lässt seine Schauspieler aus dem Off die Botschaften ins Mikrofon hauchen.  Das ist nicht nur platt, sondern auch beleidigend. Dabei hat man ständig das Gefühl, dass Malick durchaus etwas zu sagen hat. „The Tree of Life“ erzählt von den großen Geschichten der Menschheit, von dem ewigen Rivalitätsverhältnis zwischen Mensch und Natur und dem Gegensatz von Liebe und Angst. Die Entwicklung des jungen Jack ist glaubwürdig dargestellt, und viele Facetten der kindlichen Psyche treten zutage. Was beeinflusst uns? Wer können wir sein? Wohin führt uns unser Weg? Malick wirft viele interessante, große Fragen auf. Nur mit ihrer Beantwortung tut er sich schwer. Vermutlich hätte sich auch kein anderer Regisseur daran gewagt, Antworten auf diese großen Fragen zu finden. Das zeichnet Malick aus, ruft beim Zuschauer allerdings auch Skepsis hervor. Letzten Endes hat „The Tree of Life“ seine stärksten Momente dort, wo er am Bescheidensten ist.</p>
<p>Für die Musik ist Alexandre Desplat zuständig, der mit monumentalen Choralgesängen den Urknall unterlegt und bei der Darstellung der Kindheitserinnerungen gekonnt mit Elementen aus Smetanas Moldau spielt. Schauspielerisch gibt es bei „The Tree of Life“ nicht viel zu meckern. Brad Pitt bringt ein wenig Hollywood-Glamour in das biedere Ambiente der Fünfziger, Jessica Chastain wird ihre Rolle zu einem Karrieredurchbruch verhelfen und auch der junge Hunter McCracken darf sich nach seiner starken Performance in „The Tree of Life“ Hoffnungen auf eine erfolgreiche Zukunft machen. Unfreiwillig kurios wirkt allerdings der Auftritt von Sean Penn, der in seiner Rolle als erwachsener Jack einfach wahnsinnig unterfordert ist. Der zweimalige Oscarpreisträger hat die Rolle wohl nur aus Freundschaft zu Terrence Malick angenommen, mit dem er schon in „Der schmale Grat“ (1999) erfolgreich zusammengearbeitet hatte.</p>
<p>Unterm Strich bleibt „The Tree of Life“ ein beeindruckender Film, dem sich viele interessante Aspekte abgewinnen lassen. Aber selbst wer sich für philosophische Themen interessiert, sollte sich darauf gefasst machen, dass der Film einiges an Geduld und Konzentration vom Zuschauer abverlangt. Wer diese nicht aufbringt oder einer Reise ins Herz der Menschheit nicht viel abgewinnen kann, dem sei von einem Kinogang eher abgeraten. Wer sich allerdings von schamlosen Spiritualismus und einer mühsamen Erzählstruktur nicht abschrecken lässt, dem kann der Film etwas bieten. Er macht es uns schwer, ihn zu sehen – aber auch schwer, ihn zu vergessen. Und wenn Malick eines mit seinen Filmen erreichen will, dann das.  Der Erfolg gibt ihm Recht…</p>
<p><em>Von Mirko Lehmann</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Buchtipps für die Sommerferien</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 18:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l.reisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tod berichtet von den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges: „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak
 
 
Der Roman „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak, der textgleich als Jugend- und Erwachsenenausgabe vorliegt, ist im Jahr 2008 erschienen und umfasst 592 Seiten.
