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	<title>Die E.M.A. &#187; Hingeschaut</title>
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	<description>Das EMA-Magazin</description>
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		<title>Filmkritik zu &#8220;Camille Claudel&#8221; von Bruno Nuytten</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 23:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l.reisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wer war Camille Claudel?
Der gleichnamige Film möchte dieser Frage auf den Grund gehen, die ich mir, bevor ich den Film sah, auch stellen musste.
Am 8. Dezember 1864 wird Camille Claudel in Frankreich geboren und beschließt schon mit 13 Jahren Bildhauerin zu werden. Der Vater fördert seine Tochter stark und so zieht die Familie Claudel nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/07/Annamartha415.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5301" title="Annamartha415" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/07/Annamartha415-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><strong>Wer war Camille Claudel?</strong></p>
<p>Der gleichnamige Film möchte dieser Frage auf den Grund gehen, die ich mir, bevor ich den Film sah, auch stellen musste.</p>
<p>Am 8. Dezember 1864 wird Camille Claudel in Frankreich geboren und beschließt schon mit 13 Jahren Bildhauerin zu werden. Der Vater fördert seine Tochter stark und so zieht die Familie Claudel nach Paris, wo Camille eine der wenigen Kunstschulen besucht, an der auch Frauen zugelassen sind.</p>
<p>Im Gegensatz zum Vater ist das Verhältnis zur Mutter sehr schlecht. Der erstgeborene Sohn starb im Alter von nur 16 Tagen und so wandte sich die Mutter von Camille ab, da sie sich einen Sohn gewünscht hatte. Auch von Camilles Wunsch Bildhauerin zu werden, ist sie wenig begeistert. Diese Tätigkeit stellt in ihren Augen keinen Beruf dar.</p>
<p>Zu dem jüngsten Kind der Familie, ihrem Bruder Paul, hat Camille ein harmonisches Verhältnis. Er hat den Wunsch Dichter zu werden und die beiden unterstützen und bewundern sich gegenseitig.</p>
<p>1885 begegnet die 20-jährige Camille in ihrem Atelier zum ersten Mal dem 42-jährigen Bildhauer Auguste Rodin, der sie künstlerisch beraten soll. Eine für Camille verhängnisvolle Beziehung mit Rodin beginnt. Sie wird die Geliebte des Bildhauers und steht Modell für ihn. Sie ist seine Muse und inspiriert ihn, allerdings profitiert nur Rodin aus ihrer Zusammenarbeit. Während er Anerkennung und Bewunderung für seine Werke erfährt schafft sie es nicht, sich aus dem Schatten des Meisters zu lösen.</p>
<p>Als Camille von ihm schwanger wird muss sie feststellen, dass Rodin nicht vorhat, sie zu heiraten und sich für seine Lebensgefährtin entscheidet. Camille verliert das Kind und trennt sich 1898 endgültig von Rodin. Sie kämpft um Anerkennung und Unabhängigkeit, kann sich aber nicht vollständig von Rodin lösen.</p>
<p>Die Bildhauerin kommt alleine nicht zurecht. Sie gerät in eine finanzielle und emotionale Krise, ist dem Alkohol zugetan und leidet unter Verfolgungswahn. In einem Anfall von Wut zerstört sie ihre eigenen Skulpturen und vereinsamt nach und nach. Ihr Vater ist enttäuscht von seiner Tochter und wendet sich Paul zu, der inzwischen ein angesehener Dichter und Diplomat ist.</p>
<p>Nach dem Tod des Vaters liefern Paul und Camilles Mutter sie in eine Irrenanstalt ein, in der sie die letzten 30 Jahre ihres Lebens vergessen und abgeschieden von der Außenwelt verbringt.</p>
<p>Als seine Schwester in die Anstalt überwiesen wird, sagt Paul:</p>
<blockquote><p><em>All jene wunderbaren Gaben, die die Natur ihr verliehen hatte, haben nur in ihr Unglück geführt! Es ist nicht zu leugnen, dass meine Schwester nach leidvollem Leben vollkommen gescheitert ist.</em></p></blockquote>
<p>Die Entwicklung der Hauptfigur von der begabten und genialen Frau, dei weiß, was sie in ihrem Leben erreichen will hin zu ihrem tragischen Ende ist bedrückend und macht ihn zu keinem leichten beziehungsweise leicht verdaulichen Film.</p>
<p>Camille war ein Genie ihrer Zeit und ist 30 Jahre lang vergessen worden. Auch eine angemessene Grabstätte wurde ihr verwehrt. Erst das 1981 uraufgeführte Stück &#8220;Une femme&#8221; von der Theaterregisseurin Anne Delbée machte wieder auf die Künstlerin aufmerksam.</p>
<p>1984 veröffentlichte Paul Claudels Enkelin eine Biographie Camilles, was in ihrer Familie bis dahin ein Tabu war. Sie half bei dieser preisgekrönten Künstlerbiographie mit Isabelle Adjani und Gérard Depadieu in den Hauptrolen mit. Die schauspielerische Leistung der beiden ist enorm. Der Film lebt nur von den Beziehungen der Figuren &#8211; und besonders der beiden Hauptfiguren- untereinander. Die Beziehung von Claudel zu ihrer Mutter, die sie nicht wollte, zu ihrem Vater, der sich von ihr abwandte und schließlich das fatale Verhältnis von Camille zu Rodin haben wohl schließlich zu ihrem tragischen Ende geführt.</p>
<p>Auch die Kameraführung macht die Biographie durch Bilder, die wie gemalt wirken, zu etwas Besonderem, allerdings ist es an manchen Stellen schwer, der Handlung zu folgen, da Szenen vorhanden sind, die man ohne Hintergrundwissen für überflüssig oder für die Handlung unwichtig empfinden würde.</p>
<p>Camilles Rolle ist allerdings nicht nur als tragisch anzusehen, sondern auch als ein Vorbild. Sie kannte ihre Bestimmung und war sich ihrer Fähigkeiten bewusst. Sie setzte sich mit dem Wunsch Bildhauerin zu werden, durch und war so ihrer Zeit, in der Tee-Gesellschaften noch ein Symbol für Weiblickeit waren, weit voraus. Sie schuf einige der wichtigsten Skulpturen ihrer Zeit.</p>
<p>Camille wird im Film von einem Nachbarsjungen gefragt:</p>
<blockquote><p><em>Woher wusstest du, dass es im Innern des großen weißen Steins Leute gab?</em></p></blockquote>
<p>Lydia Reisch</p>
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		<title>Ganz in Rot-Gold: Iron Man 2</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2010/05/24/ganz-in-rot-gold-iron-man-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 18:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[
Coole Sprüche, gute Schauspieler und ein gold-roter (!) Superheld machen Iron Man 2 zu einem sehenswerten Film, und zwar nicht unbedingt nur für actionbegeisterte Jungs.
Der Nachfolger des gleichnamigen ersten Teils ist nicht von ungefähr derzeit der meistgesehenste Film in Deutschland.
Die Handlung
Für all jene, die den ersten Teil noch nicht gesehen haben, hier eine kurze Zusammenfassung:
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/05/comic170_Ironman.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4771" title="comic170_Ironman" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/05/comic170_Ironman.jpg" alt="" width="298" height="450" /></a></p>
<p><strong>Coole Sprüche, gute Schauspieler und ein gold-roter (!) Superheld machen Iron Man 2 zu einem sehenswerten Film, und zwar nicht unbedingt nur für actionbegeisterte Jungs.</strong></p>
<p>Der Nachfolger des gleichnamigen ersten Teils ist nicht von ungefähr derzeit der meistgesehenste Film in Deutschland.</p>
<p><strong>Die Handlung</strong></p>
<p>Für all jene, die den ersten Teil noch nicht gesehen haben, hier eine kurze <strong>Zusammenfassung</strong>:</p>
<p>Der Waffenproduzent Tony Stark (Robert Downey Jr.) stellt grade in Afghanistan sein neuestes Waffensystem vor, als er von Rebellen gefangen genommen wird. Er entkommt mithilfe einer Kampfrüstung sowie mit einem ihm eingebauten sogenannten Arc-Reaktors, den er von nun an statt seines Herzens trägt, welches bei dem Angriff der Terroristen verletzt wurde.</p>
<p>Zurück in Amerika will der geläuterte Stark aus dem Waffengeschäft aussteigen, deckt aber zunächst Illegale Waffengeschäfte seines Partners Obadiah Stane auf und möchte nun gutes tun, um den angerichteten Schaden (Waffen von Stark Industries wurden auch an die Terroristen verkauft) wieder gut zu machen. Während Iron Man in Afghanistan Rache an den Terroristen übt, klaut Stane die Pläne für den Kampfanzug und entwickelt ihn weiter. Da er und seine Wissenschaftler nicht fähig sind, einen Reaktor für den Kampfanzug zu bauen, lähmt er Stark und nimmt ihm seinen ab. Derweil hat seine Assistentin Virginia „Pepper“ Potts (Gwyneth Paltrow) herausgefunden, dass Stane hinter der Entführung steckt und dass sein eigentlicher Plan war, dass Stark in der Gefangennahme stirbt und er das Geschäft alleine übernehmen kann. Es kommt zum Showdown, Stark gewinnt knapp und enthüllt auf der darauf folgenden Pressekonferenz seine Identität. Mit dem Besuch von Nick Fury und der damit verbundenen Aufnahme in den mysteriösen S.H.I.E.L.D. – Bund endet der erste Teil…</p>
<p><strong>Teil 2</strong>: <strong>Americas next Popstar</strong></p>
<p>Der zweite Teil setzt 6 Monate später an: Iron Man ist inzwischen ein gefeierter Popstar und genießt den Ruhm sichtlich. Alle Versuche der Gegner, seine Iron Man Technologie nachzubauen scheitern kläglich, auch der von der Regierung eingesetzte Wissenschaftler Justin Hammer (Sam Rockwell) kann bislang nicht einmal ansatzweise an Stark heranreichen. Trotz eines Verfahrens im Senat weigert sich Stark die Technologie der US-Regierung auszuhändigen, solange durch ihn der Weltfrieden gesichert ist.</p>