Liesel Meminger wird nach dem Tod ihres Bruders von Rosa und Hans Hubermann aufgenommen. Obwohl die Geschichte zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Tod berichtet von den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges: „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Der Roman <em>„Die Bücherdiebin“ </em>von Markus Zusak, der textgleich als Jugend- und Erwachsenenausgabe vorliegt, ist im Jahr 2008 erschienen und umfasst 592 Seiten.</p>
<p>Liesel Meminger wird nach dem Tod ihres Bruders von Rosa und Hans Hubermann aufgenommen. Obwohl die Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus spielt, hat Liesel von da an eine glückliche Kindheit. Sie beginnt Bücher zu stehlen, zuerst nur ein vergessenes Buch aus dem Schnee, später eines, das verbrannt werden sollte. Liesel stiehlt sogar die Herzen ihrer Mitmenschen. Zusammen mit Hans Hubermann und Max, einem Juden, der im Keller versteckt wird, entdeckt Liesel die Sprache und lernt sie zu lieben.</p>
<p>Alleine durch die gewitzte und intelligente Erzählweise des Todes (denn die Geschichte von Liesel wird vom Tod höchstpersönlich erzählt), wird die Macht der Sprache deutlich. Aber auch die Nazipropaganda wird thematisiert. Der Leser bekommt einen Einblick in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die Einzelschicksale, die damit verbunden waren. Obwohl sich die Geschichte fast nur in Molching bei München abspielt, passiert unheimlich viel, sowohl Schönes, als auch Schreckliches. In beiden Fällen gibt es Passagen, die beim Leser ohne Probleme für Gänsehaut sorgen.</p>
<p>Mich hat ebenfalls die Gestaltung des Buches fasziniert. Kleine Bemerkungen und Einschübe des Todes sind hervorgehoben und schön gestaltet. Zu Beginn eines Kapitels werden alle Mitwirkenden aufgezählt. Außerdem enthält der Roman weitere kleine Geschichten, die mit Zeichnungen versehen sind und von einem der Charaktere stammen.</p>
<p><em>„Die Bücherdiebin“ </em>ist eine Hommage an die Sprache und das geschriebene Wort und überzeugt schon alleine durch Formulierungen wie:</p>
<p><em>„Sie gingen nach Dachau, um sich zu konzentrieren.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Eine etwas andere Liebeserklärung an die Literatur: „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>„Die Stadt der Träumenden Bücher“</em> von Walter Moers ist im Jahr 2004 erschienen, umfasst 464 Seiten und ist dem Genre <em>Fantasy</em> zuzuordnen.</p>
<p>Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz, ein Dinosaurier von der Lindwurmfeste, erbt von seinem Dichtpaten ein makelloses Manuskript, das von nun an sein Denken beherrscht. Er möchte den Autor ausfindig machen und gelangt nach Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher. Hier erlebt er einige Abenteuer und trifft schließlich auf den Schattenkönig, der die unterirdischen Katakomben dieser Stadt regiert.</p>
<p>Wer Romane von Walter Moers kennt, der weiß, dass man sich bei der Lektüre seiner Werke in eine völlig neue Welt, eine fiktive Welt namens <em>„Zamonien“</em> begibt, in der Daseinsformen existieren, die uns „Erdenbewohnern“ völlig fremd sind. Lässt man sich darauf ein, fällt es auch nicht schwer, die Sichtweise eines Dinosauriers anzunehmen.</p>
<p>Hildegunst von Mythenmetz schildert dem Leser eine phantasievolle, gefährliche und spannende Reise nach und durch Buchhaim, die auch einige Schmunzler hervorrufen kann. Nicht zuletzt durch die Illustrationen, die vom Autor selbst stammen.</p>
<p>Unvorhersehbare Wendungen sorgen für Dynamik und Spannung.</p>
<p>Kurzum:<em> „Die Stadt der träumenden Bücher“</em> ist jedem zu empfehlen, der gerne mal dem Alltag entflieht und sich auf Neues einlässt, aber seit gewarnt:</p>
<p><em>„Ich rede von einem Ort, wo einen das Lesen in den Wahnsinn treiben kann. Wo Bücher verletzen, vergiften, ja, sogar töten können. Nur wer wirklich bereit ist, für die Lektüre dieses Buches derartige Risiken in Kauf zu nehmen, wer bereit ist, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um an meiner Geschichte teilzuhaben, der sollte mir zum nächsten Absatz folgen.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align: right">Hildegunst von Mythenmetz</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust: „Seelen“ von Stephenie Meyer</strong></p>
<p>Der romantische Zukunftsroman <em>„Seelen“</em> von Stephenie Meyer erschien 2008 und umfasst 864 Seiten. Es handelt sich um ein Jugendbuch (ab 14), ist aber auch für Erwachsene zu empfehlen.</p>
<p>Wir befinden uns in der Zukunft. Die Menschheit wurde von <em>„Seelen“</em> besetzt, die den Körper übernehmen, und in ihm weiterleben. Kleine Grüppchen von Menschen leisten jedoch Widerstand und verstecken sich in den Bergen, Wäldern und der Wüste. So auch Melanie, bis sie schließlich doch gefasst wird. Die Seele Wanda wird in den Körper von Melanie eingesetzt, muss jedoch bald feststellen, dass auch Melanies Geist noch aktiv ist. Die beiden teilen sich von nun an einen Körper und auch ihre Erinnerungen. Durch die starke Sehnsucht von Melanie nach Jared, ihrem Geliebten, der noch irgendwo versteckt lebt, verliebt sich schließlich auch Wanda in ihn und eine Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern beginnt.</p>
<p>Hat man einmal angefangen zu lesen, kann man bald nicht mehr aufhören und legt das Buch erst wieder aus der Hand, wenn der Inhalt von 864 Seiten „aufgesogen“ ist, was bei diesem Roman schneller geht, als einem lieb ist.</p>
<p>Da der Leser von Beginn an nur das Wissen von Wanda besitzt, die selbst zum ersten Mal auf der Erde lebt, ist es spannend, zusammen mit ihr mehr über Melanie und Jared herauszufinden und sich schließlich auf die Suche nach Jared zu begeben. Die Beziehungen der Personen zueinander (und natürlich auch die Liebesbeziehung zwischen Wanda, Melanie und Jared) stehen hier im Vordergrund, es handelt sich also eher um einen „Mädchen-Roman“. Trotzdem ist die Geschichte nicht „schnulzig“.</p>
<p><strong>Thriller oder doch Science-Fiction? Egal, Hauptsache gut: „Die Glasbücher der Traumfresser“ von Gordon Dahlquist</strong></p>
<p>Der viktorianische Roman<em> „Die Glasbücher der Traumfesser“</em> von Gordon Dahlquist aus dem Jahr 2007 umfasst 864 Seiten und ist für Erwachsene geschrieben.</p>
<p>Miss Temple, eine sitzengelassene Lady, Cardinal Chang, ein Auftragskiller und Doktor Svenson, der Leibarzt eines mecklenburgischen Prinzen, geraten durch Zufall in ein mysteriöses Herrenhaus in England, wo sie Zeugen einer Verschwörung werden. Durch geheimnisvolle Glasbücher und alchimistische Geräte werden bedeutenden Persönlichkeiten die Erinnerungen entzogen. Die drei Protagonisten versuchen gemeinsam das Rätsel um die <em>„Glasbücher der Traumfresser“ </em>zu lösen und geraten von einer lebensgefährlichen Situation in die nächste, ohne recht zu wissen, wie ihnen geschieht.</p>
<p>Der Roman ist keinem Genre klar zuzuordnen. Es handelt sich um einen Mix aus Action, Thriller, Gothic, Spannungs- und Science-Fiction-Roman im viktorianischen Stil. Durch ständige Perspektivwechsel der drei Figuren wirkt der Roman lebendig und es entsteht eine gewisse Spannung, wenn plötzlich aus Miss Temples Sicht weitergeschrieben wird, obwohl man zusammen mit Chang gerade im Begriff war, etwas Wichtiges herauszufinden. Dem Leser bleibt kaum Zeit, sich von den Strapazen zu erholen, da geschieht auch schon das nächste Unglück. Spannung und Atemlosigkeit bestimmen die Geschichte und nach Zuschlagen des Buches stehen einem wohl noch ein paar Schweißperlen auf der Stirn.</p>
<p>Den Reiz des Romans macht ebenfalls der intelligente Schreibstil aus, an den man sich zwar erst gewöhnen muss, der mit seiner unterschwelligen Ironie jedoch sehr unterhaltsam ist.</p>
<p style="text-align: right">Lydia Reisch</p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Der große EMA-Chor &#8211; nicht bloß eine AG</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 09:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der EMA-Chor – nicht bloß eine AG   
Dienstagabend. Ein anstrengender Schul- oder Arbeitstag liegt hinter jedem. Dennoch findet man den Weg zurück zur Schule um Punkt 18:00 zum Chor. Viele vertraute Gesichter begegnen einem und sorgen mit viel Herzlichkeit für Aufmunterung.