<p>Bald darauf entdeckt Stark jedoch, dass das Palladium, mit dem sein künstliches Herz betrieben wird, seinen Körper nach und nach zerstört. Bei einem Autorennen in Monaco greift dann eine neue Figur ins geschehen ein: Ivan Vanko (Mickey Rourke) hat es geschafft, den Reaktor von Stark nachzubauen und greift ihn, mit 2 Plasmapeitschen bewaffnet, an. Stark überlebt den Angriff und Vanko wird festgenommen. Stark findet heraus, dass Vanko der Sohn eines Kollegen seines Vaters ist, der gleichzeitig den Arc-Reaktor mit entwickelt hat. Wegen finanzieller Interessen wurde Vankos Vater nach Russland abgeschoben. Vanko will sich nun an Stark rächen. Hammer, der nun seine Chance wittert, lässt Vanko aus dem Gefängnis befreien, damit er für ihn den Reaktor nachbaut und er so seinen eigenen Kampfanzug herstellen kann.</p>
<p>Stark bekommt Besuch von Nick Fury (Samuel L. Jackson), von der Organisation S.H.I.E.L.D. Zunächst entpuppt sich auch seine Assistentin Natalie Rushman (Scarlett Johansson), die eigentlich Black Widow heißt, als Mitglied. Beide offenbaren Stark dann, dass er selbst ein Mittel gegen seine Krankheit finden muss und übergeben ihm Unterlagen seines Vaters, der überzeugt war, dass sein Sohn eines Tages sein Werk vollenden wird. Tatsächlich schafft es Stark, ein neues Element zu Synthetisieren. Abends stellt Hammer auf der Stark-Expo seine von Vanko entwickelten (unbemannten) Kampfdrohnen vor, sowie ein aufgerüsteter Iron Man Anzug, in dem Rhody steckt. Stark fliegt zur Expo und warnt seinen Freund, dass Vanko noch lebt. Dieser aktiviert die Drohnen und es kommt zum großen Showdown. Nachdem Widow Rhodys Anzug rebootet hat und er somit nicht mehr der Kontrolle von Vanko untersteht, kämpfen beide gemeinsam gegen die Drohnen und schließlich gegen Vanko, den sie letztendlich auch besiegen.</p>
<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/05/iron-man-filmstill.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4773" title="iron man filmstill" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2010/05/iron-man-filmstill-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><strong>Nicht nur Action</strong></p>
<p>Meiner Meinung ist Iron Man 2 ein guter Film. Es gibt nicht nur obligatorische Action zu sehen, sondern auch eine Handlung mit ein bisschen Tiefgang und Ernst. Dazu kommt noch dass sich beide Teile (wie auch im ersten „Spider-Man“) nicht so ganz ernst nehmen. Diese Selbstironie merkt man, wenn Tony Stark lächerlich arrogant-coole Sprüche abgibt oder sich, im ersten Teil, während er den Anzug das erste Mal ausprobiert, mit seinem Roboter unterhält, der ihm ständig mit einem Feuerlöscher zu Leibe rücken will.</p>
<p>Die Action und Spezialeffekte sind übrigens wirklich gut gemacht, einziger Kritikpunkt ist, dass sich die Action eindeutig zu sehr auf das Ende mit einem großen Showdown konzentriert. Dazwischen gibt es, leider, ab und zu Längen, die den Gesamteindruck aber nicht nachhaltig stören können.</p>
<p><strong>Etwas übertrieben</strong></p>
<p>Etwas nervend ist noch, dass einige der Charaktere sehr überzeichnet wurden. Starks Gegenspieler Hammer wirkt mehr wie eine Witzfigur denn als ernst zu nehmender Gegner, dafür ist er viel zu harmlos gespielt. Umso befremdlicher ist es dann, wenn er erst Vanko aus dem Gefängnis befreit und dann beim Showdown einen Zusammenbruch à la „das hab ich alles nicht gewollt“ bekommt.</p>
<p>Insgesamt ist die Schauspielerische Leistung im Film aber gut. Herausragend ist hier natürlich Robert Downey Jr. ,  der überzeugend arrogant und egozentrisch rüberkommt. Auch Mickey Rourke macht als fieser Ivan Vanko mit russischem Akzent als Starks Gegenspieler eine gute Figur. Und Samuel L. Jackson ist immer cool anzusehen.</p>
<p>Den Soundtrack zum Film haben übrigens die australischen Hard-Rocker von AC/DC gemacht. Leider wird die Musik nur recht sparsam eingesetzt , schade eigentlich, denn der kraftvolle Sound passt gut zum Film.</p>
<p>Insgesamt, finde ich, lohnt sich der Besuch von „Iron Man 2“. Witzige Dialoge, furiose Action, gute Schauspieler und eine Story mit Tiefgang sollte nicht nur für Action Fans Grund genug sein. Und außerdem… der Anzug ist rot-gold!</p>
<p>Tim Hemmrich</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der besondere Filmtipp: Schmetterling und Taucherglocke</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/11/06/schmetterlin-und-taucherglocke/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 22:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l.reisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frisch getippte Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Emmanuelle Seigner]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Schnabel]]></category>
		<category><![CDATA[Max von Sydow]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bauby schrieb nur mit seinem linken Auge ein Buch.
Der 43-Jährige Jean-Dominique Bauby (Mathieu Amalric) ist Chefredakteur der französischen &#8220;Elle&#8221; und Vater von 3 Kindern. Wegen einer Geliebten hat er soeben seine Frau verlassen. Sein Leben ist voller Glanz und Glamour.
Eines Tages erwacht er im Krankenhaus und kann nichts bewegen, als sein linkes Auge. Bauby erlitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a class="highslide" rel="attachment wp-att-3313" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/11/06/schmetterlin-und-taucherglocke/taucherglocke/"><img class="alignleft size-medium wp-image-3313" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/11/taucherglocke-210x300.jpg" alt="taucherglocke" width="210" height="300" /></a></strong></p>
<p><strong>Bau</strong><strong>by schrieb nur mit seinem linken Auge ein Buch.</strong></p>
<p>Der 43-Jährige Jean-Dominique Bauby (Mathieu Amalric) ist Chefredakteur der französischen &#8220;Elle&#8221; und Vater von 3 Kindern. Wegen einer Geliebten hat er soeben seine Frau verlassen. Sein Leben ist voller Glanz und Glamour.</p>
<p>Eines Tages erwacht er im Krankenhaus und kann nichts bewegen, als sein linkes Auge. Bauby erlitt einen schweren Schlaganfall und leidet nun am seltenen &#8220;Locked-in-Syndrom&#8221;. Erst in diesem Zustand, der Regisseur Julian Schnabel bezeichnet ihn als Ebene &#8220;zwischen Leben und Tod&#8221;, lernt Jean-Dominique, was es wirklich heißt zu leben. Er lernt vor allem sich selbst kennen:</p>
<p><em>&#8220;War ich blind und taub zugleich, oder brauchte ich erst ein Unglück, um mir über meine wahre Natur klar zu werden?&#8221;</em></p>
<p>Er erkennt, dass die Phantasie und seine Erinnerungen die einzigen Möglichkeiten sind, um seinem Körper, an den er gefesselt ist, zu entkommen. Sein bewegungsloser Körper stellt also die <strong>Taucherglocke</strong> dar, die ihn an den Grund des Ozeans fesselt, sein Geist ist der <strong>Schmetterling</strong>, der ihn an jeden Ort tragen kann, an dem er sein möchte.</p>
<p>Zusammen mit seiner Therapeutin, gespielt von Marie-Josée Croze, findet er einen Weg, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Sie liest ihm die Buchstaben des Alphabetes, sortiert nach der Häufigkeit, mit der sie in der französischen Sprache vorkommen vor, und er blinzelt bei dem Richtigen. So entstehen Buchstabe für Buchstabe Wörter und Wort für Wort ganze Sätze. Auf diese Weise schreibt Jean-Dominique Bauby ein Buch und lässt die Menschen an seinen wundervollen Gedanken teilhaben.<a class="highslide" rel="attachment wp-att-3316" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/11/06/schmetterlin-und-taucherglocke/schmerling_taucherglocke_screenshot/"><img class="alignright size-medium wp-image-3316" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/11/Schmerling_Taucherglocke_screenshot-300x300.jpg" alt="Schmerling_Taucherglocke_screenshot" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Das 2007 erschienene Drama &#8220;Schmetterling und Taucherglocke&#8221;, welches mit der <strong>Goldenen Palme</strong> für die beste Regie und <strong>2 Golden Globes </strong>ausgezeichnet und außerdem 4 mal für den <strong>Oscar</strong> nominiert wurde, macht einem auf nüchterner Ebene deutlich, dass man zu sich selbst finden sollte, bevor es zu spät ist. Es beruht auf einer wahren Begebenheit.</p>
<p>Der Zuschauer schlüpft in die Rolle von Bauby, da alles aus seiner Sicht gefilmt wurde, was am Anfang beklemmend wirkt. Der Film schafft es jedoch, einem dieses Gefühl der Beklemmung zu nehmen, denn der Protagonist nimmt einen mit auf seine Phantasiereisen, in seine Träume und Erinnerungen. An einigen Stellen kann man diese Traumwelt jedoch nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden, was auch etwas grotesk wirkt. Zu diesem Eindruck tragen außerdem die besonderen Kameraeffekte bei.</p>
<p>Grundsätzlich kann man das Drama als gelungenes Kunstwerk bezeichnen. Trotz der aussichtslosen Situation, oder gerade deswegen, entwickelt sich die Hauptperson vom oberflächlichen Menschen zum Künstler. Durch Witz und den Blick für das Wesentliche im Leben wird man dazu angehalten, die Welt bewusster wahrzunehmen.</p>
<p><em>Lydia Reisch</em></p>
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		<title>Filmkritik &#8211; Inglorious Basterds</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/09/21/filmkritik-inglorious-basterds/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 22:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Quentin Tarantino]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Inglorious Basterds in drei Worten? Brutal. Besonders. Beeindruckend. Und absolut nichts für Leute mit schwachen Nerven. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2509" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a class="highslide" rel="attachment wp-att-2509" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/09/21/filmkritik-inglorious-basterds/inglorious01/"><img class="size-medium wp-image-2509" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/inglorious01-300x224.jpg" alt="Inglorious Basterds" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Inglorious Basterds</p></div>