Diese Atmosphäre ist ein Produkt vieler. Gute Seelen wie die beiden Dirigenten Toni Schüller und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline">Der EMA-Chor – nicht bloß eine AG </span> </strong> <a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/05/Chor-Konzert1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6120" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/05/Chor-Konzert1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Dienstagabend. Ein anstrengender Schul- oder Arbeitstag liegt hinter jedem. Dennoch findet man den Weg zurück zur Schule um Punkt 18:00 zum Chor. Viele vertraute Gesichter begegnen einem und sorgen mit viel Herzlichkeit für Aufmunterung.</p>
<p>Diese Atmosphäre ist ein Produkt vieler. Gute Seelen wie die beiden Dirigenten Toni Schüller und Peter Henn sorgen für Disziplin und erhalten gleichzeitig die Freude an der Musik. Auch durch Phasen des Unmuts aufgrund kniffliger Passagen im Stück geleiten sie uns, ohne das Ziel einer großartigen Aufführung aus den Augen zu verlieren. Das Besondere, das den Chor ausmacht, ist das Zusammenspiel verschiedener Generationen. Jung und Alt (Schüler, Lehrer, Ehemalige, Eltern) treffen zusammen und fabrizieren einen wunderschönen ausgewogenen Klang. Die eigentlichen „Helden“ sind die eben schon erwähnten Dirigenten und Musiklehrer Toni Schüller und Peter Henn, die in jedes Projekt ihr gesamtes Herzblut hineinstecken und viel Freizeit investieren, um jährlich etwa zwei Aufführungen zustande zu bringen. Ein paar Wochenenden vor dem Konzert werden für die Haupt- und Generalproben oder dem Probenwochenende auf Bilstein eingeplant, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen.</p>
<p><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/05/Chor-Schüller1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6127" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/05/Chor-Schüller1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Wahl der Projekte ist ebenfalls außergewöhnlich für einen Schulchor. Ein Beispiel dafür ist das Brahmsrequiem, das 2008 und 2009 einstudiert und aufgeführt wurde, unter anderem auch auf einer Konzertreise nach Cittadella in Italien. Das Stück ist äußerst anspruchsvoll und in war in einigen Passagen schwierig einzustudieren, dennoch waren am Ende alle mit dem Ergebnis zufrieden und haben viele Erfahrungen auf der Konzertreise gesammelt. Das letzte Projekt war eine deutsche Erstaufführung und wurde in Zusammenarbeit mit dem Audienda-Chor aus Krefeld Anfang April aufgeführt. Auch der Weg zu dieser Aufführung war nicht leicht, doch dank der tollen ehrenamtlichen Arbeit unserer beiden Dirigenten waren die zwei Konzerte sehr erfolgreich. <a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/05/Chor-Henn3.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6128" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2011/05/Chor-Henn3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Weiterhin wird der Chor sicherlich viele interessante Projekte meistern und sich auf  das große Engagement der Dirigenten verlassen können. Allerdings ändert sich die  Besetzung  schon nächstes Schuljahr, wenn Toni Schüller ein Sabbatjahr einlegt,  doch sicherlich wird Thomas Busch ihn würdig vertreten können. Außerdem müsste  sich sehr viel ändern um dem Chor die wundervolle Atmosphäre zu entziehen, die sich im Laufe der Jahre aufgebaut hat.</p>
<p>Stefanie Kirchner</p>
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		<title>Filmkritik zu Tatsächlich Liebe (Love Actually)</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 12:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Luba</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
London befindet sich mitten in der Vorweihnachtszeit. Um genau zu sein bleiben bis zum Fest der Liebe noch 5 Wochen. Doch bis dahin muss noch viel erledigt werden, abgesehen von den üblichen Dingen ist vieles mehr geplant, wie die Aufnahme eines Weihnachtssongs, Hochzeitsvorbereitungen&#8230;.