<p><strong>Allgemeines zu Inglorious Basterds:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">FSK:</span> 16 Jahre</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Regie: </span> Quentin Tarrantino</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Darsteller:</span></p>
<p>Brad Pitt – Lt. Aldo Raine</p>
<p>Christoph Waltz – Oberst Hans Landa</p>
<p>Eli Roth – Sgt Donni Donowitz</p>
<p>Michael Fassbender – Lt. Archie Hicox</p>
<p>Daniel Brühl – Frederick Zoller</p>
<p>Diane Kruger – Bridget von Hammersmark</p>
<p>Til Schweiger – Sgt. Hugo Stiglitz</p>
<p>Mélanie Laurant – Shoshanna Dreyfuß</p>
<p><strong>Die Handlung<strong><br />
</strong></strong></p>
<p>Inglorious Basterds wird in fünf Kapiteln erzählt:</p>
<p>Die Jüdin Shoshanna Dreyfuß kann als einzige ihrer Familie entkommen, als SS-Oberst Hans Landa ihr Versteck in einem Bauernhof im von Nazis besetzten Frankreich aufspürt und ihre Familie tötet. In Paris baut sie sich unter falschem Namen eine Existenz als Kinobesitzerin auf. Zur gleichen Zeit zieht eine von Lt. Aldo Raine aufgestellte Sondereinheit aus Juden durch die Lande um auf grausamste Weise Nazi-Soldaten abzuschlachten, um so die Moral der Nazis zu schwächen.</p>
<p>Zusammen mit der zu den Alliierten übergelaufenen deutschen Schauspielerin Bridget von Hammersmark verfolgen die  „Basterds“ den Plan „Operation Kino“, um Hitler und seinen Führungsstab umzubringen. Sie wollen ein Kino in die Luft sprengen, in welchem eine Filmpremiere eines Propagandastreifens stattfindet.</p>
<p>Der in diesem Film dargestellte Held der Deutschen Frederick Zoller findet indes Gefallen an Shoshanna und überredet Goebbels, die Premiere in ihrem Kino stattfinden zu lassen.</p>
<p>Nun schmiedet Shoshanna wiederum Pläne, das Kino anzuzünden, um so ihre Rache zu bekommen. Hans Landa erfährt von der Sache, tötet Bridget von Hammersmark und lässt Aldo Raine festnehmen. Er bietet ihm einen Handel an, da er weiß, dass der Krieg verloren ist: Er erzählt den Deutschen nichts von dem Plan der Basterds, wenn man ihn selbst als Held darstellt, der mit den Alliierten zusammengearbeitet hat. Raine hat keine andere Wahl und stimmt wohl oder übel zu. Sowohl Shoshannas Plan als auch der der Basterds gelingen und das Kino geht mit Shoshanna, den verbliebenen Basterds und der deutschen Führungsriege in Flammen auf und wird in die Luft gesprengt.</p>
<p>Aldo Raine indes lässt sich nicht auf den Handel mit Landa ein und ritzt ihm als „Markenzeichen“ ein Hakenkreuz auf die Stirn.</p>
<p><strong>Der Film &#8211; nichts für schwache Nerven<br />
</strong></p>
<p>Inglorious Basterds in drei Worten? Brutal. Besonders. Beeindruckend. Und absolut nichts für Leute mit schwachen Nerven. Wenn du Pulp Fiction cool fandest und du Dir jede Szene in Kill Bill ansehen konntest, ohne wegschauen zu müssen, dann ist „Inglorious Basterds“ der richtige Film für dich und dir wird über zweieinhalb Stunden großartige Unterhaltung geboten, doch auch am nötigen Anspruch fehlt es nicht.</p>
<p>Denn das Thema ist sehr ernst, wird aber auch entsprechend behandelt.</p>
<p>Quentin Tarrantino hat seinem Ruf als, naja, besonderer Regisseur alle Ehre gemacht und Szenen, geschaffen die man nicht so schnell vergisst.</p>
<p>Inglorious Basterds ist ein fiktive Geschichte, ein Märchen. Der Film fängt an mit „Es war einmal im vom Nazis besetzten Frankreich“, was gleich sicherstellt, dass historische Bezugspunkte nur im Groben vorhanden sind und die eigentliche Story frei erfunden ist.</p>
<p>(Auf Englisch heißt es im Original „Once upon a time in…“ was eine Hommage an „Spiel mir das Lied vom Tod“ ist)</p>
<p>Auch der Einsatz von Musik ist speziell, in der ersten Szene &#8211; man sieht einen französischen Bauern Holz hacken, im Hintergrund fährt Oberst Landa in Echtzeit mit dem Wagen vor -ertönt Beethoven: Für Elise, untersetzt mit Spanischen Gitarrenklängen. Generell finden sich an Western angelehnte Klänge im ganzen Film wieder, teilweise sogar Melodien von Ennio Morricone, dem Komponisten vom Film „Spiel mir das Lied vom Tod“.</p>
<p>Tarantino setzt in diesem Film ganz gezielt das Stilmittel der Sprache ein. Nicht nur dass (völlig Hollywood-untypisch) im Film mehr deutsch und französisch als englisch gesprochen wird, nämlich immer in der Sprache, die die Personen auch in echt sprechen würden (inwiefern das in der deutschen Version verfälscht wird, weiß ich leider nicht).</p>
<p>Nein, am auffälligsten sind die gut in Szene gesetzten langen Dialoge, welche im Film oft vorkommen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Dritte Kapitel: Hier treffen sich die Basterds mit Bridget von Hammersmark in einer Kellerkneipe um mit ihr die letzten Details der Sprengung des Kinos durchzugehen. Ein Dialog zwischen der Spionin mit ihren Kontaktmännern beginnt und alles könnte ganz harmlos verlaufen. Wäre da nicht ein SS-Offizier, der sich zu ihnen setzt und mit ihnen trinken will. Er hat die Basterds von Anfang an in Verdacht, und so baut sich langsam aber sicher ein äußert bedrohliche Spannung auf, die in einem äußerst brutalen Schusswechsel mündet, den bis auf zwei Leute niemand überlebt. In dieser Szene verzichtet Tarantino übrigens ganz auf den Einsatz von Musik, was die Dialoge sehr in den Vordergrund rückt und sie deutlich intensiver erscheinen lässt.</p>
<p>Doch Tarantinos Film ist nicht nur brutal und ernst. So gibt es ein paar wirklich komische Momente, die die Spannung auflockern. Meistens werden diese Momente durch Oberst Landa ausgelöst, wenn er zum Beispiel „Das ist ein Bingo!“ ruft (siehe Youtube-Clip).</p>
<p><strong>Die Darsteller</strong></p>
<p>Einen großen Anteil daran hat Christoph Waltz, der diese Rolle wirklich hervorragend spielt und mit Abstand die beste Leistung in diesem Film bringt. Das liegt aber auch daran, dass &#8211; obwohl der Film „Inglorious Basterds“ heißt &#8211; diese nicht wirklich oft vorkommen, sondern eher Nebenfiguren darstellen, so dass Brad Pitt oder Til Schweiger (der eh zu früh stirbt) einfach gar nicht so präsent sind.</p>
<p>Erwähnen sollte man auch noch Goebbels, der sehr gut schmierig gespielt wird von Sylvester Groth. Dagegen wirkt die Figur des Hitler (Martin Wuttke) fast wie eine Karikatur. Entweder regt sich Hitler über den „Bärenjuden“ auf und brüllt auf die stereotypisch cholerische Art herum oder er sitzt im Kino und lacht wie irre, als Frederick Zoller im Film einen Amerikaner nach dem anderen erschießt.</p>
<p>Aus schauspielerischer Hinsicht ist der Film noch interessant, da man, wenn man sich in der deutschen Fernsehlandschaft halbwegs auskennt, viele bekannte Gesichter entdeckt. So hat nicht nur Mike Myers (Austin Powers) einen Gastauftritt als britischer Offizier.</p>
<p>Ich habe zum Beispiel Gedeon Burkhard (war mal bei „Alarm für Cobra 11“ Kommissar) erkannt, der einen Basterd spielt sowie Volker „Zack!“ Michalowski (hat eine mehr oder weniger bekannte Comedyserie auf Sat1), der einen einfachen Soldaten in der oben erwähnten Kellerkneipe spielt.</p>
<p>Tarantino besetzt wirklich jede deutsche Rolle mit einem deutschen Schauspieler, sowie er jede im Film französische Rolle mit einem französischen Schauspieler besetzt.</p>
<p>Die Altersfreigabe ab 16 ist völlig gerechtfertigt, wenn nicht sogar zu niedrig angesetzt (andererseits gibt es ähnlich brutale Filme ab 16). Man sieht viel Blut, Menschen, denen die Hoden zerschossen werden oder die Kopfhaut abgeschnitten wird. Der ein oder andere Zuschauer schaut bei diesen Darstellungen schon mal weg.</p>
<p><strong>Gute Unterhaltungskost<br />
</strong></p>
<p>Abschließend kann ich sagen, dass „Inglorious Basters“ mich sehr beeindruckt hat.</p>
<p>Tarantino schafft durch seinen speziellen Regie-Stil ein Film, der nicht immer perfekt, aber zu jeder Zeit etwas Besonderes ist. Wenn einem die Gewaltszenen nicht zu viel werden und man Lust auf anspruchsvolle und gut inszenierte Unterhaltung hat, sollte man sich „Inglorious Basterds“ auf jeden Fall ansehen.</p>
<p>Tim Hemmrich</p>
<div id="attachment_2509" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a class="highslide" rel="attachment wp-att-2509" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/09/21/filmkritik-inglorious-basterds/inglorious01/"><img class="size-medium wp-image-2509" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/inglorious01-300x224.jpg" alt="Inglorious Basterds" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Inglorious Basterds</p></div>
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		<title>Der besondere Filmtipp: Matrix &#8211; ein religiöser Film?</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/26/matrix/</link>
		<comments>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/26/matrix/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 08:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
		<category><![CDATA[Ema Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Geistreich]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Matrix


Ist Matrix ein religiöser Film?
„You take the red pill: you stay in wonderland and I show you how deep the rabbit hole goes.&#8221;
Matrix ist einer der Filme, die viele verschiedene Ebenen der Betrachtung offen lassen und viele Möglichkeiten zum Diskutieren geben.