Begleiten Sie 20 Menschen auf ihrem Weg zum Glück an Heilig Abend! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/12/tatsaechlich_liebe1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5775" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/12/tatsaechlich_liebe1-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a></p>
<p>London befindet sich mitten in der Vorweihnachtszeit. Um genau zu sein bleiben bis zum Fest der Liebe noch 5 Wochen. Doch bis dahin muss noch viel erledigt werden, abgesehen von den üblichen Dingen ist vieles mehr geplant, wie die Aufnahme eines Weihnachtssongs, Hochzeitsvorbereitungen&#8230;.</p>
<p>Begleiten Sie 20 Menschen auf ihrem Weg zum Glück an Heilig Abend! In diesem Film erwarten Sie 10 Parallelgeschichten von unterschiedlichen Menschen, die eine Sache verbindet: Liebe!</p>
<p>Die Geschichte beginnt am Flughafen London Heathrow, der einen Rahmen um die gesamte Handlung bildet. In Zeitlupe werden unterschiedliche Menschen gezeigt, die sich liebevoll in die Arme fallen. In dieser Schlüsselszene erzählt der Sprecher davon, dass <em>Liebe tatsächlich </em>überall sei. <em>(Love actually is all around.) </em>Was es damit auf sich hat zeigt sich in den folgenden Geschichten:</p>
<p><strong>Billy Mack</strong></p>
<p>Weihnachten bedeutet für den zynischen Rockstar in erster Linie Stress: Halbherzig hängt er sich in die Produktion eines neuen Weihnachtshits „Christmas is all around“ rein, das er mit der verblüffend ehrlichen Ansage „Das Lied ist Schrott, kauft es aber trotzdem!“ anpreist. Überraschenderweise landet der Song wirklich auf Platz 1.  Billy wird zu einer glamourösen Weihnachtsparty von Elton John eingeladen, entscheidet sich dann aber für einen gemütlichen Abend mit seinem Manager, dem Menschen, der ihm am meisten am Herzen liegt.</p>
<p><strong>Daniel, Carol, Sam und Joanna</strong></p>
<p>Der kleine Sam lebt nach dem Krebstod seiner Mutter bei seinem Stiefvater Daniel und ist unsterblich in die US- amerikanische Austauschschülerin Joanna verliebt. Um auf sich aufmerksam zu machen,  entwickelt er mit Daniel einen Plan: In kürzester Zeit lernt er Schlagzeug zu spielen, um bei der Weihnachtsfeier in Joannas Nähe zu sein. Nach dem Konzert lernt Daniel Carol kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in sie.</p>
<p><strong>David und Natalie</strong></p>
<p><strong><a class="highslide" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/12/tatsächlich...liebeII1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5797" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/12/tatsächlich...liebeII1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><br />
</strong></p>
<p>David (Hugh Grand), der gerade zum britischen Premierminister gewählt wurde, wirft ein Auge auf Natalie, die in seinem Amtsitz als Hausangestellte arbeitet. Nach einem Zwischenfall wird sie entlassen, sodass er sie  bei ihr zu Hause aufsucht&#8230;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Juliet, Peter und Mark</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Als Peter und Juliet<em>( Keira Knightley)</em> heiraten, werden sie von Peters bestem Freund Mark überrascht: Zusammen mit anderen Musikern spielt er auf der Hochzeit <em>All you need is Love </em>von den Beatles.  Mark erstellt ein Video von der Hochzeit und stellt schnell fest, wie gerne er an Peters Stelle wäre. An Heiligabend erstattet er Juliet einen unerwarteten Besuch.</p>
<p><strong>Harry, Karen und Mia</strong></p>