Eine dieser Diskussionen dreht sich um die Frage, ob Matrix ein religiöser Film ist oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-1800" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/26/matrix/matrix_test/"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1800" title="matrix_test" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/matrix_test-150x150.jpg" alt="matrix_test" width="150" height="150" /></a>Matrix</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;"><br />
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<p style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Ist Matrix ein religiöser Film?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>„You take the red pill: you stay in wonderland and I show you how deep the rabbit hole goes.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Matrix ist einer der Filme, die viele verschiedene Ebenen der Betrachtung offen lassen und viele Möglichkeiten zum Diskutieren geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine dieser Diskussionen dreht sich um die Frage, ob Matrix ein religiöser Film ist oder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">In der heutigen Zeit ist es keines Wegs ungewöhnlich, wenn Filme eine Masse von Symbolen und Zitaten enthalten, die sich auf verschiedene Religionen beziehen. Dies muss nicht bedeuten, dass der Film eine tiefere Bedeutung hat oder zum tieferen Philosophieren anregen will.</p>
<p style="text-align: justify;">Matrix enthält eine Fülle von Anspielungen auf verschiedene Religionen, philosophische Lehren und insbesondere auch auf andere Filme und Bücher. Im Vordergrund steht die Beziehung zu Jesus&#8217; Lebensgeschichte.</p>
<p style="text-align: justify;">Um diese Zusammenhänge deutlich zu erkennen, sollte man sich an den Hauptfiguren des Films orientieren</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mittelpunkt steht Thomas Anderson, der im Verlauf des Filmes erst zu Neo und schließlich zum Auserwählten oder the One wird. Auffällig ist, dass Neo im Griechischen „neu&#8221; bedeutet und One ein Annagram von Neo ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Name Thomas bezieht sich auf den ungläubigen Thomas, der erst an Jesus&#8217; Auferstehung glaubte, als er dessen Wunden sieht. Neo fühlt seine Wunden nicht, als er erschossen wird, bis er diese sieht.  Anderson heißt anders ausgedrückt „Son of Man&#8221;, genau wie Jesus häufig genannt wird. Man erkennt also leicht einen direkten Bezug der Namen zueinander. Allerdings wird die Verbindung von Jesus und Neo noch durch weitere Abläufe im Film verstärkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau wie bei Jesus wird Neos Ankunft vorausgesagt, was durch das Orakel geschieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Neos Geburt in die reale Welt ist wie die jungfräuliche Geburt von Jesus. Der Kokon symbolisiert dabei den Mutterleib und die Abwasserrutsche einen Geburtskanal.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin opfert sich Neo ganz bewusst wie Jesus, um die Menschen zuretten. Als er dann erschossen wird, ist er ca. 3 Minuten lang tot, bis er wieder aufersteht. Diese 3 Minuten kann man mit den 3 Tagen gleichsetzten, die von Jesus Tod bis zu seiner Auferstehung vergingen. Die Auferstehung bringt Neo und Jesus zu vollkommener Macht, indem beide an bestimmten Punkten (Matth 17,2 und nachdem Neo Mr Smith zerstört hat) als strahlend helle Person beschrieben bzw. dargestellt werden. Nachdem sie beide der Welt eine Botschaft hinter lassen haben (Neo tut dies durch ein Telefongespräch zum Zuschauer des Films), fliegen sie gen Himmel.</p>
<p style="text-align: justify;">Man findet also viele Verbindungen von Neo zu Jesus, doch auch die anderen Figuren im Film werden passend eingeordnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Morpheus Name findet man nicht in der Bibel, sondern in der griechischen Mythologie. Morpheus ist dort der Gott der Träume und des Schlafs. Dieser Name passt zu ihm, denn er ist einer der Anführer der Rebellen und will die Menschen aus dem Traum der Matrix und ihrem Schlaf erwecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Morpheus verbinden aber auch Parallelen zu Johannes dem Täufer und Gott, als Vaterfigur.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Orakel prophezeit Morpheus, dass er der jenige sein wird, der den Auserwählten finden wird. Er entwickelt so einen starken Glauben an diese Prophezeiung und an den Auserwählten, dass er Neos Weg vorbereitet und jedem erklärt Neo sei der Auserwählte. Er tritt so wie Johannes als Zeuge oder Vorläufer des Auserwählten ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Morpheus wird auch von den Mitgliedern seiner Crew als Vater bezeichnet (Tank sagt, dies, als sie Morpheus verabschieden wollen), was einen gewissen Bezug auf die Vaterrolle Gottes herstellt. Morpheus ist demnach vor allem für Neo auch so etwas wie ein Vater.</p>
<p style="text-align: justify;">Seinem Schiff gab Morpheus den Namen Nebukadnezar nach dem König in der Bibel, der nach der Bedeutung seines Traum sucht, und er besuchte das Orakel, um sich die Realität erklären zulassen, die wiederum nur ein Traum ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere der Hauptfiguren ist Trinity, was übersetzt Dreieinigkeit bedeutet. Sie hilft Neo mit ihrer Liebe und ihrem unerschütterlichen Glauben zum Auserwählten zu werden und holt ihn mit einem Kuss ins Leben zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings ist sie nicht nur eine Wegweiserin, sondern sie vervollständigt die Beziehung zwischen Morpheus und Neo. Die Dreieinigkeit von Neo als Sohn, Morpheus als Vater und Trinity als Heiliger Geist wird somit komplett.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den Hauptfiguren ist auch der Name der letzten Stadt der Menschen, Zion, bemerkenswert. In der Bibel steht: „Zion ist das Königreich Gottes, in welchem die Rechtschaffenden gerettet werden nach der Zerstörung der Erde&#8221;. Im Film ist Zion der letzte Zufluchtsort der Rebellen im Kampf gegen die Maschinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings gibt es nicht nur Parallelen der guten Hauptpersonen zu biblischen Gestalten, sondern auch der bösen.</p>
<p style="text-align: justify;">Cypher, der die Crew an die Agenten verrät, bildet den Gegensatz zu Neo. Sein Name klingt im Englischen wie Luzifer. Und auch bestimmt äußerliche Merkmale weisen auch im Film auf eine Beziehung zum gefallen Engel Luzifer der Bibel hin. Zum Beispiel ist Cypher der einzige Charakter, der rote Kleidung trägt und durch verschiedene Effekte sieht es manchmal so aus, als hätte er rote Augen oder Hörner.</p>
<p style="text-align: justify;">Cypher schließt einen Pakt mit den Agenten, ähnlich wie einen Vertrag mit dem Teufel, denen er seine Seele für irdisches Vergnügen verkauft. Ach bezeichnet er sich selbst als Bote („Hasse mich nicht Trinity. Ich bin nur der Bote!&#8221;), als was auch Luzifer sich häufig bezeichnete.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch diese Parallelen wird klar, dass der Film Matrix eine christliche Ebene hat, aber er besitzt auch Bezüge zu philosophischen Themen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wird nicht nur durch manche Namen aus der griechischen Mythologie (Morpheus, das Orakel) deutlich. Es ist zum Beispiel auch ein eindeutiger Bezug zu Platons Höhlengleichnis zu erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bei Platon leben die Menschen in der Matrix in einer Welt, die durch andere bestimmt ist und die nicht die Wirklichkeit ist. Wenn man nun einen dieser Menschen aus der Matrix befreit ist er wie geblendet von der neuen Wahrheit. Neo fragt Morpheus nachdem er langsam in der realen Welt erwacht, warum seine Augen so weh tun. Worauf Morpheus ihm antwortet, er hätte sie noch nie zuvor benutzt. Wenn dieser Mensch nun die Wirklichkeit erkannt und verstanden hat, wird er zurück gehen wollen, um auch seine Freunde und alle anderen Menschen zu befreien. Doch diese werden ihn nicht ernst nehmen und verhöhnen, da sie nicht aus ihrer vertrauten, sicheren Welt weg wollen. Genau so verhält es sich mit der Matrix, die ja auch nur eine Scheinwelt ist, doch trotzdem wollen die meisten Menschen nicht aus ihr heraus und nur wenige erkennen die Wahrheit. Wenn diese jedoch zurückkehren wollen, wird ihnen nicht geglaubt und sie werden verfolgt und gejagt, wie Verbrecher.</p>
<p style="text-align: justify;">Man sieht also, dass der Film nicht nur Parallelen zur christlichen Glaubenslehre zieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Er beinhaltet er auch „normale&#8221; Interpretationsmöglichkeiten, die sich in jedem Film finden lassen. Diese beziehen sich auf allgemeine Symbole und die Farben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Farben in Matrix haben im Grunde dieselbe Bedeutung, wie in den meisten anderen Filmen auch, in denen bestimmte Farben in den Vordergrund treten.</p>
<p style="text-align: justify;">Beherrscht wird Matrix von den Farben Grün und Schwarz.</p>
<p style="text-align: justify;">Grün, als die Farbe der Illusion, ist besonders wichtig, da der Film auf der Matrix, als Illusion einer ganzen Welt, basiert. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Matrixcode grün ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Schwarz, die Farbe der Realität, steht für das Gegenteil der Illusion und somit für die reale Welt. In ihr haben die Menschen den Himmel verdunkelt und leben nun unter der Erde, wodurch die natürliche Helligkeit fehlt. Auch die Kleidung der Rebellen in der Matrix und der Agenten ist schwarz, was verdeutlich für was sie stehen, nämlich die Wirklichkeit, sie aber auch in der Masse der Menschen unter gehen lässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese beiden Farben dominieren den Film, weshalb andere Farben wie Rot, Blau und Weiß wiederum besonders hervorstechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Farbe Rot fällt wegen ihrer Intensität und Seltenheit am meisten auf. Sie steht für das Leben und Energie. Die rote Pille , die hilft einen Menschen aus der Matrix auszuklinken und ihn so zum richtigen Leben erweckt, und die Kokons, in denen die Menschen zum Anbau und zur Energiegewinnung liegen, sind unter anderen die wenigen Dinge, die im Film rot sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegenüber Rot steht Blau, die Farbe des Traums und des Todes. Am deutlichsten wird dies an der blauen Pille, die im Gegensatz zur roten Pille dafür sorgt, dass man wieder alles vergisst und am nächsten Morgen wie aus einem Traum erwacht. Die Bedeutung Tod der Farbe Blau wird als Tod durch die Maschinen verkörpert, die in dieser Farbe gestaltet sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die letzte besonders hervorstechende Farbe ist Weiß, die Farbe der Leere und Geheimnisse. Also Neo aus dem Abwasser in die Nebukadnezar gezogen wird, verschwindet er in eine strahlend weiße Öffnung, die den Beginn eines neuen Abschnitts der Geschichte einleitet, was viele Fragen aufwirft. Auch die Ladeprogramme sind weiß, was keine bestimmten Vorschriften liefert und verdeutlich, dass man wirklich alles laden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den Farben gibt es weitere allgemeine Symbole, wie zum Beispiel das Wasser, das Altes wegwäscht. Diesen Aspekt kann man in der Nacht finden, in der Neo Morpheus das erste Mal trifft und sich für die Matrix entscheidet, und in der es stark regnet. Auch der Abwassertank, in den Neo gespült wird, verdeutlicht dieses Symbol.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin spielen die Sonnenbrillen, die eines der Merkmale des Films sind, eine Rolle. Die Verdunklung der Welt erinnert die Rebellen an die reale Welt und die Agenten tragen sie, um möglichst anonym zubleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Farben und diese Symbole haben wenig mit christlichen oder anderen religiösen Aspekten zutun, sondern dienen eher dazu, den Film zu gestalten und bestimmte Dinge zu verdeutlichen und hervor zu heben.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus diesem anderen Blickwinkel kann man auch die Namen betrachten. Manch ein Zuschauer des Films mag in dem Namen Thomas Anderson keine Anspielung auf Jesus oder den Ungläubigen Thomas sehn, sondern einfach einen normalen bürgerlichen Namen, der aus der Masse nicht hervorsticht.</p>
<p style="text-align: justify;">Demnach ist die Fragestellung, mit dem man den Film betrachtet, entscheidend für die Symbole und Bedeutungen, die man in ihm sehen mag.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man in Matrix religiöse Bezüge finden will und mit solchen auch vertraut ist, so wird man welche finden, seien sie absichtlich gesetzt oder nicht. Man kann sich immer weiter in seine Sichtweise verstricken und am Ende sogar in Verschwörungstheorien landen, die in jeder kleinen Geste eine tiefere Bedeutung sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man allerdings Matrix ohne Vorraussetzungen sieht, weil man gehört hat, dass dieser Film gut sei, oder weil einen die Vorschau angesprochen hat, so muss man all dies nicht sehen. Der Film wird dann zu einer Unterhaltung und wie viele andere Filme ist er auch so konzipiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Was man in einem Film sieht, beruht auch immer auf den persönlichen Lebensumständen. Wenn man gläubig ist und sich mit den Aspekten, Schriften und Lehren seiner Religion auskennt, wird man eher religiöse Symbole in Filmen erkennen, als wenn man sich auf diesem Gebiet nicht auskennt. Wenn man nur geringe Kenntnisse von Religionen hat, so wird man höchst wahrscheinlich nicht an religiöse Bedeutungen denken, wenn man einen Film wie Matrix sieht. Man erkennt zwar, dass es sich nicht nur um einen banalen Film ohne tiefere Hintergründe und Sinn handelt, aber man wird diese Hintergründe eben nicht entdecken, außer man beschäftigt sich intensiver mit diesem Themen.</p>
<p style="text-align: justify;">So kann man zu dem Schluss kommen, dass Matrix ein religiöser Film ist, wenn man ihn zu einem machen will und über genug Kenntnisse verfügt, um klare Parallelen zu erstellen. Man kann so den Film zu einer Botschaft formen und in ihn als Leitfaden und Erinnerung an christliche Lehren in unserer modernen Welt sehen, doch man kann ihn auch zu einer philosophischen Lehre machen oder ganz andere Ding ein ihm sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine andere Darlegung neben der Neuschreibung Jesus&#8217; Lebensgeschichte könnte zum Beispiel sein, dass wir uns nicht zu sehr auf Maschinen verlassen sollten, denn sie könnten sich irgendwann gegen uns richten.</p>
<p style="text-align: justify;">Matrix kann aber auch einfach nur ein Actionfilm sein, der nicht stumpf und niveaulos sein will, und deshalb das Ganze mit einer ansprechenden Geschichte auskleidet.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt viele Möglichkeiten den Film Matrix zudeuten und man kann keine Deutung festlegen, da jeder einen ganz eigenen Blickwinkel auf die Geschichte hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Also, kann Matrix ein religiöser Film sein, wenn man ihn als solchen sehen will und sich mit religiösen Symbolen auskennt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist übrigens nicht nur bei Filmen so, sondern gilt gleichermaßen auch bei der Betrachtung von Gemälden aus früherer Zeit. Sie können einem als Bild ästhetisch gefallen, man kann aber auch versuchen, die in ihnen enthaltenen Symbole, die die Maler meistens bewusst gesetzt haben, zu entdecken.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Ewa Strubelt</p>
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		<item>
		<title>Hasta la vista, Baby! Filmkritisches zu Joseph McGs &#8220;Terminator: Die Erlösung&#8221;</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/23/hasta-la-vista-baby-filmkritik-zu-terminator-die-erlosung/</link>
		<comments>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/23/hasta-la-vista-baby-filmkritik-zu-terminator-die-erlosung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 18:26:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko Lehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ema Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Arnold Schwarzenegger]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
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		<description><![CDATA[

„Hasta la vista, Baby!“
 
 „Terminator: Die Erlösung“
 

Die Vorhänge werden aufgezogen, das Licht geht aus in dem großen Kinosaal. Die Ränge sind gefüllt, und Popcorn nebst Tortilla-Chips fliegen durch den dunklen Raum. Die über hundert Zuschauer sind in freudiger Erwartung des lang ersehnten Kino-Spektakels „Terminator – Die Erlösung.“ In den nächsten zwei Stunden erwartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" rel="attachment wp-att-1409" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/?attachment_id=1409"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1409" src="http://die-ema.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/terminator_die-erlosung11-150x150.jpg" alt="terminator_die-erlosung11" width="150" height="150" /></a></p>
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<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: 18pt;">„Hasta la vista, Baby!“</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: 18pt;"><span style="text-decoration: none;"> </span></span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-size: 15pt;"> „Terminator: Die Erlösung“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: 18pt;"><span style="text-decoration: none;"> </span></span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>D</strong>ie Vorhänge werden aufgezogen, das Licht geht aus in dem großen Kinosaal. Die Ränge sind gefüllt, und Popcorn nebst Tortilla-Chips fliegen durch den dunklen Raum. Die über hundert Zuschauer sind in freudiger Erwartung des lang ersehnten Kino-Spektakels „Terminator – Die Erlösung.“ In den nächsten zwei Stunden erwartet sie ein Action-Feuerwerk höchster Güteklasse, das sich allerdings in logische Zwickmühlen begibt und dessen diffuse Handlung niemals richtig zu fesseln vermag.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Terminator ohne Arnie?</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">„Hasta la vista, Baby.“ Mit diesem Satz ging Arnold Schwarzenegger als titelgegebender Anti-Held in „Terminator 2 &#8211; Tag der Abrechnung“ (1991) in die Filmgeschichte ein. Die in einen menschlichen Körper eingehüllte Maschine, die im ersten Teil zur Tötung Sarah Connors durch die Zeit geschickt wurde, fand bei Fans wie Kritikern gleichermaßen großen Anklang und funktionierte als Grundlage für drei höchst erfolgreiche Filme, die allesamt den Terminator-Kosmos logisch in sich schlossen und obendrein als beste Unterhaltung dienten. Doch nun schickt sich der Hollywood-Regisseur Joseph McGinty Nichol, kurz McG („3 Engel für Charlie“) an, die berühmte Geschichte weiterzuspinnen. Diesmal allerdings kann er sich nicht auf das Charisma des Arnold Schwarzenegger verlassen, der sein Glück inzwischen in der Politik gefunden hat. Um diesen populären Ausfall zu kompensieren, legt McG in dem neuen Terminator-Sequel verstärkt Wert auf große Action und Bombast. Dass diese Rechnung nicht aufgeht, wird indes schnell klar. „Terminator – Die Erlösung“ scheitert an der Aufgabe, Stil und Atmosphäre der Vorgänger aufzunehmen und trotzdem Eigenständigkeit zu entwickeln. Übrig bleibt ein kompromissloses Actionspektakel, das ohne Rücksicht auf Verluste alles zerstört, was die bisherigen Terminator-Filme aufgebaut haben.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Der Plot</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Z</strong>um Inhalt: Im Jahr 2018 bricht die Welt nach dem jüngsten Tag aus den Fugen. In ihrem unerbitterlichen Krieg setzen die Maschinen von Skynet zum letzten, vernichtenden Schlag gegen die Menschen an. John Connor (Christian Bale) schwingt sich mit der Zeit zum Anführer des Widerstandes gegen die künstlichen Zerstörer auf, gerät dabei aber immer wieder in lebensbedrohliche Situationen. Währenddessen taucht Marcus Wright (Sam Worthington) auf, der sich nur noch daran erinnern kann, dass er im Jahr 2003 zum Tode verurteilt wurde. Zwischen Connor und Wright schließen sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammen, und ihr Weg wird von vielen Gefahren begleitet. Während sich Skynet und seine Terminatoren für die entscheidende Schlacht rüsten, begeben sich Connor und Wright auf eine gefährliche Reise in die Höhle des Löwen, um den entführten Kyle Reese (Anton Yelchin) zu retten, denn sonst ist die Menschheit für immer verloren…</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Diese Handlung klingt kompliziert, und sie ist es auch. Für Zuschauer, die die anderen drei Terminator-Filme nicht gesehen haben oder sonst auf irgendeine Weise mit der Franchise bewandert sind, ist der Inhalt fast nicht zu verstehen. Allerdings geht es den anderen auch nicht sonderlich besser: McGs Spinn-Off steht völlig außerhalb jeglicher anderer Terminator-Adaptionen und versäumt es, eine logische Brücke zu schließen. Überhaupt vertrauen McG und sein Autorenteam nicht sonderlich auf Logik: an einer Stelle werden Herztransplantationen mitten in der Wüste mithilfe eines kleinen Notköfferchen durchgeführt, und es gelingt dem Protagonisten John Connor tatsächlich, drei Atombombenexplosionen zu überleben. Doch worauf wurde denn Wert gelegt, wenn nicht auf Logik?