<p>Harry ist zweifacher Vater und ein liebevoller Ehermann. Auch  seine Sekretärin Mia <em>(Heike Makatsch)</em> schätzt ihn sehr, wobei sie die Grenzen dabei heftig überschreitet und das Familenglück aufs Spiel setzt. Kurz vor Heilig Abend entdeckt Harrys Ehefrau eine teure Halskette, die sie überglücklich als ihr baldiges Geschenk ansieht. Wie sich aber herausstellt, kommt alles ganz anders und es stellt sich die Frage ob sie ihrer Ehe noch eine zweite Chance geben soll&#8230;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Jamie und Aurelia</strong></p>
<p>Der unglückliche, von seiner Freundin betrogene Schriftsteller Jamie fährt wie jedes Jahr nach Südfrankreich um an seinem Buch zu arbeiten und verliebt sich in seine portugiesische Haushälterin Aurelia. Auch sie fühlt sich zu ihm hingezogen, doch es gibt ein kleines Problem: Die beiden können sich nicht miteinander verständigen. Als Jamie zurückreist beschließt er Portugiesisch zu lernen und Weihnachten mit der Familie zu verbringen. Doch dann kommt es doch anders: Er fliegt zurück, um Aurelia einen Heiratsantrag zu machen, die freudig einwilligt.<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>John und Judy</strong></p>
<p>Judy und John lernen sich auf ungewöhnliche Art kennen. Sie arbeiten als Lichtdoubles für die Dreharbeiten eines Pornofilms und kommen sich während ihrer Arbeit näher. Aus ihrer ungewöhnlichen und absurden Begegnung entwickelt sich ein enges Verhältnis, sodass sie schließlich am Weihnachtstag ausgehen und sich zusammen das Krippenspiel anschauen.</p>
<p><strong>Collin Frissel</strong></p>
<p>Colin hat die Nase von britischen Frauen gestrichen voll und entscheidet sich zu einem spontanen Trip: Kurzerhand vermietet er seine Wohnung und macht sich auf nach Amerika, um sein Glück zu suchen, wo er erstmals freudig von den Frauen aufgenommen wird&#8230;</p>
<p><strong>Eher ein Frauenfilm&#8230;</strong></p>
<p>Alles in allem ist  „Tatsächlich Liebe“ ein wirklich sehenswerter Film! Die Schauspieler überzeugen, wie auch die Musik. Natürlich sind die Geschichten ein bisschen unrealistisch, mir persönlich gefallen sie aber gerade deshalb. Denn, wie ich finde, gehört gerade das zu einem guten Weihnachtsfilm dazu; man vergisst seine eigenen Probleme, indem man von etwas Schönem abgelenkt wird.</p>
<p>Was mir besonders gut an <em>Tatsächlich Liebe</em> gefällt, ist, dass es an keiner Stelle langweilig wird und jede Szene ihren Sinn erfüllt.</p>
<p>Der Film zählt für mich zu den absoluten Weihnachtsklassikern, ist aber wahrscheinlich eher etwas für Frauen! <img src='http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Wer ihn also nicht kennt,  sollte sich ihn unbedingt ansehen, am besten auf Englisch! Merry Christmas!</p>
<p>Luba Lychakovska</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Der Vertretungsplan-Guru</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 19:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. von Wedel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ema Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich ist es den meisten schon bekannt: Der Vertretungsplan vom EMA ist endlich auch als „App“ (eng. Application=Anwendung/Programm) für das Iphone oder auch den Ipod touch verfügbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/12/screen-capture-7.png"><img class="alignleft size-full wp-image-5734" title="screen-capture-7" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/12/screen-capture-7.png" alt="" width="203" height="384" /></a>Die Vertretungsplan-Ap</strong>p</p>
<p><em>Ema goes Apple Appstore</em></p>