</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Sinnfreie Action um jeden Preis</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Die Antwort ist einfach. Action sollte es sein, Action um jeden Preis, und „Terminator: Die Erlösung“ sollte alles bisher da gewesene in diesem Punkt übertrumpfen. McG zeichnet ein apokalyptisches Endszenario, in dem eigentlich immer irgendetwas explodiert und die Helden immer hektisch über die Leinwand hasten, wenn sie nicht gerade vor einem überdimensionalen Cyborg fliehen, der sie zu töten versucht. Ruhepausen sind Mangelware, und Zeit für große zwischenmenschliche Entwicklungen kommt erst recht nicht auf.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Man kann dem Regisseur aber nicht absprechen, dass er sich in diesem Punkt Mühe gegeben hat. Zerstörte und geplünderte Städte, flache, öde Wüsten, über die der kahle Sand fegt und kalte, herzlose Innenräume beliebiger Rebellen-Lager entsprechen hervorragend der gewünschten Atmosphäre. McG zeigt den unerbitterlichen Krieg zwischen Menschen und Maschinen, der in den Vorgängern ja immer nur leicht angedeutet wurde, in seinem vollen Ausmaß. Dazu kommen einige (wenige) gelungene Kampfszenen, in denen der Film tatsächlich seinen Unterhaltungswert bestens erfüllt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Doch das war es auch schon an Lob. Denn McG hat sich verkalkuliert: wenn er von den gut zwei Stunden Spielzeit anderthalb Stunden auf Actionszenen verwendet, die sich im Laufe des Films selbst überbieten wollen, dann ist dies schlicht und einfach zu viel. Nach einer gewissen Zeit ist der Zuschauer des unaufhörlichen Geknalles überdrüssig, und die überbordende Action gerät zur Farce. James Cameron, Regisseur der ersten beiden Terminator-Filme, sind trotz des niedrigen Budgets 1984 und 1991 hervorragende Filme gelungen, die für das Action-Genre neue Maßstäbe setzten und mit charismatischen Figuren aufwarteten. Doch Cameron ist auch ein Meister seiner Zunft, was man von dem Amerikaner McG nicht unbedingt sagen kann. McG konnte bei seiner Arbeit an „Terminator: Die Erlösung“ auf ein stattliches Budget von 200 Millionen US-Dollar zurückgreifen &#8211; das 31fache des Erstlingswerks. Doch wohin ist das Geld geflossen? Hauptsächlich wurden wohl die großartigen Effekte damit finanziert, doch McG muss sich der Wahrheit stellen, dass Action eben nicht alles ist.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Batman als Erlöser?</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Aber der Schaden hätte zumindest gelindert werden können, wenn die Schauspieler überzeugende Leistungen abgeliefert hätten. Immerhin hat man mit Christian Bale („The Dark Knight“, „Das Reich der Sonne“) einen der populärsten Hollywood-Darsteller dieser Zeit für die Rolle des John Connor gewinnen können. Doch im ganzen Film bleibt Bale ein Schatten seiner selbst; ob es an dem Drehbuch liegt oder an eigenem Unvermögen, ist hierbei schwer festzumachen, aber Bales Mimik wirkt in dem Film überaus eintönig (tatsächlich lächelt er nicht ein einziges Mal) und es fällt dem Zuschauer schwer, sich mit ihm zu identifizieren. Allein durch seine physische Präsenz verhindert Bale allerdings das völlige Debakel, und man kann nur hoffen, dass er sich bald ansprechenderen Rollen widmet.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Besser schlägt sich da schon Sam Worthington in der Rolle des desillusionierten Marcus Wright, der auf der Suche nach seiner Vergangenheit in die Strapazen des Krieges hineingerissen wird. Worthington, der der Filmlandschaft bisher weitestgehend unbekannt geblieben ist, verkörpert sehr gut den Zwiespalt Wrights und seine Hilflosigkeit im Angesicht des Krieges.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Auch in der Nebendarstellerriege finden sich klangvolle Namen wie beispielsweise Helena Bonham Carter („Fight Club“) oder Bryce Dallas Howard („The Village“), aber unter der wirren Regie McGs vermag niemand so recht seine Höchstleistungen abzurufen. Nennenswert ist ebenfalls der Auftritt des jungen Anton Yelchin in der Rolle von John Connors Vater Kyle Reese. Yelchin, der jüngst bereits im neuen Star Trek-Sequel glänzte, fügt sich nahtlos in das Schauspielerensemble ein und wirkt glaubhaft, obwohl seine Rolle in nicht viel mehr als darin besteht, vor irgendwelchen überdimensionalen Gefahren davonzulaufen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Bewährte Special Effects</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Auf technischer Ebene vermag der Film zu überzeugen: die visuellen Effekte und der Schnitt sind durchaus ansprechend, was man allerdings bei einem solch hohen Budget auch erwarten darf. Bei der Kamera wurden keine größeren Fehler begangen, und Danny Elfmans Musik passt sich gut an das apokalyptische Untergangsszenario an. Doch all das macht einfach noch keinen guten Film, denn der wichtigste Punkt wurde außer Acht gelassen. Ja, die größte Schwäche des Filmes ist wohl die Figurenzeichnung. Wer ist John Connor, und wieso tut er, was er tut? Weshalb nimmt er all die schrecklichen Leiden auf sich auf, und weshalb kämpft er, und wofür? Was bedeutet es für Connor, dass er auf seinen Vater trifft, der später in der Vergangenheit sterben wird? Was verbirgt sich hinter der harten Schale der tapferen Kämpfer für die Rettung der Menschheit? Wer ins Kino gegangen ist, um Antworten auf offene Fragen der Vorgängerfilme zu erhalten, der wird mit einem riesigen Bündel neuer Fragen das Kino wieder verlassen, obwohl die alten noch nicht einmal geklärt sind. McGs Fortsetzung ist im Kern schlicht und einfach unnötig &#8211; da hilft auch alle Proklamation nichts.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Seelenloses Leinwandspektakel<br />
</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Action um jeden Preis sollte es sein, und der Preis war in diesem Falle die Seele. „Terminator: Die Erlösung&#8221; ist ein Film ohne Seele, in dem die Figuren über zwei Stunden lang über die Leinwand hetzen und von einem lebensgefährlichen Kampf in den nächsten geraten. Der Film verkommt mit zunehmender Spielzeit (denn zu Beginn lässt sich an den kühlen Bildern der Apokalypse noch ein gewisser Reiz finden) zu einem sinnbefreiten Actionspektakel, das sich selbst unnötig glorifiziert und dadurch so elementare Dinge wie eine funktionierende Charakterisierung der Personen vernachlässigt. Die Spannung und atmosphärische Dichte der Vorgänger ist in diesem humor- und erbarmungslosen Sequel kaum noch vorhanden, und für den Fall, dass sich Arnold Schwarzenegger von seinem doppeltgepolsterten Gouverneur-Sessel in Kalifornien noch einmal hochbemühen würde, hätte er vermutlich nur eines zu sagen: „Hasta la vista, Baby!“</p>
<p><span style="font-size: 15pt;">Mirko Lehmann </span></p>
<p>Trailer zu Terminator: Die Erlösung</p>
<p><a class="aligncenter" title="Trailer Terminator" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/?cat=5&amp;paged=2" target="_blank">http://schulmagazin.ema-bonn.de/?cat=5&amp;paged=</a></p>
<p class="MsoNormal">
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		</item>
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		<title>DER BESONDERE FILMTIPP: FORMAN&#8217;S AMADEUS</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/12/der-besondere-filmtipp-formans-amadeus/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 07:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Darf ich vorstellen:

Wolfgang „Amadeus" Mozart

Versetzen Sie sich in die Rolle eines erfolgreichen Hofkomponisten des 18. Jahrhunderts. Ihr größter Wunsch ist es seit Ihrer Kindheit Musik zu schaffen. Und dann erlaubt Ihnen plötzlich ein glücklicher Umstand, diesen Traum zu leben.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-973" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/?attachment_id=973"><img class="aligncenter size-full wp-image-973" title="amadeus-poster1" src="http://die-ema.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/amadeus-poster1.jpg" alt="amadeus-poster1" width="400" height="640" /></a></p>
<p><strong>Darf ich vorstellen:</strong></p>
<p><strong>Wolfgang „Amadeus&#8221; Mozart</strong></p>
<p>Versetzen Sie sich in die Rolle eines erfolgreichen Hofkomponisten des 18. Jahrhunderts. Ihr größter Wunsch ist es seit Ihrer Kindheit Musik zu schaffen. Und dann erlaubt Ihnen plötzlich ein glücklicher Umstand, diesen Traum zu leben.</p>
<p>Viele Opern sind komponiert und aufgeführt worden &#8211; mit großem Erfolg. Und dann wird Ihr Vorbild in Ihrer Stadt Wien angekündigt: Mozart.</p>
<p>Begierig ihn zu sehen gehen Sie zu dieser Veranstaltung und Sie fragen sich, ob man einem Mann, der sein erstes Menuett mit vier Jahren komponierte, seine erste Symphonie mit sieben und die erste abendfüllende Oper mit zwölf, dieses Talent ansehen kann.</p>
<p>Sie spielen ein Spiel: Werden Sie ihn unter all den jungen Männern erkennen? Das Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart?</p>
<p>Wenn Sie nun aber einen Mann, der mit seiner Verlobten herumturtelt und deshalb seinen Auftritt verpasst sähen und herausfänden, dass dies Ihr großes Vorbild sein soll -</p>
<p><em><strong>Wie würden Sie reagieren?</strong></em></p>
<p>Aus dieser Perspektive wird die Geschichte von Wolfgang Amadeus Mozart erzählt. Der mit 8 Oscars gekrönte Film „Amadeus&#8221; von Milos Forman aus dem Jahr 1983 beginnt mit dem Selbstmordversuch Antonio Salieris, der sich selbst des Mordes von Mozart bezichtigt. Als er in die Irrenanstalt gebracht wird, soll er beichten, doch er erzählt dem Pater seine Geschichte. Die Haupthandlung wird so mit Hilfe von Rückblenden gezeigt.</p>
<p>Schon als Kind bewundert Salieri Mozart, da dieser mehrere Instrumente im wahrsten Sinne des Wortes schon blind beherrscht und dank seines Vaters bekannt gemacht wird. Antonio betet jeden Tag, er wolle auch einmal so werden wie dieses Wunderkind. Musik bedeutet ihm alles.</p>
<p>Als er es endlich schafft, als seine Musik aufgeführt wird, geht er davon aus, seine Wünsche wurden von Gott erhört. Doch dann hört er Wolfgang Amadeus&#8217; Musik und merkt, dass diese so perfekt, so einzigartig ist, dass es ihm vorkommt, als würde Gott zu ihm sprechen. Er sieht Mozart immer mehr als Instrument Gottes an, anders kann er sich diese himmlische Musik einfach nicht erklären. Er beneidet ihn. Er beneidet ihn und er verabscheut ihn.</p>
<p>Der Lebensstil des Virtuosen ist gewiss nicht dem feinen Bild der Gesellschaft zu dieser Zeit entsprechend: Er trinkt, ist verschuldet und verheiratet mit Constance, der Tochter einer Wirtin und das gegen den Willen seines Vaters. Er ist sich über die Qualität seiner Musik bewusst und sucht verzweifelt nach Anerkennung, welche ihm wichtiger ist als das Geld. Durch diesen Umstand halten ihn sehr viele für eitel und übermütig.</p>
<p>Doch das alles ist noch kein Grund für Salieri, Hass für diesen Mann zu empfinden. Dieser wird erst ausgelöst, als er herausfindet, dass Mozart eine Affäre mit seiner geliebter Schülerin Katharina hatte. Trotzdem ist er ständig hin und her gerissen, zwischen der Verachtung des Lebensstils Mozarts und der Vergötterung seiner Musik. Er ist der festen Überzeugung Gott wolle sich in Gestalt von Mozart über ihn lustig machen. Auch Mozarts Musik lässt ihn verzweifeln:</p>
<p><strong><em>„Ich wollte immer nur zu Gott singen. Und dann macht er mich stumm. Wieso?&#8221;</em></strong></p>
<p>Salieri steht ständig im Schatten des anderen und irgendwann erklärt er Mozart und damit auch Gott den Krieg. Er bekämpft ihn, wo es nur geht, er spioniert ihn aus, benutzt diese Informationen gegen ihn, er verbreitet Gerüchte und schwärzt ihn beim Kaiser von Österreich an, an dessen Hof Mozart arbeitet.</p>
<p>Der eigentliche Plan zur Vernichtung des Virtuosen kommt ihm erst, als er erkennt, dass Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus, eine entscheidende Rolle in dessen Leben spielt, auch nach seinem Tod. Diese Macht nutzt Salieri aus:</p>
<p>Er zieht das Gewandt und die Maske des Vaters an, das dieser auf einer Festlichkeit trug, und gibt so ein Requiem bei Mozart in Auftrag, eine Totenmesse. Salieri weiß, dass Mozart zu diesem Zeitpunkt schon krank ist und Tag und Nacht an mehreren Werken gleichzeitig arbeitet. Er setzt ihn durch finanziellen Anreiz unter einen enormen zeitlichen Druck. Er geht davon aus, dass Mozart nicht mehr lange leben wird. Auch Mozart scheut sich, am Requiem zu arbeiten:</p>
<p><em><strong>„Es bringt mich um!&#8221;</strong></em></p>
<p>Salieri hat vor, diese Totenmesse auf Mozarts Beerdigung unter seinem eigenen Namen aufzuführen. Doch Mozart stirb vor der Fertigstellung des Werkes und wird unspektakulär in einem Massengrab beerdigt.</p>
<p>Das Besondere an diesem Film ist ohne Frage, dass die Musik eine Hauptrolle einnimmt. Es gibt kein musikalisches Motiv, welches Mozart charakterisiert, denn dem Regisseur Milos Forman und dem Autor Peter Shaffer war es wichtig, dass die Musik lebendig wird. Sie soll nicht in den Hintergrund rücken, sondern ganz klar den Charakter des Filmes ausmachen.</p>
<p>Der Film wurde in Prag gedreht, da diese Stadt wie eine Zeitkapsel funktioniert. Man fühlt sich wie ins 18. Jahrhundert zurückversetzt. Die Szenen in der Oper wurden in demselben Holz-Opernhaus aufgenommen, in dem Mozart selbst die Weltpremiere von Don Giovanni dirigierte.</p>
<p>Auch die Kostüme tagen zu diesem Gefühl einer Zeitkapsel bei, aber das wirkliche Gesicht geben dem Film natürlich erst die Schauspieler. Viele große Namen haben sich vor allem für die Rollen des Mozart und des Salieri interessiert, doch F. Murry Abraham (Salieri) und Tom Hulce (Mozart) bilden die ideale Besetzung, da man nicht die Schauspieler sieht, sondern ihre Rollen. Und genau das ist es, was diesen Film so besonders macht:</p>
<p>Man lernt nicht den unnahbaren großen Mozart kennen, der einen nicht wirklich erreichen kann, sondern auch den Menschen, der wohl nicht immer so großartig war.</p>
<p>Und nicht zuletzt durch die wahrscheinlich schönsten Worte, die jemals in einem Film über Musik verloren wurden, entwickelt man innerhalb dieser drei Stunden eine große Faszination  für Mozarts Schaffen.</p>
<p>Dies hat auch der Autor beobachtet, denn nach der Premiere sind die Zuschauer im Kinosaal sitzen geblieben, um Mozarts Klavierkonzert, das den Abspann begleitet, zu lauschen.</p>
<p><strong><em>„Am Ende wurde geklatscht, als hätten sie ein Konzert gehört.&#8221;</em></strong></p>
<p>Lydia Reisch</p>
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		<title>Home-Filmkritik</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/06/05/filmstarts-filmtipps-der-besonderen-art/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 16:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Trailer]]></category>

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		<description><![CDATA[Naturdoku Home von Arthus-Bertrand und Besson: 5. Juni Filmstart im Kino und auf YouTube (FSK: 6)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>H O M E</strong></p>
<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-568" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/?attachment_id=568"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-568" title="home_film" src="http://die-ema.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/06/home_film-150x150.jpg" alt="home_film" width="150" height="150" /></a></p>
<h2>Naturdoku <em>Home </em>von Arthus-Bertrand und Besson: Filmstart im Kino und auf YouTube (FSK: 6)</h2>
<p>Yann Arthus-Bertrand und Besson bestreiten andere globale Wege mit ihrem neuesten Projekt, dem Umwelt-Dokumentarfilm &#8220;Home&#8221;. Der Streifen des Kultregisseurs und des Fotografen aus Frankreich wird gleichzeitig zum Kinostart am <strong>5. Juni </strong>auf <a href="http://www.youtube.com/homeproject">Googles Videoportal YouTube</a> zu sehen sein. Kostenlos, wie für YouTube-Streifen üblich, aber nicht für Kinofilme.</p>
<p>Arthus-Bertrand, der sich schon mit anderen Mammutprojekten zu Mensch und Natur einen Namen machte und bei &#8220;Home&#8221; Regie führte, will ein größtmögliches Publikum mit seinem universellen Beitrag zu Naturschutz und Umweltproblematik aufrütteln. Und da kann es ja nur Sinn machen, das weltgrößte Videoportal als Zusatzplattform zu wählen. Entsprechend ist der 90-minütige Dokufilm in verschiedenen Sprachen, etwa Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch übersetzt.</p>
<p>Arthus-Bertrand zeigt in seiner Ode an die Welt Aufnahmen aus 54 Ländern und will zum Kinostart zeitgleich in 87 Ländern zu sehen sein. Neben Kino und Internet übrigens zugleich auch auf DVD und im Fernsehen. Ein internationaler Medienevent also.</p>
<p>Zudem wird zum Filmstart, der symbolisch wertvoll auf den von den <strong>Vereinten Nationen </strong>initiierten <strong>&#8220;Tag der Umwelt&#8221; </strong>gelegt wurde, auch Google Maps als weiterer Kanal genutzt. Über den Karten-Service des kalifornischen Suchmaschinenprimus können sich Nutzer mit Zusatzinfos zur Dokumentation und zu Umweltfragen versorgen. Auch wird über Google Maps gezeigt, wo der Film zu sehen ist.</p>
<p>Produziert wurde &#8220;Home&#8221; von Besson, der für erfolgreiche Movies &#8220;Im Rausch der Tiefe&#8221;, &#8220;Léon &#8211; Der Profi&#8221; oder &#8220;Das fünfte Element&#8221; verantwortlich ist.</p>
<p>„Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.</p>
<p>Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.</p>
<p>Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.</p>
<p><strong>Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.</strong>&#8221;</p>
<p><em>Yann Arthus-Bertrand</em></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/homeprojectde">http://www.youtube.com/homeprojectde</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Medialer Rausch</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/05/30/medialer-rausch/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 06:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.cheng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
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		<description><![CDATA[Unmäßiger Medienkonsum bei Jugendlichen?
Jugendliche im medialen Rausch
In den letzten Jahren hat sich die Freizeitgestaltung der Jugendlichen sehr verändert. Studien wie die JIM[1]-Studie zeigen, dass mit der zunehmenden Verbesserung und Verbreiterung des Angebotes an digitaler Unterhaltungssoftware, diese von immer mehr Jugendlichen häufig genutzt wird, mitunter mehrere Stunden am Tag. Viele Wissenschaftler, wie z. B. Christian Pfeiffer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" rel="attachment wp-att-425" href="http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/05/30/medialer-rausch/computersucht_harry-hautumm_pixelio/"><img class="alignleft size-medium wp-image-425" title="computersucht_harry-hautumm_pixelio" src="http://die-ema.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/05/computersucht_harry-hautumm_pixelio-300x200.jpg" alt="computersucht_harry-hautumm_pixelio" width="300" height="200" /></a>Unmäßiger Medienkonsum bei Jugendlichen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jugendliche im medialen Rausch</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den<strong> </strong>letzten Jahren hat sich die Freizeitgestaltung der Jugendlichen sehr verändert. Studien wie die JIM<a name="_ftnref1" href="#_ftn1">[1]</a>-Studie zeigen, dass mit der zunehmenden Verbesserung und Verbreiterung des Angebotes an digitaler Unterhaltungssoftware, diese von immer mehr Jugendlichen häufig genutzt wird, mitunter mehrere Stunden am Tag. Viele Wissenschaftler, wie z. B. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und Dina Borzekowski von der John Hopkins Universität in Baltimore, kamen in diesbezüglichen Studien zu dem Ergebnis, dass hoher Medienkonsum und ein eigener PC im Zimmer, die schulischen Leistungen deutlich verschlechtere. Diese Forschungsergebnisse werden vielfach von Politikern aufgegriffen, so ist Jürgen Irmer, der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen, der Ansicht, das mache nicht „nicht nur gewaltig blöd, sondern auch gewaltbereit.&#8221; Christian Pfeiffer (SPD) vertritt die Auffassung die Schulnoten fallen umso schlechter aus „je mehr Zeit die Schüler mit Medienkonsum verbringen und je brutaler die Inhalte sind.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ist schulisch verordnete Medienabstinenz eine Lösung?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Für diese Problematik wurden verschiedene Lösungsansätze entwickelt. Laut Irmer müssen Eltern ihren Kindern ein Vorbild sein und sollten ihren eigenen Medienkonsum einschränken, das sei wichtig für die Sozialisation und Persönlichkeitsentwickelung. Dieser sei auch die Beschäftigung mit Musik und sportliche Betätigung förderlich, meinen der Musikwissenschaftler Prof. Hans Günther Bastian und der Vereinspräsident von Eintracht Wetzlar. Daher sollten Kinder und Jugendliche häufiger ein Instrument spielen oder Sport treiben. Einen ganz anderen Lösungsansatz hatten 2008 die Suchtberatung der Evangelischen Kirche und die Drogenberatung in Stuttgart. Sie riefen zu einem bundesweiten Projekt „One week, No media!&#8221; auf, an dem Schulen ihren Schülern andere Aktivitäten anbieten sollten. Man mag einwenden, dass es fraglich sei, ob diese schulisch verordnete Medienabstinenz, bei Schülern, die der Schule im Vergleich zu ihren Medien ohnehin nur einen geringen Stellenwert beimessen wirksam ist. Dafür spricht jedoch, dass anderen Schülern durch im Zuge des Projekts angebotenen Aktivitäten, Beschäftigungsalternativen zum Mediendauerkonsum aufgezeigt werden könnten. Auch Dauerkonsumenten könnten so Spaß an anderen Dingen finden und sie auch nach dieser Woche fortführen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Erzeugt Medienkonsum „Schulversagen&#8221;?