<p>Wahrscheinlich ist es den meisten schon bekannt: Der Vertretungsplan vom EMA ist endlich auch als „App“ (eng. Application=Anwendung/Programm) für das Iphone oder auch den Ipod touch verfügbar.</p>
<p>Doch wer steckt dahinter und warum hakt es bei der Aktualität noch manchmal?</p>
<p>Diese Fragen wollte die Ema-Redaktion in einem Interview mit Julian Schuh, welcher das Projekt ins Leben gerufen hatte, klären.</p>
<p>Es war schon immer ein Ärgernis: Man kommt mehr oder weniger pünktlich um 8 Uhr morgens in die Pausenhalle. Am liebsten wäre man einfach im Bett geblieben, doch Schule geht selbstverständlich vor und so steht man als aller erstes vor dem Vertretungsplan, welcher früher noch nicht digital war. Plötzlich werden die noch kleinen Augen ganz groß: 1.-2. Stunde ENTFALL! Man könnte sich jetzt hemmungslos freuen und doch bleibt der bittere Beigeschmack, dass man ja eigentlich noch schön hätte ausschlafen können.</p>
<p>Das dachte sich auch häufig genug Julian Schuh und wollte zusammen mit Philip Vallery etwas verändern, die Schule zu einem besseren Ort machen, sie revolutionieren&#8230;oder so ähnlich.</p>
<p>Die ideale Idee kam ihm in den Sommerferien. Es wäre genial, wenn man schon am Abend vorher den kompletten Vertretungsplan bei sich zu Hause abrufen könnte. Natürlich gab es schon einen Vertretungsplan im Internet, doch dieser war nicht wirklich aktuell, ungenau und unübersichtlich.</p>
<p>Wirklich aktuell war hingegen das Thema Apps im „Online-Laden“ der Firma „Apple“ aus Kalifornien und so entstand die Idee sich selbst an die Entwicklung einer App zu wagen.</p>
<p>Julian hatte schon vorher mit Websiteerstellung sein erstes Geld verdient und auch der Informatik-LK war sicher hilfreich bei den ersten Versuchen. Den Rest jedoch brachte er sich selbst bei und entwickelte so in und nach den Sommerferien die erste Version der Vertretungsplan-App „EMA Vertretungsplan“.</p>
<p>Bis heute ist sie natürlich ständig verbessert worden. Heute bekommen wir am Vorabend eine Benachrichtigung welche besonderen Änderungen für unsere gesamte Stufe vorliegen. Auch wurde und wird die Benutzerfreundlichkeit und das Design stets optimiert. Nun möchte Julian die Benachrichtigungen auch noch individuell gestalten. So soll jeder nur über Änderungen in seinen Fächern informiert werden. Wir sehen also, dass sich noch einiges verbessern wird und können gespannt sein auf die Zukunft.</p>
<p>Jetzt bleibt aber noch eine entscheidende Frage offen: „Warum ist dann zu Teil dieser aufwendige Vertretungsplan immer noch nicht 100%ig aktuell?“</p>
<p>Die Verantwortung hierfür liegt komplett bei der Schule. Der Vertretungsplan wird nämlich nur ein bis zwei mal täglich für den (umstrittenen) Flachbildfernseher in der Pausenhalle aktualisiert.  Sonntags ist bekanntlich niemand in der Schule und so fällt die Aktualisierung für Montag komplett weg. An diese Daten ist auch der Server von Julian gekoppelt und so kann er hier nicht eingreifen.</p>
<p>Zuletzt ist noch zu erwähnen, dass Julian nächstes Jahr die Schule selbstverständlich mit Abi in der Tasche verlassen wird und so wird Vertretungsplan-Nachwuchs gesucht!</p>
<p>Bei Interesse kann man sich gerne bei uns zum „Casting“ melden.</p>
<p>Alle Schüler (mit Apple-Gerät) können sich also glücklich schätzen, Julian Schuh als  einen von nur drei„Vertretungsplan-App-Gurus“ in Deutschland auf unserer Schule zu haben und auch das Ema-Magazin bewundert dies sehr und hofft auf eine ausgeschlafene Zukunft!</p>
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