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Fraglich ist jedoch, ob der intensive Medienkonsum als Massenproblem von Jugendlichen und als Ursache für deren Probleme nicht überschätzt wird. Laut der KIM<a name="_ftnref2" href="#_ftn2">[2]</a>-Studie ist es immer noch die beliebteste Freizeitbeschäftigung von Kindern und Jugendlichen, Freunde zu treffen. Nach wie vor sind auch viele Jugendliche in Vereinen engagiert oder spielen Instrumente. Wer solcherhand sozial integriert ist, und dem Eltern und Lehrer ein Vorbild sind, wie Herr Irmer fordert, der läuft wohl kaum Gefahr sich im medialen Dauerkonsum zu verlieren, für diese Jugendliche ist ein solches Projekt nicht unbedingt notwendig. Man wird auch nicht schulisch versagen, weil man hin und wieder ein paar Stunden am PC spielt, wie die JIM-Studie zeigt, macht das fast jeder männliche Jugendliche und auch viele weibliche. Ein einigermaßen vernünftiger Schüler, sollte die Notwendigkeit eines Schulabschlusses erkennen, will in seinem Leben etwas erreichen. Dieses Gefühl ist jedoch vielen Jugendlichen verloren gegangen, oder es wird ihnen nicht ausreichend vermittelt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Am Ende zählt nur das Geld</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine zentrale Ursache des Problems stellt zweifelsohne eine nicht nur unter Jugendlichen weit verbreitete allgemeine „Vergnügungssucht&#8221; dar, die mit der Schule nur schwer vereinbar ist, eine gewisse Schuld an der schulischen Misere und dem vielfach krankhafte Züge annehmenden Medienkonsum trägt auch die Spieleindustrie, die bestrebt ist ihre Produkte so suchtgefährdend wie möglich zu machen und sie mittels eines immensen Werbeaufwandes und adressatenspezifischer Gestaltung der Spiele sie auch breiten Gesellschaftsschichten wie Mädchen und Erwachsenen zu vermitteln. Daher ist es fraglich, ob dieses Projekt das Problem des exzessiven Medienkonsums zu Lasten der Schulischen Erfolge lösen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Julian Hartmann 10B</p>
<hr style="text-align: justify;" size="1" />
<p style="text-align: justify;"><a name="_ftn1" href="#_ftnref1">[1]</a> Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information durchgeführt. Für die JIM-Studie werden jährlich gut 1.000 Jugendliche telefonisch befragt. Themenschwerpunkte der JIM-Studie sind z. B. Freizeitaktivitäten, Themeninteressen, Mediennutzung, TV-Präferenzen, Medienbesitz, Computer- und Internetnutzung.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a name="_ftn2" href="#_ftnref2">[2]</a> Basisstudie zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren. Es werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich sowie deren Mütter schriftlich u. a. zum Mediennutzungsverhalten befragt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Killerspiele &#8211; machen sie uns verrückt?</title>
		<link>http://schulmagazin.ema-bonn.de/2009/05/29/killerspiele-sie-machen-uns-verruckt/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 18:45:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. von Wedel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[EMA KREATIV]]></category>
		<category><![CDATA[Ema Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Geistreich]]></category>
		<category><![CDATA[Hingeschaut]]></category>
		<category><![CDATA[Von wegen Zocken]]></category>

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		<description><![CDATA[Philip von Wedel fragt sich, ob Killerspiele ein lebenswichtiges Kulturgut sind oder Nebenwirkungen in unbekanntem Ausmaß erzeugen. Machen Killerspiele "verrückt"? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-1537" title="taste_esc" src="http://schulmagazin.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/05/taste_esc-300x179.jpg" alt="taste_esc" width="300" height="179" /><br />
</em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Killerspiele auf den Index</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong><span>Sollte der Jugendschutz- vor allem im Hinblick auf die so genannten Killerspiele- verstärkt werden?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong><span> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Das Thema „Gewalt in Computerspielen und anderen Medien“ ist eine sehr umstrittene Thematik. Auf der einen Seite stehen die Spieler und Vertreter der Spiele-Lobby und auf der anderen Seite Politiker, Psychologen und Kritiker. Warum sollte man überhaupt Medien vertreiben, z. B. Computerspiele, in denen Gewalt vorkommt, oder eher, man selber Gewalt in einer anderen Welt ausüben kann? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Sind Computerspiele ein Kulturgut?</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Spieler und Industrie sprechen von einer ganzen Kultur, welche untergehen würde. Diese Spiele seien Kulturgüter und keiner von uns würde es je wagen, ein Kulturgut zu zerstören. In meinen Augen hat jedoch ein brutales Computerspiel nichts mehr mit Kultur zu tun. Im harten Gegensatz stehen hier<span> </span>z. B. Theater, Oper und Konzerte. Doch auch hier finden die Spieler Argumente: Auch z. B. in der Oper sei Gewalt allgegenwärtig und ähnlich brutal wie bei virtuellen Massakern. Ich denke dieses Argument kommt eher aus der Not und ist keinesfalls gerechtfertigt. Wenn in der Oper jemand stirbt, dann steht dieser danach wieder auf der Bühne und wird bejubelt. Jeder weiß, es ist nur gespielt und die Person kommt nicht zu Schaden. Anders ist dies in PC-Spielen. Man kann Menschen zerstückeln, wie es einem gefällt und kann noch auf den kleinsten Pixel heranzoomen, um sein Werk zu „bestaunen“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Auch die Kritiker und Politiker<span> </span>sind dieser Meinung. „Kultur“, so sagen sie, sei etwas aus der man lernt, wie z. B. Museen. Aus Computerspielen lerne keiner etwas(Stephan Reichert,WDR). Wieder Einspruch von anderen Wissenschaftlern und Spielern. Computerspiele verbessern die Multi-Tasking Fähigkeit und vor allem die Reaktionsschnelligkeit. Doch für was für einen Preis? Herzlichen Glückwunsch, sie verbessern sich beim Erschießen von Personen. Hier gibt es bestimmt bessere Methoden, um dies zu erreichen. Tatsächlich haben die richtigen Computerspiele in der Frühlernphase, also im Kleinkindalter und als Grundschüler, gute Auswirkungen auf die Feinmotorik, Raumorientierung und Reaktion. Dies sind aber nunmal harmlose, pädagogisch wertvolle Spiele. Natürlich gibt es hier auch „Risiken und Nebenwirkungen“. Studien zeigen, wie der Computer immer mehr in den Alltag eindringt und auch Kontakt und Kommunikation ersetzt, z. B. die <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=11" target="_blank">JIM</a>-Studie,welche die medialen Freizeitaktivitäten von Jugendlichen untersucht. Bei <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=11" target="_blank">JIM</a> zeigt sich, dass der Computer immer relevanter wird als Medium. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Kein Beipackzettel für Risiken und Nebenwirkungen<br />
</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Die Studien über Medienverwahrlosung von Christian Pfeiffer weisen daraufhin, dass der Computer die Kommunikation ersetzt und das vor allem bei Jungen. Dies ist nicht förderlich für den Spracherwerb und kann später zu einer so genannten „Medienverwahrlosung“ führen, was sich auch auf die schulischen Leistungen auswirken kann. Dies zeigt die Tatsache, dass Mädchen immer besser in der Schule abschneiden, als Jungen, welche mehr Zeit mit den Medien verbringen,was ebenfalls durch die Pfeiffer-Studie belegt wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-402" title="zocker" src="http://die-ema.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/05/img_5031_kopie-150x150.jpg" alt="zocker" width="150" height="150" /><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>DIE GLOBALE GAME-FAMILY</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Um wieder auf die Killerspiele zurückzukommen, ein ebenso oft genutztes Wort von Spielern ist die „Gemeinschaft“. Die Spieler entgegnen dem Argument von Psychologen, dass sie sich von der Gesellschaft ausgrenzen, häufig mit der eigenen Kommune im Netz. Selbstverständlich ist eine zusätzliche Gemeinschaft im Netz nicht verkehrt, aber auch nur eine Zusätzliche. Der häufigere Fall ist jedoch tatsächlich eine Gemeinschaft vollkommen außerhalb der Gesellschaft. Wann trifft man z.B. den Spielfreund aus Bayern oder aus den USA? Ich denke die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong><span>Ist ein Verbot sinnvoll?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Aber warum sollte man diese brutalen Spiele nun verbieten? Eine Person mit guter und stabiler Kommunikation hat sicher kein Problem mit solchen, mehr oder weniger aggressiven Bildern und Eindrücken umzugehen. Ich denke alle Kritiker und Politiker handeln viel mehr aus Angst und diese ist ja nicht unberechtigt, wie Amokläufe zeigen. Hier haben auch die so genannten Killerspiele einen Teil beigetragen. Aber eben nur einen Teil. Und hier möchte ich vielen recht geben, wenn sie sagen: „Die Spiele allein reichen nicht aus, um einen Menschen zu einem Amokläufer zu machen!“ Ich denke es sind viele Faktoren, die sich wie ein Puzzle zusammenfügen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-403" title="pistol" src="http://die-ema.ema-bonn.de/wp-content/uploads/2009/05/pengpeng-150x150.jpg" alt="pistol" width="150" height="150" /><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Natürlich kann man versuchen, einen Teil des Puzzles zu eliminieren, zu überwachen und einzuschränken. Jedoch bleiben noch viele weitere Faktoren übrig, wie z.B. die Kommunikation daheim, wie auch in der Schule oder Interessen für Waffen und Ähnliches. Vielleicht ist es möglich, durch die Kontrolle eines Bereiches, wie eben der PC-Spiele, einige Personen vor Gewaltszenen und der Ausgrenzung zu schützen, welche Auslöser von psychischen Irritationen sein können.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Ich denke auch, dass diese Kontrollen gut und nützlich sind, da, wie z.B. die <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=11" target="_blank">JIM</a>-Studie zeigt, der Computer in den Mittelpunkt des Alltags der Jugendlichen rückt und hier präventiv zu handeln ist. Ich glaube jedoch nicht, dass wirkliche, potenzielle Amokläufer vor dem Wort „illegal“, welches nach der Zensur von Killerspielen über diesen steht, zurückschrecken, um sich eben die Spiele zu besorgen. Es könnte schlimmstenfalls noch der „Reiz des Verbotenen“ eine Rolle spielen. Auf der anderen Seite ist die Einschränkung und Zensur von brutalen PC-Spielen vielleicht ein erster Schritt zur Verbesserung der Medien in Deutschland.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><em>Philip von Wedel</em></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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